Adventures in Baños I

Vier Wochen hatten wir Zeit, Ecuador zu erkunden. Nach ein paar Eingewöhnungstagen in Quito zog es uns nun in andere Teile des Landes. Nur wohin als nächstes wenn man durch ein Land wie Ecuador reisen möchte? An die Küste? In die Berge? In den Regenwald? So viele Möglichkeiten, da wirkten vier Wochen auf einmal gar nicht mehr so viel. Zunächst wollten wir ein paar Nächte im Parque Nacional Cotopaxi verbringen, zurückgezogen in der Natur und uns auf die Suche nach Lamas begeben. Auf der Suche nach einem Hostal im Internet viel uns allerdings auf, dass der Park so hoch gelegen ist, dass dort zur Zeit Schnee lag. An sich hätte ich auch nichts dagegen einzuwenden gehabt, war Weihnachten im Warmen doch eine seltsame Erfahrung, aber ohne Winterkleidung hätte es schon etwas kalt werden können. Da wir nicht vorhatten, in Flip-Flops und Shorts den Vulkan zu besteigen, entschieden wir uns deshalb kurzerhand, gleich nach Baños zu fahren. Baños liegt mitten in den Anden und ist, wie der Name schon sagt, bekannt für seine heißen Quellen. Es gibt mehr als zahlreiche Angebote für Adventure Tourism – Kayaking, Rafting, Quad fahren, Reiten, Bungee Jumping, Canyuning – man kann wirklich alles machen. Und dazu gibt es an jeder Ecke Massage-Läden. Außerdem liegt dort in der Nähe ebenfalls einen Vulkan, also ließen wir Cotopaxi bleiben und auf ging es nach Baños.

We had four weeks to explore Ecuador. After some days settling in in Quito we now wanted to see different parts of the country. But where should we go next? To the coast? In the mountains? In the rainforest? We had so many choices that four weeks seemed suddenly not as long enough anymore. Actually we wanted to spend some nights in the Cotopaxi National Park, isolated in nature and to search for lamas. But while we were looking for a hostal on the Internet we realized that the park is so high in the mountains that there was snow at that time. By itself it wouldn‘t have been a problem for me because spending Christmas in the sun was already kind of weird. But it might have gotten a little bit too cold without winter clothing. Because we didn‘t want to hike up the volcano in our slippers and shorts we decided to go straight to Baños. Baños is a small town in the Andes and famous for its hot springs. There more than enough offerings for adventure tourism – kayaking, rafting, driving quads, horseback riding, bungee jumping, canyuning everything. And on top there are massage stores at every corner. Because there is also a volcano we skipped Cotopaxi and headed off to Baños.

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Zunächst mussten wir jedoch eine dreistündige Busfahrt bewältigen mit lauter Musik, drittklassigen bis viertklassigen Filmen und jeder Menge eifrigen Händlern, die neben allerlei Essen auch Dinge wie Sonnenbrillen, Uhren, Ketten, Fächern und Kugelschreibern mit angeklebten Rosen verkaufen – alles Dinge, die lebensnotwendig für lange Busfahrten sind. Ebenfalls zu erstatten: Wundermittel, die nicht nur gut für die Haut sind, sondern auch gegen Bluthochdruck sowie Leber-, Nieren-, Prostata-, Herz- und noch vielen anderen Beschwerden, bis hin zu Krebs helfen sollen. Wir ließen davon ab.

To get there we had to go on a three-hour bus ride with loud music, bad music and loads of busy traders. You could buy everything that is really necessary for a long bus ride: sunglasses, watches, necklaces, fans and pens with attached roses. You could also get miracle cures that would help pretended against everything starting with skin, liver, kidney, prostate, heart and many other diseases, even against high blood pressure or cancer. We ended up not buying anything.

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Drei Stunden waren nun aber auch nicht die Welt und als wir am frühen Abend in Baños ankamen, fanden wir auch gleich ein nettes, kleines Hostal mit hauseigener Schildkröte und auch Papageien, wie wir am nächsten Morgen durch ein andauerndes „Hooolaaa“ feststellten. Trotz der vielen touristischen Angebote und daher auch Touristen ist Baños aber ein sehr nettes, kleines Städtchen mit vielen netten, kleinen Restaurants und Cafés und die nächsten Tage hatten wir immer was anderes vor.

Nevertheless, three hours were acceptable and we found immediately a nice Hostal when we arrived in Baños in the evening. They even had a tortoise and two parrots, as we could hear in the morning with a noisy „Hooolaaa“. Although there are loads of touristic activities and with that a lot of tourists, Baños is a very nice, small town with a lot of nice, small restaurants and cafés. In the next days we really did a lot.

banos IMG_2493banos2 IMG_2496 Auf die heißen Bäder haben wir verzichtet, da sie nicht überaus einladend aussahen. Dafür haben wir einen Wasserfall und freilaufende Pferde an dem dafür geplanten Tag gesehen.

Because the hot baths didn‘t look too inviting we disclaimed going there. But we saw a waterfall and free horses on the day we actually wanted to go.

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Wir beide wollten sehr gerne wieder einmal reiten, worauf ich schon seit Hawaii richtig Lust drauf hatte. Also buchten wir kurzerhand einen vierstündigen Ausritt. Auf Micheal Jackson und Whiskey ging es mitten durch die schöne Berglandschaft der Anden, auf und ab Richtung Vulkan. Dieser ist zwar nicht vollkommen mit dem Pferd zu erreichen, aber alleine die atemberaubenden Berge waren es eindeutig wert.

We both really wanted to go horseback riding – I wanted to do this since Hawaii – so we booked a tour for four hours. We went exploring the beautiful mountain landscape on top of Michael Jackson and Whiskey, going towards the volcano. Although we couldn‘t reach the volcano with our horses the breathtaking landscape was so worth it.

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Michael Jackson <3

Auf dem Rückweg machten wir einen Abstecher zu einem kleinen Café-Bar-Hostal, dass nur über eine kleine Seilbahn, mehr ein Seilsitz, erreichbar war. Also ließen wir die Pferde dort stehen und rüber ging es über Abgrund und Fluss. Es ist ein buntes Haus mitten im Grünen, zurückgezogen von jeglichen Störfaktoren isoliert, dass von dem Besitzer komplett selbst gebaut wurde. Dort trafen wir auch gleich zwei Schweizerinnen, die gerade aus Kolumbien kamen und durch ganz Südamerika reisen. Nach einer kurzen Erfrischung und einer schnellen Besichtigung des Baumhauses machten wir uns dann wieder auf den Rückweg. Es war schön wieder zu reiten und dazu noch mein erster Galopp mitten in den Anden! Weitere Abenteuer aus Baños folgen!

On the way back we made a detour to visit a small café-bar-hostal, which we could only reach with a small ropeway. Therefore we left the horses tethered on the one side of the river and went across the chasm. The café is a colourful house in the middle of the green nature, far from any disturbance and completely built by its owner. There we met two Swiss girls, which were traveling in South America and were in Columbia before. After light refreshment and a short visit of the tree house we went back to our horses to go back. It was great to go horseback riding again and on top I galloped for the first time – and this in the middle of the Andes!

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More adventures from Baños will follow,

Jenny

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Update Week 9

Ein kurzes Update meiner letzten Woche:
Letzten Samstag hat Maja mich mit zu ihrem Pferd genommen. Früh morgens sind wir aufgestanden und zum Stall in der grünen, satten Maunawili Area gefahren. Die ersten Sonnenstrahlen krochen gerade über den O’lomana, alles war noch taubedeckt, die Vögel zwitscherten in den Bäumen. Es ist so idyllisch dort und es war ein guter, entspannter Start in den Tag. Ich habe Maja geholfen, Dejavu zu putzen, bevor sie geritten ist. Deja ist ein wirklich wunderschönes, anmutiges Pferd und ich habe große Lust bekommen, ein bisschen zu reiten wenn ich wieder in Deutschland bin. Das habe ich mir jetzt schon seit einigen Jahren vorgenommen. Anschließend hat Maja mich noch auf einen Tee mit in ihren Salon Allure Hair Studio genommen. Ich habe mich gleich total in das Geschäft verliebt. Es ist so herzlich eingerichtet und erinnert mich sehr an meinen geliebten Götterschnitt in Hamburg.

A short update of my last week:
Last Saturday Maja took me to her horse. We woke up early and went to the stable in the lush Maunawili Area. The sun was rising above O’lomana, everything was still wet, the birds were singing in the trees. It is so peaceful there and it was definitely a good start in the day. I helped Maja with brushing Dejavu before she went riding. Deja is a beautiful horse and I got excited about horseback riding again. I wanted to do that for a long time in Germany, too. Afterwards I had tea with Maja in her Allure Hair Studio. I just love her shop. It is so lovely decorated and remembers me of my beloved Götterschnitt back home in Hamburg.

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Nach einem entspannten Tag in Kailua hat mich Lauren abends abgeholt und ich habe bei ihr übernachtet. Am Sonntag Morgen sind wir wieder früh aufgestanden und zu Laurens Kirche gefahren wo sie mit der Band für die Messe geprobt hat. Ja richtig, mit der Band! Schlagzeug, E-Gitarre – alles war dabei, und dazu Laurens liebliche Stimme. Ein hawaiianischer Lead-Sänger, der Pastor predigte im Hawaii-Hemd. Ist das nicht supercool?
Nach der Messe sind Lauren und ich mit Marissa, einer Freundin von ihr, die für drei Jahre als Krankenschwester auf der Marine Base bei der Kaneohe Bay stationiert ist, zum Makapu’u Lighthouse Trail gefahren. Von daaus sind wir jedoch nicht wie das letzte Mal zum Leuchtturm gewandert, sondern haben uns auf den steilen Pfad hinunter zu den Tidepools begeben. Das Meer war sehr wild an diesem Tag und immer wieder schlugen riesige Wellen gegen die Felsen. Dennoch hat es viel Spaß gemacht, sich in dem doch recht lauen Wasser „abzukühlen“ und den Wellen und einigen Fischern zuzuschauen. Der Abstieg hat sich definitiv gelohnt! Erst als wir wieder oben und auf dem Rückweg zum Auto waren, haben wir bemerkt, dass wir uns ausgerechnet die heißeste Tageszeit, 12 Uhr Mittags, zum hiken ausgesucht hatten. Naja, wir haben’s überlebt. An Sandies und Koko Head vorbei, ging es dann nach Hawaii Kai, wo wir Mochi Ice Cream in allen Geschmacksrichtungen, Mochi Bubble Tea und Ahi Gyros gegessen haben. Natürlich nicht alles zusammen, alles für sich aber sehr gut.

After a relaxed day in Kailua I had a sleepover at Lauren’s house. We woke up early on Sunday, too, and went to Lauren’s church to her rehearsal with the band for the service. Exactly, with the band! Drums, electric guitar – they have everything and Lauren’s lovely voice in top of that. The lead singer is Hawaiian, the pastor was wearing a Hawaii Shirt while he was preaching. Isn’t that super cool?
After the service Lauren and I went to the Makapu’u Lighthouse Trail with Marissa, a friend of Lauren who spends three years as a nurse on the Marine Base on Kaneohe Bay. But we didn’t hike up to the lighthouse like I did the last time. Instead we started to go down the steep path to the tidepools. The ocean was pretty wild and big waves were breaking at the cliffs. But it was a lot of fun to „cool down“ in the warm water and watch some people fishing. The way down was definitely worth it! When we were already on the way back we first noticed that we chose the hottest time of the day, 12 o’clock, to go hiking. Well, we survived. Alon
g Sandies and Koko Head we went to Hawaii Kai where we had Mochi Ice Cream with all kinds of different flavours, Mochi Bubble Tea and Ahi Gyros. Everything was really good but of course not everything together.

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Blowwhole.

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Stephen war am selben Tag ganz in der Nähe beim Makapu’u Beach und hat diese genialen Bilder geschossen:

Stephen went to Makapu’u Beach which is pretty close on the same day and took these amazing pictures:

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Und dank Kim habe ich jetzt auch einen anderen Ort zum Frühstücken, Kaffee trinken und vor allem mit Wifi (als ob es das hier nicht überall gäbe ;)): Morning Brew. Dort saßen wir am Montag Morgen spontan in unseren Sportsachen nach unserer Kickbox-Klasse.

And thanks to Kim I found another place to get breakfast, drink coffee and most of all get wifi (as if this wouldn’t be everywhere ;)): Morning Brew. We had coffee there spontaneously after Kickboxing class on Monday while we were still were our sports clothes. 

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Und mir ist mal wieder aufgefallen, wie gemütlich man sich hier kleiden kann, ohne, dass man schräg angeguckt wird. Die meiste Zeit trage ich hier meine Trainingsklamotten und mein Bikini ist quasi meine neue Unterwäsche geworden. Vielleicht ist es einfach der „Beach Flair“ und die Mentalität hier, sicherlich spielt auch die Tatsache mit rein, dass ich die meisten Menschen sowieso nicht kenne. Egal warum letztendlich, diese Entspanntheit, einfach mal keine halbe Stunde zu Hause vorm Kleiderschrank zu verbringen, werde ich definitiv in Hamburg vermissen!

Ich hoffe, euch allen geht es gut,
Eure Jenny

And I realized again how comfortable you can dress without anyone caring. I’m wearing my sports clothes most of the time and my bikini is kind if my new underwear. Maybe it’s because the beach is so close or maybe because I don’t know too many people. It doesn’t really matter why but I will definitely miss the time I’m spending in Hamburg in front of my closet.

I hope you all are doing great,
Jenny

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