Discovering my Home Country | Nürnberg

Erstes Wochenende zu Hause = mit meiner lieben Freundin Mascha Nürnberg besuchen.

Nachdem ich ein Stückchen mehr in der Welt herumgekommen war, reizte es mich nun auch mehr, Länder und Städte etwas näher zu Hamburg zu erkunden. Es gibt noch viele Orte in Europa, ja selbst in Deutschland, die ich noch nicht gesehen habe. Man übersieht viel zu schnell die schönen Dinge in seiner Nähe. Nürnberg war der erste Schritt.

First weekend home = visiting Nürnberg with my dear friend Mascha.

After I had traveled the world a bit I got quite excited to discover countries and cities a bit closer to Hamburg. There are still a lot places in Europe and even in Germany which I haven’t been to yet. You tend to overlook the beautiful things close to you way to far. Nürnberg was the first step.

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All good things come to an end

Nach einem erfolgreichen Shopping-Tag in Otavalo ging es mit dem Bus zurück nach Quito – diesmal ohne Verspätungen. Und da waren wir wieder in Quito, wo unsere Rundreise endete. In Quito trafen wir auch Iain wieder, den wir auf unserer Galápagos-Tour kennengelernt hatten.

We took the bus back to Quito after a successful day of shopping in Otavalo, this time without any delays. And so we ended up in Quito again, where our trip had begun. In Quito we also met Iain again, whom we got to know during our Galápagos tour.

DSCN3527Einige Tage blieben uns noch in Ecuadors Hauptstadt und da wir in der ersten Woche schon ziemlich viel gesehen hatten, kannten wir uns schon ein bisschen besser aus. So schlenderten wir drei viel durch die Altstadt, setzten uns hier und da in ein Café oder einen Park und genossen die letzten sonnigen Tage, die wir für eine Zeit lang haben würden. Zu dritt fuhren wir hoch zu der Virgen de Quito – angeblich der einzigen Marien-Statue mit Flügeln. Von dort aus hat man einen großen Ausblick über die Stadt. Auf dem Rückweg nahmen wir den Bus und landeten in einer etwas anderes Ecke als gedacht. Auf unserem Weg zurück in die Altstadt (obwohl wir wahrscheinlich immer noch in der Altstadt waren) kamen wir durch einen großen, überdachten Markt, wo weniger Touristen und mehr Einheimische rumliefen und schnell fanden wir den richtigen Weg zurück.

We had a few days left in Ecuador‘s capital and because we had seen quite a lot during the first week we knew the city a bit better. So we three wandered quite a lot around the old town, rested here and there in a café or one of the parks and enjoyed the last sunny days we would have for a while. One day we took a cap up to the Virgen of Quito – supposedly the only statue of the Virgen Mary with wings. You have a great view of the city up there. On our way back we took the bus and ended up in a bit different place than we thought. Well on our way back to the old town (I guess we were still in the old town though) we came to a big, covered market where there were less tourists and some more natives and soon we found the right ways back.

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Jeden Montag ist bei dem Palacio de Carondelet, dem Präsidentenpalast der Wachwechsel mit anzusehen, der ähnlich wie vor dem Buckingham Palace in London zelebriert wird. Neben einigen Beamten und Schülern winkte uns oben auf dem Palast sogar der Präsident zu.

You can watch the change of guards at the Presidential Palace every Monday, which is a big event and reminds of the Buckingham Palace in London. Even the President of Ecuador was waving next to some guards and students from the top of the palace.

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So gingen auch unsere letzten Tage schnell vorbei und es wurde langsam Zeit heimzufahren. Eigentlich wollten Marieke und ich am selben Tag fliegen. Aber dummerweise hatte ich mich verguckt, sodass wir zwar an dem selben Tag flogen, nur ich früh morgens in der Nacht und Marieke erst abends. Also verabschiedete ich mich von beiden und meine liebe Weggefährten blieb noch eine Nacht länger während ich mich am Abend vorher auf zum Flughafen machte und eine mehr oder weniger unheimliche Taxi-Fahrt erlebte. Im Prinzip passierte gar nichts, nur dass ich so gut wie kein Spanisch spreche und den Taxi-Fahrer nur mäßig bis kaum verstand. Auf die Frage, ob ich den schnellen Weg nehmen wollte, antwortete ich natürlich mit ‘ja‘; warum auch mehr Zeit vertun? Da wusste ich noch nicht, dass der „schnelle Weg“ mitten durch dunkle, verlassene – wie es nachts so ist – Stadtviertel führte, anstatt die Autobahn zu nehmen. Mein mulmiges Gefühl im Bauch wurde noch verstärkt, als der Taxi-Fahrer extra die Türen verriegelte als wir kurz zum stehen kamen. Noch weniger half mir in der Situation, dass ich wahnsinnig Müde war und mir andauernd die Augen zufielen. Ich konnte nur noch hoffen, dass ich rechtzeitig und sicher am Flughafen ankommen würde, was auch so geschah. Ich mache mich immer viel zu schnell verrückt, aber ich war froh, endlich anzukommen.

In this way our last days passed quickly and time came to go back home. Actually Marieke and me wanted to fly back at the same date. But unfortunately I made a mistake and instead I had a really early flight and Mariekes was not before evening. So because my flight was so early I had to go to the airport one day before Marieke and I said good-bye to the two and my dear companion stayed for a night longer in Quito while I had a more or less scary cab ride to the airport. Actually nothing happened except that I cannot speak Spanish and didn‘t really understand the driver. When he asked me if I wanted to take the fast way I said ‘yes‘ of course; why spend more time in the cab? I didn‘t know yet that the „fast way“ went through dark and lonely parts of the city instead of taking the highway. My feeling didn‘t get better when the driver extra locked the doors when we had to stop for a moment. Although the worst thing was that I was extremely tired and my eyelids dropped down the whole time. I could only hope that we would arrive at the airport in time and we did. I‘m always worrying too much but I was happy to be finally at the airport.

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Endlich angekommen… am Flughafen. Plötzlich ging alles wahnsinnig schnell. Alles verlief einwandfrei: der Check-In war ein Klacks, der Flug war pünktlich, ja selbst die Immigration während meines Stopps in Houston war schnell hinter sich gebracht. Ich fühlte mich ein bisschen wie im Delirium. Plötzlich war ich nicht mehr in Ecuador, sondern in den USA. Den Tag hatten wir noch in der Sonne verbracht und plötzlich wartete ich in New York City auf meinen letzten Flug. Der Flug, der mich nach Hause bringen würde.

Nach 102 Tagen nahm meine Reise nun ein Ende. Ich war surfen und bungee jumpen, habe den Blick von den Bergen über Hawaii und die Anden genossen, bin mit Robben, Pinguinen und Haien geschwommen, habe mit TKD angefangen und bin an den wunderschönsten Stränden spazieren gegangen und war an dem friedlichsten Ort der Erde. Aber das ist alles nichts gegen das, was ich von all den wunderbaren Menschen bekommen habe, die mich auf meiner Reise begleitet haben oder die ich dort kennengelernt habe, und ich bin so unendlich dankbar dafür. In Hawaii habe ich ein zweites zu Hause gefunden und Ecuador zusammen mit meiner lieben Marieke war ein großes, buntes und wunderbares Abenteuer. Ich hätte mir keine schöneren 102 Tage vorstellen können und möchte keinen einzigen davon missen.

Finally at the airport… finally? Suddenly everything went so fast. The check in was no problem, the plane was on time, and even the immigration during my stop over in Houston was over quite quickly. I felt a bit delirious. Suddenly I wasn‘t anymore in Ecuador but in the USA again. I had spent the day in the sun and suddenly I was waiting for my last flight in New York City. The plane which would bring me home.

My big trip finally came to an end after 102 days. I went surfing and bungee jumping, enjoyed the view over the mountain ridges in Hawaii and in the Andes in Baños, I swam with see lions, penguins, and sharks, started with TKD and went for a walk at the most wonderful beaches and visited the most peaceful place on earth. But this is nothing against that what I got from all the wonderful people who I traveled with or whom I met during my travels. And I am so endlessly thankful for that. I found a second home in Hawaii. Ecuador was a big, bright and beautiful adventure with my dear Marieke. I couldn‘t have spent any more gorgeous 102 days and I do not want to miss a single one.

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New York war schneebedeckt – der erste richtige Schnee, der mir diesen Winter über den Weg kam. Und mit den Stimmen der Soul- und Tanzgruppe, die auf dem Flughafen in Newark im Rahmen des “Black History Months“ auftrat, machte ich mich auf den Weg zu meinem Flieger; auf den Weg nach Hause.

New York was covered in snow – the first real snow I came across the winter. And with the lovely voices of the soul and dancing company, which performed for the “Black History Month“ at Newark Airport, I made my way to the next flight; my way back home.

Jenny xxx

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Update Week 9

Ein kurzes Update meiner letzten Woche:
Letzten Samstag hat Maja mich mit zu ihrem Pferd genommen. Früh morgens sind wir aufgestanden und zum Stall in der grünen, satten Maunawili Area gefahren. Die ersten Sonnenstrahlen krochen gerade über den O’lomana, alles war noch taubedeckt, die Vögel zwitscherten in den Bäumen. Es ist so idyllisch dort und es war ein guter, entspannter Start in den Tag. Ich habe Maja geholfen, Dejavu zu putzen, bevor sie geritten ist. Deja ist ein wirklich wunderschönes, anmutiges Pferd und ich habe große Lust bekommen, ein bisschen zu reiten wenn ich wieder in Deutschland bin. Das habe ich mir jetzt schon seit einigen Jahren vorgenommen. Anschließend hat Maja mich noch auf einen Tee mit in ihren Salon Allure Hair Studio genommen. Ich habe mich gleich total in das Geschäft verliebt. Es ist so herzlich eingerichtet und erinnert mich sehr an meinen geliebten Götterschnitt in Hamburg.

A short update of my last week:
Last Saturday Maja took me to her horse. We woke up early and went to the stable in the lush Maunawili Area. The sun was rising above O’lomana, everything was still wet, the birds were singing in the trees. It is so peaceful there and it was definitely a good start in the day. I helped Maja with brushing Dejavu before she went riding. Deja is a beautiful horse and I got excited about horseback riding again. I wanted to do that for a long time in Germany, too. Afterwards I had tea with Maja in her Allure Hair Studio. I just love her shop. It is so lovely decorated and remembers me of my beloved Götterschnitt back home in Hamburg.

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Nach einem entspannten Tag in Kailua hat mich Lauren abends abgeholt und ich habe bei ihr übernachtet. Am Sonntag Morgen sind wir wieder früh aufgestanden und zu Laurens Kirche gefahren wo sie mit der Band für die Messe geprobt hat. Ja richtig, mit der Band! Schlagzeug, E-Gitarre – alles war dabei, und dazu Laurens liebliche Stimme. Ein hawaiianischer Lead-Sänger, der Pastor predigte im Hawaii-Hemd. Ist das nicht supercool?
Nach der Messe sind Lauren und ich mit Marissa, einer Freundin von ihr, die für drei Jahre als Krankenschwester auf der Marine Base bei der Kaneohe Bay stationiert ist, zum Makapu’u Lighthouse Trail gefahren. Von daaus sind wir jedoch nicht wie das letzte Mal zum Leuchtturm gewandert, sondern haben uns auf den steilen Pfad hinunter zu den Tidepools begeben. Das Meer war sehr wild an diesem Tag und immer wieder schlugen riesige Wellen gegen die Felsen. Dennoch hat es viel Spaß gemacht, sich in dem doch recht lauen Wasser „abzukühlen“ und den Wellen und einigen Fischern zuzuschauen. Der Abstieg hat sich definitiv gelohnt! Erst als wir wieder oben und auf dem Rückweg zum Auto waren, haben wir bemerkt, dass wir uns ausgerechnet die heißeste Tageszeit, 12 Uhr Mittags, zum hiken ausgesucht hatten. Naja, wir haben’s überlebt. An Sandies und Koko Head vorbei, ging es dann nach Hawaii Kai, wo wir Mochi Ice Cream in allen Geschmacksrichtungen, Mochi Bubble Tea und Ahi Gyros gegessen haben. Natürlich nicht alles zusammen, alles für sich aber sehr gut.

After a relaxed day in Kailua I had a sleepover at Lauren’s house. We woke up early on Sunday, too, and went to Lauren’s church to her rehearsal with the band for the service. Exactly, with the band! Drums, electric guitar – they have everything and Lauren’s lovely voice in top of that. The lead singer is Hawaiian, the pastor was wearing a Hawaii Shirt while he was preaching. Isn’t that super cool?
After the service Lauren and I went to the Makapu’u Lighthouse Trail with Marissa, a friend of Lauren who spends three years as a nurse on the Marine Base on Kaneohe Bay. But we didn’t hike up to the lighthouse like I did the last time. Instead we started to go down the steep path to the tidepools. The ocean was pretty wild and big waves were breaking at the cliffs. But it was a lot of fun to „cool down“ in the warm water and watch some people fishing. The way down was definitely worth it! When we were already on the way back we first noticed that we chose the hottest time of the day, 12 o’clock, to go hiking. Well, we survived. Alon
g Sandies and Koko Head we went to Hawaii Kai where we had Mochi Ice Cream with all kinds of different flavours, Mochi Bubble Tea and Ahi Gyros. Everything was really good but of course not everything together.

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Blowwhole.

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Stephen war am selben Tag ganz in der Nähe beim Makapu’u Beach und hat diese genialen Bilder geschossen:

Stephen went to Makapu’u Beach which is pretty close on the same day and took these amazing pictures:

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Und dank Kim habe ich jetzt auch einen anderen Ort zum Frühstücken, Kaffee trinken und vor allem mit Wifi (als ob es das hier nicht überall gäbe ;)): Morning Brew. Dort saßen wir am Montag Morgen spontan in unseren Sportsachen nach unserer Kickbox-Klasse.

And thanks to Kim I found another place to get breakfast, drink coffee and most of all get wifi (as if this wouldn’t be everywhere ;)): Morning Brew. We had coffee there spontaneously after Kickboxing class on Monday while we were still were our sports clothes. 

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Und mir ist mal wieder aufgefallen, wie gemütlich man sich hier kleiden kann, ohne, dass man schräg angeguckt wird. Die meiste Zeit trage ich hier meine Trainingsklamotten und mein Bikini ist quasi meine neue Unterwäsche geworden. Vielleicht ist es einfach der „Beach Flair“ und die Mentalität hier, sicherlich spielt auch die Tatsache mit rein, dass ich die meisten Menschen sowieso nicht kenne. Egal warum letztendlich, diese Entspanntheit, einfach mal keine halbe Stunde zu Hause vorm Kleiderschrank zu verbringen, werde ich definitiv in Hamburg vermissen!

Ich hoffe, euch allen geht es gut,
Eure Jenny

And I realized again how comfortable you can dress without anyone caring. I’m wearing my sports clothes most of the time and my bikini is kind if my new underwear. Maybe it’s because the beach is so close or maybe because I don’t know too many people. It doesn’t really matter why but I will definitely miss the time I’m spending in Hamburg in front of my closet.

I hope you all are doing great,
Jenny

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Roadtrippin‘

Nach knapp drei Wochen O’ahu wollte ich nun mal eine andere Insel erkunden. Also habe ich mich auf nach Kona auf Big Island gemacht, das jedoch sehr touristisch ist: Unten am Pier tummelt sich ein ABC-Store nach dem anderen, an jeder Ecke gibt es Hawaii-Hemden und Fake-Blumen fürs Haar zu erstehen. Es hat allerdings auch seine guten Seiten: Als ich in Patey’s Place für die ersten zwei Nächte einchecken wollte, war der Dorm Room geschlossen und ich habe für den selben Preis ein Einzelzimmer bekommen. Das nimmt man doch gerne! Hier habe ich auch Jaqueline aus Deutschland kennengelernt, die dort über workaway arbeitet. Mit dieser Internetseite wollte ich ursprünglich auch verreisen – man tauscht ein paar Stunden Arbeit gegen Essen und Unterkunft. Jaqueline befindet sich zur Zeit auf Weltreise: Nepal, Australien, Hawaii, L.A. und, zur selben Zeit wie Marieke und ich, Ecuador! Ihre wunderschönen Fotos sind hier zu sehen. Generell treffe ich hier auf sehr viele Europäer und vor allem Deutsche. Wohnzimmer und Küche habe ich mit Lena aus Tschechien geteilt, die seid zwei Jahren Au Pair in San Francisco macht.

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Nach zwei Nächten war für mich aber klar, dass ich erstmal was anderes sehen möchte und habe mich früh morgens mit dem Bus auf nach Hilo gemacht. Hilo ist eine kleine Hippie-Yoga-Health Food-Stadt mit vielen süßen Cafés und Läden. Hier hat es mir gleich besser gefallen. Im Hilo Bay Hostel bin ich dann auf Elke aus meinem Viertel in Hamburg gestoßen, die ebenfalls in dem Hostel in Kona war. Wie klein die Welt doch ist!

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Schon gleich als ich in Hilo angekommen bin, ist mir sofort dir Tanzschule gegenüber vom Hostel aufgefallen. Kurzerhand habe ich eine Ballett-Stunde bei Center Stage gemacht. Da muss ich erstmal nach Hawaii kommen, um, wie schon seit Langem geplant, Ballettunterricht zu nehmen! Ich habe mich sehr über den Zufall gefreut und viel an dich, meine liebste Mascha, gedacht. Ballett kommt definitiv auf meine Hamburg-Liste – neben Tae-Kwon-Do!

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Leider merkt man schnell, dass man auf Big Island mit dem Bus zwar gut von einer Stadt zur anderen kommt, zu den Stränden und anderen Naturspektakeln aber kaum ohne Auto. Glücklicherweise trifft man hier furchtbar schnell auf viele hilfsbereite Menschen. So hat Marcelo aus Brasilien Karen aus Neuseeland und mich mit an den Black Sand Beach am Waipi’o Valley genommen. Mit offenem Verdeck unter strahlendblauem Himmel und zu brasilianischer Musik ging es auf Richtung Norden. Das Waipio Valley ist wunderschön. Weil man für den steilen Weg zum Strand einen Vierradantrieb braucht, verschlägt es nicht allzu viele ins Tal.

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Karen, mit der ich hier ein Zimmer teile, hat dieses Jahr eine Green Card gewonnen und ist erstmal auf unbestimmte Zeit nach Hawaii gefahren. Ohne Auto teilen wir beide das einigermaßen gleiche Schicksal. Marcelo befindet sich ebenfalls gerade auf Weltreise, nach dem Motto: Wenn an einem Ort die Energie schwindet, wechselt er einfach das Land.

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Am nächsten Morgen habe ich mit meiner ambition family geskypt. Meine Kampfkunstschule hat ihre erste Weihnachtsfeier veranstaltet. Es war wirklich wunderbar wie die Kids sich alle aufeinander geworfen haben, um mit mir zu reden und ich habe mich so sehr gefreut, alle mal wieder zu sehen!

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Später sind wir, Marcelo, Karen und ich, dann zum Mauna Kea gefahren, von Fuß bis Spitze dem höchsten Berg der Welt, achtet man nicht auf den Meeresspiegel. Diesmal noch mit Sam aus San Francisco im Schlepptau. Am Visitor Center auf halber Höhe endete die Tour jedoch vorerst, da der Jeep nicht genug Benzin hatte. Um zurück zu fahren und zu tanken war es jedoch unglücklicherweise für Marcelo zu spät, der am Abend seinen Flug nach Neuseeland hatte. Während er zurück nach Hilo gefahren ist, hat uns ein chinesisches Ehepaar mit auf die Spitze genommen. Die Tour in der Sternwarte haben wir zwar verpasst, aber ich war vor allem wegen dem phänomenalen Sonnenuntergang dort, der selbst die eisige Kälte wieder wett gemacht hat. Eingepackt in unseren wärmsten Sommerklamotten schauten wir dem Sonnenuntergang über den Wolken zu. Selbst als wir unsere Finger nicht mehr spüren konnten.

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Nach unten ging es dann in einem Jeep mit ein paar Kanadiern. Die Straße war kaum noch zu erkennen, überall eine Wand aus dichten Wolken – wirklich abenteuerlich. Nach Hilo haben drei schwedische Mädchen aus dem Hostel Karen und mich wieder mitgenommen. Auch ohne Auto, haben wir es also ins Waipo Valley und, wenn auch auf Umwegen, auf den Mauna Kea geschafft. Everything’s possible!

Eure Jenny

P.S.: Die allerallerliebsten Glückwünsche an meine Riesabel in Hamburg – Das ist dein persönliches Geburtstags-Monster! ;-)

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Blue, blue, blue

Am Wochenende habe ich Suzanne wieder getroffen. Vorher bin ich noch ein bisschen am Honolulu Harbour entlangspaziert. Und habe mich an den Hafen in Hamburg erinnert…
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Der Aloha Tower ist das Wahrzeichen von Honolulu und begrüßte einst als höchstes Gebäude in ganz Hawaii ankommende Schiffe. Inzwischen gibt es zwar längst höhere Gebäude, der Ausblick ist aber trotzdem toll!

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Das Hafenbecken beinhaltet nicht nur Schiffe, auch viele verschiedene exotische Fischarten wie der Kihikihi oder der Humuhumunukunukuapua’a fühlen sich hier heimisch. (Zweiteren kenne ich noch von letztem Mal – seit ich mit fünf Jahren nach vielem Üben den Namen gelernt habe, werde ich ihn wohl nie wieder vergessen!)

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Am Dienstag sind wir dann zur North Shore gefahren, wo Dieter zusammen mit einigen anderen gekited ist.

imageWährenddessen haben die zwei hier am Strand auf mich aufgepasst – einer links von mir, einer rechts.

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Das Fotografieren hat dann doch nicht so gut geklappt… ;-)

Anschließend ging es an der Küste wieder zurück, mit kurzem Stop an der berühmten Pipeline.

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Jenny in Wonderland

Am Wochenende habe ich Suzanne in Honolulu besucht. Mit dem Bus braucht man nur knapp eine Stunde von Kaneohe und sagenhafte 2,50 $ – überhaupt nicht zu vergleichen mit dem Bussystem in Hamburg! Ich musste mich zwar direkt auf die Straße stellen, damit der Busfahrer mich nicht übersieht, und hoffen, dass er auch wirklich anhält und mich nicht über den Haufen fährt, aber der Bus war einigermaßen pünktlich und ich konnte unversehrt einsteigen.

In Honolulu selbst hatte ich noch etwas Zeit, also bin ich kurzerhand ins Ala Moana Shopping Center gegangen. Trotz der offenen Decke, dem warmen Wetter und dem klitzekleinen Fakt, dass wir erst Mitte November haben, war im Einkaufszentrum schon größte Weihnachtsstimmung angesagt. Ich habe es dann aber doch gelassen, Santa meine Wünsche ins Ohr zu flüstern. Meinen größten Wunsch für dieses Jahr, meine Reise, habe ich mir eh schon erfüllt. Stattdessen habe ich Ryan kennengelernt, der mir äußerst kitschigen Schmuck und kleine Holzkästchen verkaufen wollte. Sorry Mama, du bekommst von mir keine Kette mit einem gigantischen hölzernen Delphin-Anhänger mit Perlenauge.

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Schnell wurde es mir aber zu voll und gedrängt und ich bin an den Stadtstrand auf der anderen Straßenseite geflohen. Ich habe mich in den Sand gesetzt und den planschenden Kindern und Familien in der untergehenden Sonne zugeschaut. Auch wenn es nicht der schönste Strand und Honolulu nicht die allerschönste Stadt ist, so war es doch ein sehr wundervoller und friedlicher Moment.

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Suzanne hat mich dann in der Nähe des Shopping Centers abgeholt und mich zu ihrer, wie sie selbst sagt, winzigen Wohnung gefahren. Sie wohnt mit ihrem Mann Roland in einem Condo, einem riesigen Gebäude mit ganz vielen Eigentumswohnungen und gemeinsamen Pool, Fitnessraum, Garage, einfach allem. Suzanne und Roland hatten noch ein paar weitere Freunde zu einem Potluck eingeladen, sodass jeder was zu essen mitgebracht hat. Bis spät in die Nacht haben wir zusammen gesessen und geredet bis sich schließlich einer nach dem anderen aufgemacht hat. Ich selber habe bei Suzanne und Roland übernachtet und wir sind am Sonntagmorgen zusammen in die Kirche gegangen.

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Die Kirche hat in den letzten Jahren so sehr an Gemeinde Mitgliedern gewonnen, dass sie ein Golf Resort, umgeben von dem Koolau Mountain Range, gekauft hat – ein wunderschöner Ort. Der Gottesdienst war auf jeden fall, nun sagen wir… anders. Zumindest anders als jeder Gottesdienst, den ich bisher erlebt habe: Als wir ankamen haben alle schon aus voller Inbrunst gesungen. Die darauf folgende Predigt bestand größtenteils aus einer Geschichte wie der Pfarrer selbst vor einigen Wochen als Gruppenleiter seinen eigenen Flug verpasst hat. Dies hat er so wahnsinnig lustig und enthusiastisch erzählt, dass man fast vergessen konnte, dass man in einer Kirche war. Ich kam mir viel mehr wie in einer Show vor. (Genau genommen war es ja auch gar keine Kirche sonder ein Golf Resort.) Dennoch führte auch die Geschichte auf einen bestimmten Punkt hinaus, es war also doch nicht alles nur Show. Auf jeden fall war es eine fröhliche Versammlung und eine sehr erfrischende und willkommende Abwechslung.

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Später habe ich dann Dieter mit den Drucken, die wir Anfang der Woche schon begonnen hatten, weiter geholfen. Er stellt für eine Yoga-Schule das Sri Yantra, das Ur-Mandala, dar. Dafür hatten wir zunächst nur Quadrate gedruckt. Am Sonntag ging es nun an das Muster. Als Grundfarben hatten wir nur gelb, rot, blau und noch weiß. Allerdings haben sich durch das Mischen neue wunderbare, unabsehbare Farben ergeben. Es hat wirklich Spaß gemacht!

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Der Tag endete mit einem prasselndem Regenschauer – ja, auch in Hawaii kann es regnen, und wie! Als ich nachts aufgewacht bin, strahlte mir dann der Vollmond leuchtend entgegen. Ich komme mir vor wie im Wunderland, um die Worte meiner lieben Freundin Naima wiederzugeben

Mahalo,
Eure Jenny

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Soon, soon

Montag ist es nun soweit:

Am 11.11. um 10.00 Uhr – Kurz vor dem Karnevalsbeginn – geht‘s auf nach Honolulu!

Die ersten Tage werde ich in Kailua bei einem Freund verbringen und mich erst einmal aklimatisieren – danke, Dieter! Für die Zeit danach ist noch nichts fest geplant, ich lasse alles mal auf mich zukommen. Allerdings habe ich viele Kontakte bekommen und ich freue mich schon sehr auf die neuen Bekanntschaften!

Seid August arbeite ich bei dem wunderbaren Kickbox- und Modern Arnis Dojo My ambition. Seit ich hier mit meinen beiden Freundinnen Kyra und Marieke angefangen habe zu trainieren, ist ambition wie eine Familie für mich geworden. Mein letzter Arbeitstag war an Halloween – nach Weihnachten mein Lieblingstag im Jahr. Es war dementsprechend ein sehr schöner und lustiger Abschied mit viel Kuchen und Verkleidungen.

Die Woche habe ich dann mit letzten Erledigungen verbracht, denn irgendetwas findet sich ja immer noch. Ich habe mich auch nach und nach von Freunden und Familie verabschiedet und bin natürlich zum Kickboxen und Modern Arnis gegangen. Auch wenn ich ab November nicht mehr dort gearbeitet habe, habe ich auf jeden fall weiter trainiert. Gestern hatte ich nun auch meine letzte Kickbox-Stunde vor meiner Reise. Ich muss mich erstmal daran gewöhnen, nicht mehr jeden Tag da zu sein. Vielen Dank für die vielen wunderbaren Momente. Ich freue mich schon wieder auf den März, wenn ich wieder bei ambition arbeite!

Danke, danke auch für das wunderschöne Abschieds-Plakat und die lieben Glückwünsche! Mittlerweile sind viele weitere Unterschriften hinzu gekommen :)

Heute bin ich mit meinem Vater noch einen Tag lang durch Hamburg gelaufen. Wir waren auf dem Michel, haben Banksys Bomb Hugger betrachtet und waren im Museum für Kunst und Gewerbe. Dort haben wir uns The Art of Rocket & Wink und die alte Spiegel-Kantine im Pop-Art-Stil angesehen. Der Höhepunkt war allerdings Steve McCurrys Ausstellung Overwhelmed by life. Soviel Ausdruck und Gefühl sieht man selten auf Fotos. Zum Abschluss am Abend dann noch Dark Side of the Moon von Pink Floyd im Planetarium – ein sehr schöner Tag und ein gebührender Abschied von Hamburg!

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So sehr ich mich auch auf Hawaii freue, ich werde Hamburg und euch alle unglaublich doll vermissen!

Bis bald,

Eure Jenny