Impresiones de Ecuador

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All good things come to an end

Nach einem erfolgreichen Shopping-Tag in Otavalo ging es mit dem Bus zurück nach Quito – diesmal ohne Verspätungen. Und da waren wir wieder in Quito, wo unsere Rundreise endete. In Quito trafen wir auch Iain wieder, den wir auf unserer Galápagos-Tour kennengelernt hatten.

We took the bus back to Quito after a successful day of shopping in Otavalo, this time without any delays. And so we ended up in Quito again, where our trip had begun. In Quito we also met Iain again, whom we got to know during our Galápagos tour.

DSCN3527Einige Tage blieben uns noch in Ecuadors Hauptstadt und da wir in der ersten Woche schon ziemlich viel gesehen hatten, kannten wir uns schon ein bisschen besser aus. So schlenderten wir drei viel durch die Altstadt, setzten uns hier und da in ein Café oder einen Park und genossen die letzten sonnigen Tage, die wir für eine Zeit lang haben würden. Zu dritt fuhren wir hoch zu der Virgen de Quito – angeblich der einzigen Marien-Statue mit Flügeln. Von dort aus hat man einen großen Ausblick über die Stadt. Auf dem Rückweg nahmen wir den Bus und landeten in einer etwas anderes Ecke als gedacht. Auf unserem Weg zurück in die Altstadt (obwohl wir wahrscheinlich immer noch in der Altstadt waren) kamen wir durch einen großen, überdachten Markt, wo weniger Touristen und mehr Einheimische rumliefen und schnell fanden wir den richtigen Weg zurück.

We had a few days left in Ecuador‘s capital and because we had seen quite a lot during the first week we knew the city a bit better. So we three wandered quite a lot around the old town, rested here and there in a café or one of the parks and enjoyed the last sunny days we would have for a while. One day we took a cap up to the Virgen of Quito – supposedly the only statue of the Virgen Mary with wings. You have a great view of the city up there. On our way back we took the bus and ended up in a bit different place than we thought. Well on our way back to the old town (I guess we were still in the old town though) we came to a big, covered market where there were less tourists and some more natives and soon we found the right ways back.

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Jeden Montag ist bei dem Palacio de Carondelet, dem Präsidentenpalast der Wachwechsel mit anzusehen, der ähnlich wie vor dem Buckingham Palace in London zelebriert wird. Neben einigen Beamten und Schülern winkte uns oben auf dem Palast sogar der Präsident zu.

You can watch the change of guards at the Presidential Palace every Monday, which is a big event and reminds of the Buckingham Palace in London. Even the President of Ecuador was waving next to some guards and students from the top of the palace.

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So gingen auch unsere letzten Tage schnell vorbei und es wurde langsam Zeit heimzufahren. Eigentlich wollten Marieke und ich am selben Tag fliegen. Aber dummerweise hatte ich mich verguckt, sodass wir zwar an dem selben Tag flogen, nur ich früh morgens in der Nacht und Marieke erst abends. Also verabschiedete ich mich von beiden und meine liebe Weggefährten blieb noch eine Nacht länger während ich mich am Abend vorher auf zum Flughafen machte und eine mehr oder weniger unheimliche Taxi-Fahrt erlebte. Im Prinzip passierte gar nichts, nur dass ich so gut wie kein Spanisch spreche und den Taxi-Fahrer nur mäßig bis kaum verstand. Auf die Frage, ob ich den schnellen Weg nehmen wollte, antwortete ich natürlich mit ‘ja‘; warum auch mehr Zeit vertun? Da wusste ich noch nicht, dass der „schnelle Weg“ mitten durch dunkle, verlassene – wie es nachts so ist – Stadtviertel führte, anstatt die Autobahn zu nehmen. Mein mulmiges Gefühl im Bauch wurde noch verstärkt, als der Taxi-Fahrer extra die Türen verriegelte als wir kurz zum stehen kamen. Noch weniger half mir in der Situation, dass ich wahnsinnig Müde war und mir andauernd die Augen zufielen. Ich konnte nur noch hoffen, dass ich rechtzeitig und sicher am Flughafen ankommen würde, was auch so geschah. Ich mache mich immer viel zu schnell verrückt, aber ich war froh, endlich anzukommen.

In this way our last days passed quickly and time came to go back home. Actually Marieke and me wanted to fly back at the same date. But unfortunately I made a mistake and instead I had a really early flight and Mariekes was not before evening. So because my flight was so early I had to go to the airport one day before Marieke and I said good-bye to the two and my dear companion stayed for a night longer in Quito while I had a more or less scary cab ride to the airport. Actually nothing happened except that I cannot speak Spanish and didn‘t really understand the driver. When he asked me if I wanted to take the fast way I said ‘yes‘ of course; why spend more time in the cab? I didn‘t know yet that the „fast way“ went through dark and lonely parts of the city instead of taking the highway. My feeling didn‘t get better when the driver extra locked the doors when we had to stop for a moment. Although the worst thing was that I was extremely tired and my eyelids dropped down the whole time. I could only hope that we would arrive at the airport in time and we did. I‘m always worrying too much but I was happy to be finally at the airport.

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Endlich angekommen… am Flughafen. Plötzlich ging alles wahnsinnig schnell. Alles verlief einwandfrei: der Check-In war ein Klacks, der Flug war pünktlich, ja selbst die Immigration während meines Stopps in Houston war schnell hinter sich gebracht. Ich fühlte mich ein bisschen wie im Delirium. Plötzlich war ich nicht mehr in Ecuador, sondern in den USA. Den Tag hatten wir noch in der Sonne verbracht und plötzlich wartete ich in New York City auf meinen letzten Flug. Der Flug, der mich nach Hause bringen würde.

Nach 102 Tagen nahm meine Reise nun ein Ende. Ich war surfen und bungee jumpen, habe den Blick von den Bergen über Hawaii und die Anden genossen, bin mit Robben, Pinguinen und Haien geschwommen, habe mit TKD angefangen und bin an den wunderschönsten Stränden spazieren gegangen und war an dem friedlichsten Ort der Erde. Aber das ist alles nichts gegen das, was ich von all den wunderbaren Menschen bekommen habe, die mich auf meiner Reise begleitet haben oder die ich dort kennengelernt habe, und ich bin so unendlich dankbar dafür. In Hawaii habe ich ein zweites zu Hause gefunden und Ecuador zusammen mit meiner lieben Marieke war ein großes, buntes und wunderbares Abenteuer. Ich hätte mir keine schöneren 102 Tage vorstellen können und möchte keinen einzigen davon missen.

Finally at the airport… finally? Suddenly everything went so fast. The check in was no problem, the plane was on time, and even the immigration during my stop over in Houston was over quite quickly. I felt a bit delirious. Suddenly I wasn‘t anymore in Ecuador but in the USA again. I had spent the day in the sun and suddenly I was waiting for my last flight in New York City. The plane which would bring me home.

My big trip finally came to an end after 102 days. I went surfing and bungee jumping, enjoyed the view over the mountain ridges in Hawaii and in the Andes in Baños, I swam with see lions, penguins, and sharks, started with TKD and went for a walk at the most wonderful beaches and visited the most peaceful place on earth. But this is nothing against that what I got from all the wonderful people who I traveled with or whom I met during my travels. And I am so endlessly thankful for that. I found a second home in Hawaii. Ecuador was a big, bright and beautiful adventure with my dear Marieke. I couldn‘t have spent any more gorgeous 102 days and I do not want to miss a single one.

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New York war schneebedeckt – der erste richtige Schnee, der mir diesen Winter über den Weg kam. Und mit den Stimmen der Soul- und Tanzgruppe, die auf dem Flughafen in Newark im Rahmen des “Black History Months“ auftrat, machte ich mich auf den Weg zu meinem Flieger; auf den Weg nach Hause.

New York was covered in snow – the first real snow I came across the winter. And with the lovely voices of the soul and dancing company, which performed for the “Black History Month“ at Newark Airport, I made my way to the next flight; my way back home.

Jenny xxx

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Oh-oh-Otavalo

Oh je, die Zeit vergeht wie im Flug und ich komme gar nicht mehr hinterher, über alles zu berichten. Aber auch in Puerto Lopez endete unsere Reise Anfang des Jahres durch Ecuador noch nicht. Als nächstes stand das kleine Städtchen Otavalo, nördlich von Quito auf dem Plan. Bekannt ist Otavalo vor allem für seinen großen, farbenfrohen Markt. Besonders an Wochenenden erreicht er riesige Ausmaße, was wir uns nicht entgehen lassen wollten.

Oh boy, time goes by so fast and there is still so much to report about. But our trip to Ecuador at the beginning of this year didn‘t end in Puerto Lopez. We wanted to stop next in the small town Otavalo, northern to Quito. Otavalo is famous for its huge, colourful market, which becomes extra big during the weekends, and which we didn‘t want to miss.

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Unsere Anreise verzögerte sich allerdings um so einiges, sodass wir nicht wie geplant am frühen Abend, sondern am frühen Morgen ankamen. Am sehr frühen Morgen – um genau zu sein um drei Uhr nachts. Als wir nach einer rund zwölfstündigen Fahrt endlich in Quito ankamen, fuhren an dem Busbahnhof dort zunächst keine Busse mehr nach Otavalo. Nach längerem Warten und mehrfachem Anstellen in verschiedenen Schlangen, wurde dann doch noch eine Möglichkeit für uns und die vielen anderen Menschen, die ebenfalls dorthin wollten, gefunden. Also ging es einmal quer durch die Stadt zu einem anderen Busbahnhof. Dort angekommen waren Schalter fast alle Schalter geschlossen, doch zu unserem Glück fanden wir bald den Richtigen geöffnet. Ein Busticket nach Otavalo wurde gekauft und in der mittlerweile nächtlichen Kühle gewartet. (Es war so „kühl“, dass wir uns all unsere wärmsten Sachen übereinander anziehen mussten.) Nur noch zwei Stunden im Bus, dann würden wir endlich in Otavalo sein. Dachten wir uns.

Dank dem zuvorkommenden Busfahrer, der mit keinem einzigen Wort die Haltestelle ankündigte, fuhren wir prompt dran vorbei und so wären wir womöglich noch lange gefahren, wäre nicht bald die Endstation gekommen. Was gibt es schöneres, als mitten in der Nacht in einer wildfremden Stadt in Ecuador zu sein, ohne zu wissen, wo sich diese genau befindet? Bestimmt nicht nachts in einer fremdem Stadt rumzulaufen und kein Hostel zu finden. In genau dieser Situation befanden wir uns jedoch, als wir uns ein Taxi “zurück“ nach Otavalo genommen hatten. Denn inzwischen waren es so spät, dass sämtliche Hostals schon geschlossen hatten. Wir hatten uns schon damit abgefunden, die Nacht auf dem Marktplatz durchzumachen, als wir doch noch zufällig auf eins mit 24-Stunden-Rezeption stießen – unsere Rettung! So konnten wir wenigstens noch ein paar Stunden Schlaf bekommen.

But our journey to Otavalo got unexpectedly long so that we didn‘t arrive before morning the next day instead of the early evening. We arrived veeery early – rather at 3 am. When we finally arrived in Quito after a twelve-hour bus ride there were no busses to Otavalo anymore. We had to wait for a while but luckily they found another bus for us and the many other people, who wanted to go there as well. Therefore we had to take another bus to get to the other side of the city. But when we arrived there all the counters were shut. Luckily – again – the right one opened soon. We bought a ticket and had to wait – again – during the night got colder and colder. (It got so cold that we had to take all of our warmest clothes and put them on in layers.) Only two hours left in the bus and we would finally arrive in Otavalo. At least that‘s what we thought.

Thanks to the friendly bus driver, who didn‘t announce a single stop, we passed the right one. We would have stayed in the bus probably a long time if the last stop wasn‘t too far. What is nicer than wandering around a town in Ecuador you do not know at all in the middle of the night without knowing exactly where you are? Definitely not wandering around a town you don‘t know without finding a hostel. But this was the exact situation we were in after we took a cap “back“ to Otavalo. Because meanwhile it was too late for all the hostels to be open. We were seeing us already spending the night on the marketplace when we incidentally found one that was open 24 hours – our saving! So at least we could gather some hours of sleep.

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Am nächsten Morgen machten wir uns zu dem großen Tiermarkt auf, um uns das Spektakel einmal anzuschauen. Schnell wurde uns der Anblick der dürren, zusammengepferchten Tiere jedoch zu viel. Das hatte ich mir dann doch etwas anders vorgestellt.

On the next morning we went to see the big animal market. But soon we had enough of seeing the skinny, penned up animals. We thought we would be a lot different.

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Dafür war ist Handwerksmarkt in Otavalo umso schöner – ein Meer aus Farben erstreckt sich über der Stadt, in allen Straßen, wo man nur hinschaut, sind Stände mit allem was das Herz begehrt. Von Schmuck aller Art, Stiefeln, Decken, Hängematten… Alles war einfach so schön und farbenfroh! Den halben Tag verbrachten wir damit, durch die Straßen zu bummeln und Dinge für unsere Liebsten und uns zu erwerben. Dann ging es wieder zurück nach Quito, der letzten Station auf unserer Reise.

 In return the craft market was even nicer – bright colours across the whole town, in every street people sell everything that you can imagine. You can buy jewellery, boots, blankets, hammocks, everything… And everything was so bright and beautiful! We spend half of the day walking in Otavalo and buying things for our loved ones and us. After that we went back to Quito, the last stop on our trip. 

Jenny xxx

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Back to Reality

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Von den Galápagos Inseln ging es also zurück nach Guayaquil. Von dem friedlichsten Ort der Welt in die größte Stadt Ecuadors – größere Gegensätze hätte es nicht geben können! Als wir aus dem Taxi auf die lautbefahrene Straße stiegen, traf es uns wie ein Schlag – so viele Autos, so viele Menschen, so viel Lärm. Es war einfach alles zu viel. Dafür aber kaum Natur, nur eine große, neue Promenade entlang des versifften Flusses, von freilaufenden Tieren ganz zu schweigen. Anstelle der sauberen Sandstrände trat verdreckter Asphalt. Ich war den Tränen nah, so elendig war mir zu mute von diesem Kulturschock.

Eventually we went from the Galápagos Islands back to Guayaquil. From the most peaceful place in the world to Ecuador’s biggest city – there couldn’t have been any bigger opposites! Getting out oft he cab was like getting slapped in the face – so many cars, so many people, so much noise. Everything was just way too much. Therefore there was almost no nature, just a huge, new promenade along the raunchy river, not to mention that there were no wild animals at all. Instead of long, clean sandy beaches there was just dirty asphalt. I felt so miserable by this cultural shock I had to fight back my tears.

DSCN3353 DSCN3375 DSCN3373 Schnell checkten wir in unserem gebuchten Hostel ein. Wenigstens damit hatten wir Glück: Direkt am Fluss Malecón, sauber und gemütlich, mit lauter kleinen Sitzecken und Hängematten. Abgesehen von der mehr oder weniger erfolgreichen Suche nach etwas Vegetarischem zu essen verließen wir diesen kleinen Rückzugsort an diesem Tag nicht mehr. Es glich schon fast einer Oase über all diesem Lärm. Wäre da nicht das Wifi gewesen. Sobald ich mein Handy verbunden hatte überkam mich gleich der zweite Schock: 16 Mails, 13 Whats App-Nachrichten, 16 Snapchats und weit über 100 facebook-Nachrichten. Ich war schlichtweg überfordert, nachdem wir eine Woche lang kein Handyempfang, noch Internetzugang hatten. Viel zu schnell wurden wir aus der Idylle der letzten Woche zurück in die Realität gerissen. Unsere Endscheidung war glasklar: Hier bleiben wir nicht noch eine Nacht länger. Wir wollten eh schnell weiter an die Küste, um alles zu schaffen, denn mittlerweile waren insgesamt schon über zwei Wochen vergangen. Halbzeit unserer Reise durch Ecuador war verstrichen.

We escaped to the hostel that we had booked before and quickly checked in. At least we were lucky with this: It was directly at the river Malecón, clean and cosy with lots of lounges and hammocks. We only left our little retreat place when we went to look for some vegetarian food on that day, which worked out more or less. It almost equalled an oasis above all this noise. If there wouldn’t have been any wifi. As soon as I had connected my phone I was shocked for the second time: 16 mails, 13 whats app massages. 16 snapchats and far over 100 facebook messages. I was completely overstrained after we had lived without any working phones or internet for the last whole week. We were pulled out of the last week’s idyll and got pushed back into reality way to fast. Our decision was crystal clear: We are not staying one more night. Actually we wanted to go quickly to the coast anyways to see everything we wanted in time because meanwhile we were traveling together for over two weeks. The first half of our trip was already over.

DSCN3343 DSCN3345Wir nahmen uns also vor, am nächsten Nachmittag den Bus Richtung Küste, zurück ans Meer, zu nehmen. Vorerst trafen wir jedoch noch Emma, die wir aus Hamburg kennen und die in Guayaquil gerade ein Auslandsjahr verbringt. Zusammen fuhren wir in die farbenfrohe Altstadt, schlenderten am Malecón entlang, tranken Orangensaft aus riesigen Bechern und aßen Kuchen bei Sweet and Coffee, einer Starbucks-ähnlicher Kette mit einer riesigen Auswahl an süßen, klebrigen Torten und Törtchen. Es war so schön, Emma nach so langer Zeit wieder zu sehen und wir hatten so viel Spaß, dass wir Guayaquil fast um uns herum vergaßen. Umso mehr schwärmten wir von Galápagos, wo Emma auch bald hinfahren würde. Nach diesem freudigen Wiedersehen setzten wir uns nachmittags in den Bus und auf ging’s nach Puerto Lopez

So we decided to take the bus to the coast, back to the sea, the next afternoon. But before we met up with Emma whom we know from Hamburg and who is spending a year abroad in Guayaquil. We went to the colourful old town, walked along the Malecón, drank orange juice from huge cups and ate cake at Sweet and Coffee, a Starbucks like chain with loads of sweet and sticky tarts and tartlets. It was so nice to see Emma again after such a long time and we had so much fun that we almost forgot Guayaquil around us. All the more we talked about Galápagos where Emma would go soon as well. After this happy reunion we got on the bus and off we went to Puerto Lopez

IMG_2900 DSCN3352DSCN3351IMG_2899 IMG_2779 DSCN3336Ihr seht, selbst der schlimmste Aufenthalt kann zu einer Freude werden, ist man nur mit den richtigen Menschen umgeben!

You see, even the worst stay can get a real pleasure if you’re around the right people!

Have a great week! Jenny

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The most Peaceful Place on Earth II

Das zweite Erlebnis, von dem ich euch berichten wollte, waren definitiv die Galápagos Pinguine! Besonders einer hatte es uns angetan. Während einer weiteren Schnorchelrunde entdeckten wir einen der Pinguine ganz nah auf einem Stein hocken. Nachdem er sich ein wenig geputzt hatte, watschelte er vorsichtig zum Rand und ließ sich ins Wasser plumpsen. Aber anstatt blitzschnell wegzuschwimmen wie all die anderen, paddelte er gemächlich vor sich hin und ließ uns eine ganze Weile lang mit ihm mitkommen, wir ganz aufgeregt hinterher. Ich war in meinem leben nie verzauberter – wir sind mit einem Pinguin zusammen geschwommen! Ich kann es immer noch kaum glauben, den ganzen Tag und die ganze Woche noch quietschten wir vergnügt vor uns hin. Hier könnt ihr unseren Pinguin sehen. Am Abend ging es dann auf einen kleinen Berg (oder mehr einem Hügel), um den Sonnenuntergang über dem Pinnacle Rock zu beobachten. Was für ein perfekter Tag! (Abgesehen davon, dass auf Galápagos jeder tag perfekt war.)

The second experience I was talking about were definitely the Galápagos Penguins! Especially one had taken a shine on us. During another round of snorkelling, we discovered one of the penguins sitting on top of a small rock right beside us. After he had cleaned himself a bit, he toddled carefully to the edge and jumped into the water. But instead of swimming away fast, like most of the others do, he swam leisurely and completely unhurried and aloud us to go with him for quite a long time. So we started to follow him super-duper excited. I hadn‘t experienced such joy in my entire life – we were swimming with a penguin! It‘s still hard to believe and we were squeaking happily for the rest of the day, the whole week long. You can watch our penguin here .In the evening, we went up a small hill to watch the sun set behind the Pinnacle Rock. It was such a perfect day! (Although every day in Galápagos was perfect.)

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Pinnacle Rock

DSCN3086 DSCN3093 DSCN3084 Zu meinem liebsten Ort zählt definitiv eine kleine von Seehunden besiedelte (wie kann es auch anders sein?) Sandbank. Türkisfarbenes Wasser, weißer Sand, überall Robbenbabys und über all dem ein strahlendblauer Himmel und die untergehende Sonne – was möchte man mehr?

One of my favourite places was definitely a small sand bar with a sea lion colony (what else to expect?). What else can one want on top of turquoise water, white sand, and sea lion puppies everywhere and the setting sun shining above this beautiful scenery on a bright blue sky?

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Walskelett // Skeleton of a wale

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Während der Mittagspause lagen alle meist träge an Deck rum, lasen oder dösten. Einmal konnten wir sogar von Deck ins Wasser springen, als wir an einer ausreichend tiefen Stelle ankerten. Zugebenermaßen hatte ich davor mehr Angst als vorm Bungee Jumping. Fragt mich nicht, warum. Und jeden Abend fielen wir todmüde in unsere Kojen, so viel haben wir erlebt und gesehen. Und ich könnte noch endlos weiterschreiben!

During the lunch breaks we all were usually lying lazy on deck, reading or dozing. One time we could even jump from the top into the water while we were anchoring at a spot that was deep enough. To be honest I was more scared to jump from the deck than to go bungee jumping. Don‘t ask why. And every evening we fell straight into our bunks, we were too exhausted from all the things we had done and seen. And I could go on and on with writing and never come to an end! 

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Mit unserer kleinen Reisegruppe hatten wir ebenfalls richtiges Glück. Natürlich kann man sich auf so engem Raum leicht mal auf den Fuß treten, aber alle waren einfach gut gelaunt und entspannt. Abends saßen wir oft noch lange unter dem klaren Sternenhimmel, der zugegebenermaßen selbst den über Hawaii übertrifft, hörten Musik, aßen Kekse und diskutierten lange und ausgiebig darüber, welches die fünf besten Disney Filme wären, während das Boot eher weniger leise durch die schwarze Nacht glitt. Hier meine Top 5:

Also, we were really lucky with our little group of ten. Of course you can get annoyed easily when you‘re living together on such small space but everyone was just happy and relaxed. At night we often sat underneath the starlit sky (which even beats the one on Hawaii although this is hard to believe), listening to music, eating cookies and discussing which are the five best Disney’s movies. These are my top 5:

1) Das Dschungelbuch // The Jungle Book

2) Arielle die Meerjungfrau // The little Mermaid

3) Alice im Wunderland // Alice in Wonderland

4) Der König der Löwen // The Lion King

5) Susie und Strolch // Lady and the Tramp

We are crabs! ;-)

We are crabs! ;-)

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Neben uns tauchten dann plötzlich riesige Mantarochen auf oder wir wurden ein Stück weit von Schwärmen von Fregattvögeln begleitet. Es war wie in einem Wunderland. Und dazu noch so gut wie gar kein Kontakt zur Außenwelt, was wunderbar erholsam war! Als die acht Tage rum waren, fiel der Abschied dann doch schwer. An unserem letzten Abend vergaßen wir so sehr die Zeit, dass Marieke und ich beschlossen, die letzten zwei Stunden unter freiem Himmel zu schlafen (was uns allerdings dann doch zu frisch wurde).

While the boat was floating less quietly through the evening sun you could sometimes see giant Manta rays that were suddenly jumping out of the water or there were swarms of frigate birds, which were following us for, a bit. It was like in wonderland. And on top we had no contact to the rest of the world, which was really recreative indeed! So you can imagine that saying goodbye didn‘t feel too easy after these eight days. We even forgot the time the night before we left, so that Marieke and me decided to spend the last two hours sleeping outside (but after all we got a bit cold and went back inside again).

IMG_2876 DSCN3021 DSCN2928Wieder an Land holte uns dann doch die Landkrankheit ein, so ungewohnt war es, wieder länger auf festem Boden zu stehen. Waren wir, von ein paar kleinen Ausnahmen abgesehen, ganz gut ohne schwere Seekrankheit ausgekommen, wurde uns doch etwas schummerig, als wir zum Abschluss die ältesten Riesenschildkröten im Charles Darwin Forschungszentrum besichtigten. Aber auch das war bald vergessen, spätestens als wir diese von uns so geliebten Inseln endgültig verlassen mussten. Es war tatsächlich, ohne Übertreibung wie ein Auslug ins Paradies und diese Woche übertrifft fast alles andere, was ich bisher gemacht habe! Die Galápagos Inseln sind wirklich der friedlichste Ort auf der Erde und ich bin unendlich dankbar, dass es mir möglich war, diesen Ort zu besuchen und ein wenig diese faszinierende Welt zu erleben und zu entdecken!

During that time it got so unfamiliar to stand on solid ground that we got sick when we got back to land. Despite some little exceptions we didn‘t get really sea sick but when we were visiting the oldest tortoises in the Charles Darwin Research Station we did get dizzy. But this, too, was forgotten fast at least when we finally had to leave these beautiful islands. Without going over the top, it was like a trip to paradise and this one week beats everything I have ever experienced so far! The Galápagos Islands are indeed the most peaceful place on earth and I am endlessly thankful that I was able to visit it and to see and experience a bit of this fascination world!

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Ich denke, es ist nicht schwer nachzuvollziehen, warum mir dieser Post nicht allzu leicht gefallen ist. Aber durch das Schreiben erinnere ich mich immer wieder an mehr und mehr Einzelheiten und erfreue mich erneut an meiner und unserer Reise. Vor allem eins kann ich allen nur wärmstens ans Herz legen: Falls ihr jemals nur irgendwie die Chance habt, Galápagos zu besuchen, ergreift sie – so etwas erlebt man nicht alle Tage!

I would say it‘s not hard to imagine why it wasn‘t too easy to write this post. But while writing I remember more and more details every time and I feel happy about my travels again and again. I can only recommend the following warmly: If you ever get to have the chance of going to the Galápagos Islands in any ways, take it – it‘s a once in a lifetime experience!

Jenny

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The most Peaceful Place on Earth I

Je mehr ich über meine Reise berichte, desto mehr reflektiere ich meine gesammelten Erfahrungen. Im Nachhinein noch einmal die ganzen Fotos durchzugehen bringt viele Erinnerungen hoch – Ich durchlebe meine Reise fast ein zweites Mal. Nun folgt ein Abschnitt meiner Reise, an den ich besonders gerne, aber auch mit viel Wehmut zurück denke, weswegen ich bislang auch so damit gehadert, darüber zu schreiben:

The more I write about my travels the more I reflect my experiences. Looking through all the photos there are a lot of memories that are coming up again – I am undergoing my trip almost for a second time. The next part of my trip is one I like to think back a lot but it makes me a bit melancholic, too. That’s also the reason why I was hesitating a bit with writing about this particular week:

Sea Iguana

Sea Iguana

Galápagos. 98% Naturschutzgebiet mitten im Pazifik und der wohl friedlichste Ort auf Erden. Acht Tage durften wir auf diesen wunderbaren, unberührten Inseln verweilen, auf einem kleinen Schiff, umgeben von den herrlichsten Tieren in freier Wildbahn. Acht Tage ohne jegliche Verbindung zur restlichen Welt, kein Handy, kein Internet. Nur die Crew, unsere kleine Reisegruppe, die Tiere und wir. Ein unglaubliches Erlebnis, dass ich meinen Lebtag nicht vergessen werde!

Galápagos. 98% National Park in the middle of the Pacific Ocean and perhaps the most peaceful place on earth. We were aloud to spend eight days on a small boat surrounded by the most magnificent, wild animals on these wonderful, untouched Islands. Eight days without any contact to the rest of the world, no cell phone, no Internet. Only the crew, our little group, the animals and Marieke and me. An incredible experience that I will never forgot in my entire life!

Aber fangen wir von vorne an: Schon ganz am Anfang, als wir anfingen, ganz wage den Gedanken auszusprechen und langsam die Idee entstand, zusammen durch Ecuador zu reisen, stand für uns fest, dass die Galápagos-Inseln unbedingt in unsere Pläne miteinfließen mussten. Nach unserem Zusammentreffen in Quito fingen wir auch gleich damit an, nach Angeboten zu recherchieren. Wieso erst so spät? Wir entschlossen uns dazu, eine Rundreise auf einem kleinen(!) Cruise-Schiff zu buchen und Last-Minute-Angebote sind in dem Fall oft am preisgünstigsten. Bald war auch ein Schiff gefunden und nach einigen Verzögerungen alles gebucht. Von Cuenca aus ging es nach Guayaquil, von wo aus wir am nächsten Tag nach Baltra fliegen würden. Am Flughafen wurde unser Gepäck extra untersucht, denn um die dort beheimateten Arten zu schützen, darf man weder Lebensmittel, Pflanzen noch Tiere auf das Archipel mitnehmen. Alles war schnell erledigt, nur das Flugzeug ließ auf sich warten. Nach über einer Stunde Verspätung, saßen wir dann endlich gespannt im Flieger.

But let’s start from the beginning: We already wanted to go to the Galápagos Islands in the very beginning, when we both started to think about traveling together to Ecuador. After we met in Quito we started immediately to look for offers. Why did we do that so late? Well, we wanted to go on a Cruise on a small(!) ship and last-minute offers are often way cheaper. Soon we had found a boat and after some delays everything was finally booked. So we went from Cuenca to Guayaquil where we would take the flight to Baltra on the next day. Our luggage was double checked at the airport because it’s not aloud to take any food, seeds, plants or animals to the islands to save the native species. Finally, after a one-hour delay, we sat super excited in our seats on the plane.

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Ein klitzekleines bisschen sorgte ich mich schon, dass das Schiff ohne uns abfahren würde, aber als wir in Baltra ankamen, stellten wir mit Freude fest, dass wir die ersten waren, da alle anderen ebenfalls verspätet ankamen. Um noch etwas vom Tag zu haben, wurden wir von verschiedenen Guides und Taxi-Fahrern auf die größere Nachbar-Insel Santa Cruz und nach Puerto Ayora, der größten Stadt (die auch nicht wirklich groß ist) geglotzt, wo unser Schiff New Flamingo II vor Anker lag. Unser eigener Guide musste selbst noch am Flughafen auf die letzten Verspäteten warten. An diesem Tag sahen wir noch Riesenschildkröten und eine kleine Lava-Röhre. Abends am Hafen hatten wir gleich schon die nächsten Begegnungen mit den einheimischen Tieren. Bevor wir am Abend ablegten, fielen Marieke und ich erschöpft, aber glücklich in unsere Kojen. Am nächsten Tag erfuhren wir dann, dass wir erst einige Stunden später los gefahren waren, da der Kapitän verschlafen hatte – soviel zu der von unserem Guide angepriesenen Pünktlichkeit auf Galápagos. ;-)

I was a tiny bit worried that the boat would leave without us. But when we arrived on Baltra we realized that we were the first ones because all the others were delayed as well. Several different guides and taxi drivers guided us to the biggest City Puerto Ayora on Santa Cruz, which is located right next to Baltra, where our ship New Flamingo II was anchored. Our actual guide had to wait at the airport for the last ones of our group. On the same day we got to see giant tortoises and a small lava tube. And in the evening we met the next native animals at the harbour. Later, Marieke and me fell exhausted but happy into our bunks before we even left Puerto Ayora. In the next morning we found out that the ship had started some hours delayed – that much to the alleged promptitude on Galápagos. ;-)

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In den nächsten Tagen fuhren wir von Insel zu Insel, oft auch zu zwei verschiedenen an einem Tag, und jede war anders. Zweimal täglich ging es an Land und zum Schnorcheln. Dabei sahen wir die verschiedensten Tiere: Von zig verschiedenen Vogelarten, darunter auch Pelikane, Flamingos und die bekannten Blue-footed Boobies, zu den buntesten Fischarten. Und überall Iguanas und Robben.

In the next days we went from island to island and often visited two on the same day. And each single one was different to the others. We had two landings and went two times snorkelling a day. In this way we got to see loads of different animals: From plenty of different bird species, among Pelicans, Flamingos and the famous Blue-footed Boobies to the brightest fish. And on top there were Iguanas and Sea Lions everywhere.

Pelican

Pelican

Galápagos Lava Lizard

Galápagos Lava Lizard

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Darwin Fink

Darwin Fink

Möwen // Sea Gulls

Möwen // Sea Gulls

Land Iguana

Land Iguana

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Blue-footed Booby

Blue-footed Booby

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Sea Lion

Sea Lion

Flamingo

Flamingo

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Lava-Feld // Lava field

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Im Wasser kommt man sich vor wie in einem Aquarium, links und rechts schwimmen die exotischsten Fische an einem vorbei, ohne sich auch nur die Bohne zu scheren. Unter Wasser war es wie in einer anderen Welt, denn wir konnten nicht nur Fischschwärme noch und nöcher bestaunen, sondern auch Haie, Schildkröten und Rochen. Hier könnt ihr einen kleinen Einblick von Tenille und Micheal, ebenfalls Teil unserer Truppe, bekommen, wie es ist, mit einem Hai zu schwimmen. Die beiden berichten auf ihrem Blog Fork It, Let’s Travel! über ihrer Weltreise und sind zur Zeit in Vietnam.

Being under water is like swimming in an aquarium. There are loads of exotic fish swimming right next to you without even caring. It was like an entire new world; there weren’t only fish over and over but also sharks, turtles and rays. You can get a peek of swimming with sharks from Tenille and Michael, who were part of our group, here. They are reporting about their trip around the world in their blog Fork It, Let’s Travel!. Right now they are in Vietnam.

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Am beeindruckensten und einprägsamsten waren jedoch zwei „Schnorchelgänge“. Einmal, als wir mit einem jungen Seehund unter Wasser spielen konnten. Junge Seehunde lieben es wenn man mit dem Schnorchel Blubberblasen macht und dieser ganz besonders. Freudig schwamm er von einem zum anderen ganz ohne Scheu, obwohl er in freier Wildbahn lebt. Generell sind die meisten Tiere auf Galápagos sehr „Menschenlieb“ wenn man sich in ihrer Gegenwart angemessen verhält. Der Mensch ist kein natürlicher Feind, also wieso sollten sie Angst haben? Diejenigen, die tatsächlich scheu sind, haben fast alle schlechte Erfahrungen durch zum Beispiel Fischerdörfer machen müssen. So konnten wir ganz nah an die meisten heran.

Was das Zweite war, erfahrt ihr beim nächsten Mal, also bleibt dran!

My two favourite and most impressive experiences were both two times when we went snorkeling. One time we were able to play with a young sea lion under water. They love swimming through bubbles from the snorkel gear and this one was just super excited about us making bubbles. It swam from one person to the next one without being afraid at all even though it was wild. In general most of the animals on Galápagos are quite relaxed when it comes to seeing humans, if you act in the right way of course. Humans are no natural enemies, so why should they be afraid? Those who are afraid most likely have had bad experiences with for example fishing villages. In this way we could get very close to most of them.

I will tell the second story the next time, so stay tuned!

Jenny

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Adventures in Baños I

Vier Wochen hatten wir Zeit, Ecuador zu erkunden. Nach ein paar Eingewöhnungstagen in Quito zog es uns nun in andere Teile des Landes. Nur wohin als nächstes wenn man durch ein Land wie Ecuador reisen möchte? An die Küste? In die Berge? In den Regenwald? So viele Möglichkeiten, da wirkten vier Wochen auf einmal gar nicht mehr so viel. Zunächst wollten wir ein paar Nächte im Parque Nacional Cotopaxi verbringen, zurückgezogen in der Natur und uns auf die Suche nach Lamas begeben. Auf der Suche nach einem Hostal im Internet viel uns allerdings auf, dass der Park so hoch gelegen ist, dass dort zur Zeit Schnee lag. An sich hätte ich auch nichts dagegen einzuwenden gehabt, war Weihnachten im Warmen doch eine seltsame Erfahrung, aber ohne Winterkleidung hätte es schon etwas kalt werden können. Da wir nicht vorhatten, in Flip-Flops und Shorts den Vulkan zu besteigen, entschieden wir uns deshalb kurzerhand, gleich nach Baños zu fahren. Baños liegt mitten in den Anden und ist, wie der Name schon sagt, bekannt für seine heißen Quellen. Es gibt mehr als zahlreiche Angebote für Adventure Tourism – Kayaking, Rafting, Quad fahren, Reiten, Bungee Jumping, Canyuning – man kann wirklich alles machen. Und dazu gibt es an jeder Ecke Massage-Läden. Außerdem liegt dort in der Nähe ebenfalls einen Vulkan, also ließen wir Cotopaxi bleiben und auf ging es nach Baños.

We had four weeks to explore Ecuador. After some days settling in in Quito we now wanted to see different parts of the country. But where should we go next? To the coast? In the mountains? In the rainforest? We had so many choices that four weeks seemed suddenly not as long enough anymore. Actually we wanted to spend some nights in the Cotopaxi National Park, isolated in nature and to search for lamas. But while we were looking for a hostal on the Internet we realized that the park is so high in the mountains that there was snow at that time. By itself it wouldn‘t have been a problem for me because spending Christmas in the sun was already kind of weird. But it might have gotten a little bit too cold without winter clothing. Because we didn‘t want to hike up the volcano in our slippers and shorts we decided to go straight to Baños. Baños is a small town in the Andes and famous for its hot springs. There more than enough offerings for adventure tourism – kayaking, rafting, driving quads, horseback riding, bungee jumping, canyuning everything. And on top there are massage stores at every corner. Because there is also a volcano we skipped Cotopaxi and headed off to Baños.

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Zunächst mussten wir jedoch eine dreistündige Busfahrt bewältigen mit lauter Musik, drittklassigen bis viertklassigen Filmen und jeder Menge eifrigen Händlern, die neben allerlei Essen auch Dinge wie Sonnenbrillen, Uhren, Ketten, Fächern und Kugelschreibern mit angeklebten Rosen verkaufen – alles Dinge, die lebensnotwendig für lange Busfahrten sind. Ebenfalls zu erstatten: Wundermittel, die nicht nur gut für die Haut sind, sondern auch gegen Bluthochdruck sowie Leber-, Nieren-, Prostata-, Herz- und noch vielen anderen Beschwerden, bis hin zu Krebs helfen sollen. Wir ließen davon ab.

To get there we had to go on a three-hour bus ride with loud music, bad music and loads of busy traders. You could buy everything that is really necessary for a long bus ride: sunglasses, watches, necklaces, fans and pens with attached roses. You could also get miracle cures that would help pretended against everything starting with skin, liver, kidney, prostate, heart and many other diseases, even against high blood pressure or cancer. We ended up not buying anything.

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Drei Stunden waren nun aber auch nicht die Welt und als wir am frühen Abend in Baños ankamen, fanden wir auch gleich ein nettes, kleines Hostal mit hauseigener Schildkröte und auch Papageien, wie wir am nächsten Morgen durch ein andauerndes „Hooolaaa“ feststellten. Trotz der vielen touristischen Angebote und daher auch Touristen ist Baños aber ein sehr nettes, kleines Städtchen mit vielen netten, kleinen Restaurants und Cafés und die nächsten Tage hatten wir immer was anderes vor.

Nevertheless, three hours were acceptable and we found immediately a nice Hostal when we arrived in Baños in the evening. They even had a tortoise and two parrots, as we could hear in the morning with a noisy „Hooolaaa“. Although there are loads of touristic activities and with that a lot of tourists, Baños is a very nice, small town with a lot of nice, small restaurants and cafés. In the next days we really did a lot.

banos IMG_2493banos2 IMG_2496 Auf die heißen Bäder haben wir verzichtet, da sie nicht überaus einladend aussahen. Dafür haben wir einen Wasserfall und freilaufende Pferde an dem dafür geplanten Tag gesehen.

Because the hot baths didn‘t look too inviting we disclaimed going there. But we saw a waterfall and free horses on the day we actually wanted to go.

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Wir beide wollten sehr gerne wieder einmal reiten, worauf ich schon seit Hawaii richtig Lust drauf hatte. Also buchten wir kurzerhand einen vierstündigen Ausritt. Auf Micheal Jackson und Whiskey ging es mitten durch die schöne Berglandschaft der Anden, auf und ab Richtung Vulkan. Dieser ist zwar nicht vollkommen mit dem Pferd zu erreichen, aber alleine die atemberaubenden Berge waren es eindeutig wert.

We both really wanted to go horseback riding – I wanted to do this since Hawaii – so we booked a tour for four hours. We went exploring the beautiful mountain landscape on top of Michael Jackson and Whiskey, going towards the volcano. Although we couldn‘t reach the volcano with our horses the breathtaking landscape was so worth it.

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Michael Jackson <3

Auf dem Rückweg machten wir einen Abstecher zu einem kleinen Café-Bar-Hostal, dass nur über eine kleine Seilbahn, mehr ein Seilsitz, erreichbar war. Also ließen wir die Pferde dort stehen und rüber ging es über Abgrund und Fluss. Es ist ein buntes Haus mitten im Grünen, zurückgezogen von jeglichen Störfaktoren isoliert, dass von dem Besitzer komplett selbst gebaut wurde. Dort trafen wir auch gleich zwei Schweizerinnen, die gerade aus Kolumbien kamen und durch ganz Südamerika reisen. Nach einer kurzen Erfrischung und einer schnellen Besichtigung des Baumhauses machten wir uns dann wieder auf den Rückweg. Es war schön wieder zu reiten und dazu noch mein erster Galopp mitten in den Anden! Weitere Abenteuer aus Baños folgen!

On the way back we made a detour to visit a small café-bar-hostal, which we could only reach with a small ropeway. Therefore we left the horses tethered on the one side of the river and went across the chasm. The café is a colourful house in the middle of the green nature, far from any disturbance and completely built by its owner. There we met two Swiss girls, which were traveling in South America and were in Columbia before. After light refreshment and a short visit of the tree house we went back to our horses to go back. It was great to go horseback riding again and on top I galloped for the first time – and this in the middle of the Andes!

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More adventures from Baños will follow,

Jenny

OFF TO ECUADOR

Nach einem ausgefülltem letzten Tag auf Oahu hat mich Lauren ziemlich genau vor einem Monat zum Flughafen in Honolulu gebracht. Mein Rucksack wurde gescannt, um sicherzugehen, dass ich keine Tiere und Saatgut schmuggele, Check in und auf zum Gate. Alles ganz einfach, alles viel zu schnell. Das sollte es gewesen sein? Nach zweieinhalb Monaten Hawaii innerhalb von einer viertel Stunde startklar für das nächste Abenteuer? Startklar war ich ganz und gar nicht. Der Abschied fiel mir wirklich nicht leicht. Doch so sehr ich auch einfach dableiben wollte, wusste ich doch, dass in Quito meine Marieke auf mich wartete, die ich fast ein halbes Jahr nicht gesehen hatte. Meine Reise war noch nicht zu Ende, es begann nur ein neuer Abschnitt!

After a wonderful last day on Oahu, Lauren took me to Honolulu Airport almost exactly one month ago. My backpack got scanned to check if I was carrying any animals or seeds, I checked in and went to the gate. Everything went so easy, too fast yet. That was it? After two and a half months in Hawaii I was ready for the next adventure after fifteen minutes? I was definitely not. Leaving Hawaii didn‘t feel easy at all. But as much as I just wanted to stay I knew that my friend Marieke would be waiting for me at the airport in Quito who I didn‘t see for half a year. This wasn‘t the end of my travels, it was just a new chapter that begun.

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In Houston hatte ich zehn Stunden Aufenthalt, bis mein Flug nach Quito ging. Was macht man in zehn Stunden am Houston Airport? Ich hätte gut in die Stadt fahren können, war aber zu müde, da ich die Nacht durchgeflogen war und eher weniger bis gar nicht geschlafen hatte. Nach einem ausführlichem Frühstück (im Flieger gab es wieder kein Essen) habe mich nach nichts weiterem als einem Bett oder zumindest einem Platz zum Hinlegen gesehnt. Es wurde mir jedoch nicht gegönnt, da alle Bänke mit Armlehnen zwischen den einzelnen Plätzen versehen sind, sodass man sich nicht ausstrecken kann. Eingezwängt, den Kopf auf meinem Rucksack abgestützt, versuchte ich ein bisschen Energie zu sammeln. Es klappte dementsprechend weniger. Um mich ein wenig abzulenken, habe ich mich auf die Suche nach Wifi gemacht. Das einzig funktionierende Netzwerk befand sich jedoch im United Club, also habe ich mich zu der Gruppe auf dem Boden vor der großen hölzernen Tür – schon fast einem Tor – gesellt. Die Zeit ging dann doch relativ schnell mit Essen, schreiben und lesen um und dann war es soweit: Ich saß im Flieger Richtung Ecuador, Richtung Marieke. Ich konnte es kaum glauben, als sie mich in Quito am Flughafen empfing. Nach fünf Monaten haben wir uns das erste Mal wieder gesehen und damit begannen die wohl vier albernsten und lustigsten Wochen meines bisherigen Lebens. So unwirklich es auch wirkte, wieder vereint zu sein, kamen wir beide doch gerade aus einer ganz unterschiedlichen Welten, so schnell war es wieder beim Alten, oder viel mehr war alles so schnell wieder vertraut!

I had a ten-hour layover in Houston until my flight to Quito would leave. What can you do in ten hours at Houston Airport? It would have been time enough to go into the city but I was too tired because I had been flying the whole night and I didn‘t really sleep at all. After a proper breakfast (there was again no food on the plane) I wanted nothing more than a bed or just a place to lie down. But no one granted me that, all benches had arms between each single place so that you can‘t lie down and stretch out. Squeezed together, putting my head on top of my backpack, I tried to get some energy. According to this position it didn‘t work out that well. To distract myself from my tiredness I started to search for wifi. But the only working network was inside the United Club. So I joined the group on the flour in front of the huge wooden door that was more or less like a huge gate. To be fair the time passed relatively fast while I had lunch, blogged and read in my book. And suddenly it was over; I was sitting in the plane towards Ecuador, towards Marieke. I couldn‘t believe it when I saw her waiting for me at the airport. We saw each other after five months for the first time and in this moment the probably four funniest and silliest but also wonderful weeks of my life so far started. It was so unreal to be together again because we both just came from two completely different worlds. But although it seemed so weird we were as close as before again. It is a weird feeling to be so familiar with someone after such a long time. But it is a super good feeling!

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Heute, vier Wochen später, sitze ich wieder am Flughafen, diesmal in New York. In einigen Stunden bin ich wieder zu Hause. Marieke fliegt eine andere Route und kommt in ein paar Stunden nach. Da das Internet nicht immer das Beste war und wir nach fünf Monaten ziiiemlich viel aufzuholen hatten, habe ich bisher noch nicht über unsere Reise durch Ecuador geschrieben. Das werde ich jedoch in nächster Zeit nach und nach nachholen, angefangen mit Quito:

Today, four weeks later, I‘m sitting again at the airport, this time in New York. I will be home in a couple of hours. Marieke is flying a different way and will arrive some hours later. I didn‘t blogged about our trip around Ecuador because the Internet access wasn‘t always the best and we had A LOT to talk about after not seeing each other for five months. I will change that in the next time and will catch up with everything, starting with Quito:

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Ecuadors Hauptstadt ist eine große Stadt in den Anden. Wir waren auf einem Handwerks-Markt, in ein paar eintrittsfreien Museen und Kirchen und sind auf die Basilica gestiegen. Die meiste Zeit haben wir aber in der wunderschönen Altstadt auf einem der unzähligen Plätze verbracht, Eis gegessen und geredet. Sie wurde nicht umsonst zum Weltkulturerbe ernannt!

The capital of Ecuador is a big city in the Andes. We visited a craft sale, some free museums and churches and went up the Basilica. But apart from that we spend the most time sitting at one of the squares, eating ice cream and talking in the beautiful old town. It is pretty obvious why the old town became world cultural heritage.

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Steil hinauf und über wackelige Stufen ging es auf die Basilica hinauf. Der Aufsteig hat sich gelohnt, man hat einen phänomenalen Ausblick über Quito. Erst so hoch oben werden einem die Dimensionen der Stadt vor Augen geführt, die sich bis in die umliegenden Berge ausbreitet.

You have to go up very steep, unsteady stairs to get on top of the Basilica. But the phenomenal view on Quito makes it all worth it. When you‘re standing on top of the Basilica you‘re realizing how gigantic the city is which spreads out into the surrounding mountains.

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Der Hügel El Panecillo (von dem spanischen Wort für Brötchen) in der Stadtmitte mit der Virgin of Quito, der angeblich einzigen geflügelten Marienstatue.
The hill El Panecillo in the middle of the city with the Virgin of Quito on top which is supposed to be the only statue of the Virgin Mary with wings.

Auf einer unserer Stadterkundungen haben wir, einer lauten Musik folgend, ein großes, neues, offenes Sportzentrum entdeckt. Es war wohl Tag der offenen Tür und es wurde im Rahmen des Stadtentwicklungsprojekts Quito360° errichtet. Es gibt dort ein Fußball Feld, einen Volleyball Platz, einen Raum zum Boxen und unzählige Aerobic Räume. Oben auf dem Dach wurde zu dröhnender Musik Salsa getanzt. Es war sehr gut besucht, alles wurde ausprobiert und es schien so, als hätten alle großen Spaß. Super, wenn Sport und Bewegung den Menschen auf so eine Weise näher gebracht werden können!

On one of our walks through the old town we kept following some really loud music and discovered a huge, new, open sports center. It was built within the frame of the urban development project Quito360° and it was an open day. There are a soccer pitch, a place to play volleyball, a boxing room and many rooms for aerobics. On the roof, there were people dancing to blustering Salsa music. There were many people, everyone tried out everything and everyone had a lot of fun. It’s awesome when people get an understanding of sports and exercising on this way!

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Wenn wir nicht gerade auf Entdeckungstour waren, haben wir zusammen gekocht oder  den Ausblick von der Dachterrasse von unserem Hostal genossen.

When we weren’t exploring Quito we cooked together or enjoyed the view from our terrace in our hostal.

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Quito ist eine gute Stadt, um in Südamerika anzukommen, sich an alles, die Kultur und die Menschen zu gewöhnen. Wo kann man eine solche Reise besser beginnen, als einer der angeblich schönsten Städte Südamerikas? Es ist meine erste Reise nach Südamerika und alles war neu und aufregend. Aber mit Marieke an meiner Seite habe ich mich zu allem bereit gefühlt! Wohin es als nächstes ging erfahrt ihr bald!

Quito is a good city to arrive in South America, to get used to everything, the culture and the people. It was my first trip to South America and everything was so new and exciting yet. But with Marieke by my side I felt ready for anything! You’ll see soon where we went next!

Jenny

19/02/2014

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Time to Say Good Bye

Etwas verspätet meine letzten Tage in Hawaii, die ich noch einmal richtig ausgekostet habe: Die letzten Nächte durfte ich bei Lauren verbringen und bin von ihrer Familie herzlichst aufgenommen worden. Eigentlich wollten Lauren und ich am Samstag zu Koko Head hiken, aber da ich mir die Woche den Fuß verstaucht habe, sind wir dann doch „nur“ zum Lanikai Beach gefahren. Lieber nichts riskieren, bevor es nach Ecuador geht! (Keine Sorge, es ist alles wieder gut!) Am Abend habe ich dann den Bus nach Honolulu genommen und habe Suzanne und Roland besucht. Die beiden waren gerade vom Festland wiedergekommen und es war das einzige Wochenende, wo wir alle noch in Hawaii waren. Wir haben hawaiianisch gegessen und ich habe mich sehr gefreut, sie noch einmal zu sehen, bevor ich wegfahre.

A bit belated my last days in Hawaii which I really enjoyed: I spent the last nights at Lauren’s house and her family took so lovely care of me. On Sunday Lauren and I actually wanted to hike to Koko Head but because I sprained my ankle we went „only“ to Lanikai Beach. Better not take any risks before heading off to Ecuador! (No worries, I’m doing fine again!) In the evening I took the bus to Honolulu to visit Suzanne and Roland. They had just returned from the mainland and it was the last weekend when we all were on the island. We had Hawaiian food and I was happy to see them again before I leave.

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An nächsten Morgen haben mich die beiden dann in Waikiki abgesetzt und ich habe Julie auf einem Craft Fair im Kapiolani Park besucht. Julie ist eine Freundin von meinen Modern Arnis und Kickbox-Lehrerinnen in Hamburg und lebt seit 15 Jahren in Hawaii. Unter dem Namen Wave Jewelry macht sie wunderschönen Schmuck, den sie auch dort verkauft hat. Julie hatte viel zu erzählen und ich bin lange an ihrem Stand geblieben, wir haben geredet und den besten Cream Pumpkin Pie geteilt. Bisher hatten wir es nicht geschafft, uns zu treffen, da sie fast die ganze Zeit, die ich in Hawaii war, in Nicaragua verbracht hat, aber ich bin froh, dass es letztendlich doch noch geklappt hat!

On the next morning they dropped me of in Waikiki and I met Julie on a Craft Fair in Kapiolani Park. Julie is a friend of my Modern Arnis and Kickboxing Instructors in Hamburg and lives in Hawaii since 15 years. She designs her own jewelry with the name Wave Jewelry which she sold there, too. Julie had a lot to tell and I stayed at her Stand for a long time, we talked a lot and shared the best Cream Pumpkin Pie. She was spending almost the whole time that I was in Hawaii in Nicaragua but I am glad and happy it finally worked out and we met!

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imageimageimageNach einem kleinen Snack am Strand von Waikiki habe ich mich auf Richtung nach Hause gemacht, denn am Abend habe ich bei Stephen und Maja zu Abend gegessen, um auch dort „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Ich wusste nicht genau, welche Bushaltestelle ich von Waikiki aus nehmen musste, aber ich dachte mir, wenn ich einfach auf der anderen Seite der Straße entlanggehe, auf der ich gekommen bin, müsste irgendwann schon eine kommen. Nach ein paar Blocks fing ich mich allerdings an zu wundern, warum auf der einen Seite eine nach der anderen kam und auf dem Weg zurück gar keine. Gut überlegt, Jenny, wäre es keine Einbahnstraße gewesen, auf der es dementsprechend gar keine entgegengesetzte Richtung und somit auch keinen Bus in die andere Richtung gibt. Also schnell abgebogen und dann fand ich auch bald meinen Weg nach Hause und rechtzeitig zu Stephen und Maja. Es war ein köstliches Essen, aber leider der dritte Abschied an diesem Tag.

After a small snack at Waikiki Beach I headed towards home because I had a dinner at Stephen and Maja’s to say „Good bye” to them, too. I didn’t quite know where the next bus stop was but I thought there should be one at some point if I would just walk along the same street I came on. But after I have walked for some minutes I started wondering why it took me so long because there were plenty on the other side of the street but in the other direction. Good point, Jenny, wouldn’t the street I was walking only lead in one direction in which way there couldn’t go a bus in the other direction. So I turned right and soon found the next bus station and my way home so I could make it on time to Stephen and Maja. The food was delicious but it was at the same time my third good bye at this day.

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Am Montag ging es gleich weiter mit verabschieden: Nach dem morgendlichen Kickboxen bin ich ein letztes Mal zu Kim und Nicholas gegangen. Uns war nicht danach, viel zu machen, also haben wir uns ein bisschen an den Pool gelegt.

On Monday, the Good Byes continued: After Kickboxing class in the morning I visited Kim and Nicholas for the last time. We didn’t feel like doing much so we just chilled at the pool.

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Am Abend hatte ich dann endgültig meine letzte Kickbox-Stunde bei MAC. Lauren ist mitgekommen und wir hatten noch einmal sehr viel Spaß. Eine gebührender Abschied, nachdem ich dort nun fast zweieinhalb Monate sechsmal die Woche war, ständig zugeschaut und viele wunderbare Freunde gefunden habe! Martial Arts Company zu finden war eines der besten Dinge, die mir hier passieren konnten. Ich habe mich so aufgehoben und willkommen gefühlt und vermisse meine MAC Ohana jetzt schon furchtbar doll! Aber in meinem Rucksack befindet sich zu meiner großen Freude nun ein neuer Reisebegleiter. :-)

I had my very last Kickboxing class at MAC in the evening. Lauren came, too, and we had a lot of fun. It was a nice farewell after almost two and a half months going there six times a week, watching several classes and making so many wonderful friends! One of the best things that could happen to me was finding Martial Arts Company. I felt so well received and welcomed and I already miss my MAC Ohana incredibly much! But I’m very happy about my new travel companion in my backpack. :-)

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Da mein Flug erst am Abend losging, hatte ich noch den ganzen nächsten Tag vor mir und den haben Lauren und ich noch einmal in vollen Zügen ausgekostet: Morgens sind wir wieder einmal nach Lanikai. Ich muss zugeben, dass dieser Strand meinen geliebten Kailua Beach mit einem besseren Blick auf die Mokes und puderzuckerweichem Sand fast noch übertrifft. Anschließend haben wir – beim dritten Anlauf – endlich Shave Ice bei Island Snow, Obamas Stamm-Shave Ice-Laden, gegessen. Shave Ice ist irgendwie ein muss auf Hawaii, aber bisher waren wir nie motiviert genug gewesen, uns in die lange Schlange zu stellen. An meinem letzten Tag aber waren wir wie durch ein Wunder die einzigen.

Because my flight went in the evening I had the whole next day left which Lauren and I really gloried in: We went to Lanikai in the morning and I must say that this beach almost beats my beloved Kailua Beach with sand like powdered sugar and a gorgeous view of the Mokes. We went to Island Snow – for the third try – to get finally Shave Ice like Obama. Somehow you have to get Shave Ice while your’re in Hawaii but we weren’t too motivated to wait for the long lines in front if the store the times we tried before. But there was no one waiting this time and we were the only ones, like a miracle had happened.

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Schnell nach Hause gefahren und umgezogen, denn ein letzter Hike war ein weiterer Programmpunkt auf unserer Liste. Auch wenn ich am Montag schon wieder beim Kickboxen war, sollte es dennoch ein eher einfacher Hike wegen meinem verstauchtem Fuß werden. Also haben wir uns für die Maunawili Falls ganz in der Nähe von ihrem Haus entschieden. Einfach war es allerdings ganz und gar nicht. Schon auf dem Weg zum Trail Head sind uns schlammbedeckte Wanderer entgegengekommen, die uns angeraten haben, einen Wanderstock mitzunehmen. Sobald wir auf dem Trail waren, wussten wir auch warum: Es war zwar nicht allzu steil, dafür aber so matschig, dass man kaum Halt finden konnte. Dennoch ließen wir uns nicht abschrecken und so machten wir vier, Lauren, ihr Onkel, Courtney aus Texas, die wir dort getroffen haben, und ich uns auf. Um den möglichst begehbarsten Weg zu finden, wobei man nicht wirklich von einem „Weg“ sprechen kann, überquerten wir mehrere Bäche und schon bald waren auch unsere Beine schlammbedeckt und unsere Schuhe klitschnass. Dabei orientierten wir uns immer am Wasser, dass logischerweise in die entgegengesetzte Richtung vom Wasserfall fließen würde. Nach einigen Umwegen stießen wir dann endlich auf den Wasserfall. Zum schwimmen war es uns leider zu kalt, aber der Weg hat sich trotzdem gelohnt. Damit war es aber noch nicht getan, denn wir mussten den ganzen Weg ja auch wieder zurück. Es war ein kleines und vor allem sehr lustiges Abenteuer und wären wir nicht losgegangen, hätten wir Courtney nie kennengelernt. Dennoch: Dieser Hike war alles, nur nicht einfach! (Was aber auch nicht weiter geschadet hat.)

After that we went home and changed fast because we wanted to go on a last hike before I leave. Although I went to Kickboxing the day before we chose a pretty easy hike because of my sprained ankle. So we went to the Maunawili Falls Trail which is quite close to her house. But it wasn’t as easy as we thought it would be. Already on our we to the trail head we met hikers who were covered in mud and told us to take a walking stick. We saw immediately why when we arrived at the trail: It wasn’t too steep but it was so muddy that one could hardly stand safe and secure. But that didn’t put us off and Lauren, her uncle, Courtney from Texas who we met at the trail head and me started hiking. To find the most walkable way – although you can’t really talk about a „way“ – we crossed several streams and soon our legs were all muddy and our shoes were wet, too. We stayed close to the water which would obviously go in the opposite direction to where the falls must be. And we finally found them after some detours. Unfortunately it was too cold to swim but the way was still worth it. But this is not the end of the story, we still had to go the whole way back. It was a small but really fun adventure and wouldn’t we have gone on the hike we would have never met Courtney. But still: This hike was everything but easy! (Which wasn’t too bad at the end.)

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Und wieder schnell nach Hause und geduscht und dann war es soweit: Finally time to say good bye! Lauren hat mich noch zum Flughafen gebracht und das war es. Meine Zeit in Hawaii ist fürs erste vorbei. Ich kann es immer noch nicht fassen wir unendlich schnell die letzten zweieinhalb Monate vergangen sind. Ich bin unendlich dankbar für jeden Moment, den ich auf den Inseln verbringen konnte, es war wirklich eine unfassbar schöne Zeit. Ich habe nicht nur so viele wunderbare Dinge erlebt, ich habe ein zweites Zuhause gefunden. Eins ist klar: Es war definitiv nicht das letzte Mal, das ich hier war und ich werde so schnell wie möglich wiederkommen! Also im wahrsten Sinnes des Wortes: Auf Wiedersehen!

And again we went home fast to take a shower before Lauren took me to the airport. Suddenly the end was so close and it was finally time to say good bye! My time in Hawaii is over for now. I still can’t believe how fast the last two and a half months went over. I am incredibly blessed for every moment I was able to spend on the islands, it was an amazing time. Not only I did a lot of awesome things, I also found a second home. It was definitely not my last time on the islands and I will come back as soon as possible! So after all I refuse to say „good bye“ because it is not the end!

Mahalo,

Jenny

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Roadtrippin‘

Nach knapp drei Wochen O’ahu wollte ich nun mal eine andere Insel erkunden. Also habe ich mich auf nach Kona auf Big Island gemacht, das jedoch sehr touristisch ist: Unten am Pier tummelt sich ein ABC-Store nach dem anderen, an jeder Ecke gibt es Hawaii-Hemden und Fake-Blumen fürs Haar zu erstehen. Es hat allerdings auch seine guten Seiten: Als ich in Patey’s Place für die ersten zwei Nächte einchecken wollte, war der Dorm Room geschlossen und ich habe für den selben Preis ein Einzelzimmer bekommen. Das nimmt man doch gerne! Hier habe ich auch Jaqueline aus Deutschland kennengelernt, die dort über workaway arbeitet. Mit dieser Internetseite wollte ich ursprünglich auch verreisen – man tauscht ein paar Stunden Arbeit gegen Essen und Unterkunft. Jaqueline befindet sich zur Zeit auf Weltreise: Nepal, Australien, Hawaii, L.A. und, zur selben Zeit wie Marieke und ich, Ecuador! Ihre wunderschönen Fotos sind hier zu sehen. Generell treffe ich hier auf sehr viele Europäer und vor allem Deutsche. Wohnzimmer und Küche habe ich mit Lena aus Tschechien geteilt, die seid zwei Jahren Au Pair in San Francisco macht.

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Nach zwei Nächten war für mich aber klar, dass ich erstmal was anderes sehen möchte und habe mich früh morgens mit dem Bus auf nach Hilo gemacht. Hilo ist eine kleine Hippie-Yoga-Health Food-Stadt mit vielen süßen Cafés und Läden. Hier hat es mir gleich besser gefallen. Im Hilo Bay Hostel bin ich dann auf Elke aus meinem Viertel in Hamburg gestoßen, die ebenfalls in dem Hostel in Kona war. Wie klein die Welt doch ist!

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Schon gleich als ich in Hilo angekommen bin, ist mir sofort dir Tanzschule gegenüber vom Hostel aufgefallen. Kurzerhand habe ich eine Ballett-Stunde bei Center Stage gemacht. Da muss ich erstmal nach Hawaii kommen, um, wie schon seit Langem geplant, Ballettunterricht zu nehmen! Ich habe mich sehr über den Zufall gefreut und viel an dich, meine liebste Mascha, gedacht. Ballett kommt definitiv auf meine Hamburg-Liste – neben Tae-Kwon-Do!

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Leider merkt man schnell, dass man auf Big Island mit dem Bus zwar gut von einer Stadt zur anderen kommt, zu den Stränden und anderen Naturspektakeln aber kaum ohne Auto. Glücklicherweise trifft man hier furchtbar schnell auf viele hilfsbereite Menschen. So hat Marcelo aus Brasilien Karen aus Neuseeland und mich mit an den Black Sand Beach am Waipi’o Valley genommen. Mit offenem Verdeck unter strahlendblauem Himmel und zu brasilianischer Musik ging es auf Richtung Norden. Das Waipio Valley ist wunderschön. Weil man für den steilen Weg zum Strand einen Vierradantrieb braucht, verschlägt es nicht allzu viele ins Tal.

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Karen, mit der ich hier ein Zimmer teile, hat dieses Jahr eine Green Card gewonnen und ist erstmal auf unbestimmte Zeit nach Hawaii gefahren. Ohne Auto teilen wir beide das einigermaßen gleiche Schicksal. Marcelo befindet sich ebenfalls gerade auf Weltreise, nach dem Motto: Wenn an einem Ort die Energie schwindet, wechselt er einfach das Land.

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Am nächsten Morgen habe ich mit meiner ambition family geskypt. Meine Kampfkunstschule hat ihre erste Weihnachtsfeier veranstaltet. Es war wirklich wunderbar wie die Kids sich alle aufeinander geworfen haben, um mit mir zu reden und ich habe mich so sehr gefreut, alle mal wieder zu sehen!

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Später sind wir, Marcelo, Karen und ich, dann zum Mauna Kea gefahren, von Fuß bis Spitze dem höchsten Berg der Welt, achtet man nicht auf den Meeresspiegel. Diesmal noch mit Sam aus San Francisco im Schlepptau. Am Visitor Center auf halber Höhe endete die Tour jedoch vorerst, da der Jeep nicht genug Benzin hatte. Um zurück zu fahren und zu tanken war es jedoch unglücklicherweise für Marcelo zu spät, der am Abend seinen Flug nach Neuseeland hatte. Während er zurück nach Hilo gefahren ist, hat uns ein chinesisches Ehepaar mit auf die Spitze genommen. Die Tour in der Sternwarte haben wir zwar verpasst, aber ich war vor allem wegen dem phänomenalen Sonnenuntergang dort, der selbst die eisige Kälte wieder wett gemacht hat. Eingepackt in unseren wärmsten Sommerklamotten schauten wir dem Sonnenuntergang über den Wolken zu. Selbst als wir unsere Finger nicht mehr spüren konnten.

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Nach unten ging es dann in einem Jeep mit ein paar Kanadiern. Die Straße war kaum noch zu erkennen, überall eine Wand aus dichten Wolken – wirklich abenteuerlich. Nach Hilo haben drei schwedische Mädchen aus dem Hostel Karen und mich wieder mitgenommen. Auch ohne Auto, haben wir es also ins Waipo Valley und, wenn auch auf Umwegen, auf den Mauna Kea geschafft. Everything’s possible!

Eure Jenny

P.S.: Die allerallerliebsten Glückwünsche an meine Riesabel in Hamburg – Das ist dein persönliches Geburtstags-Monster! ;-)

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