Impresiones de Ecuador

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Llamas, finally!

Rückblick: Das erste und einzige Mal, dass wir Lamas zu Gesicht bekamen war, als wir mit dem Bus auf dem Weg von Cuenca nach Guayaquil durch den Nationalpark El Cajas gefahren sind. Wieder einmal eine atemberaubende Landschaft und mittendrin ganz friedlich Lamas. Könnt ihr sie entdecken? ;-)

Throwback: The first and only time we saw lamas was when the bus took us on our way from Cuenca to Guayaquil to the National Park El Cajas. Once again a breathtaking landscape and peacefully grazing llamas in the thick of it. Can you see them? ;-)

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The most Peaceful Place on Earth I

Je mehr ich über meine Reise berichte, desto mehr reflektiere ich meine gesammelten Erfahrungen. Im Nachhinein noch einmal die ganzen Fotos durchzugehen bringt viele Erinnerungen hoch – Ich durchlebe meine Reise fast ein zweites Mal. Nun folgt ein Abschnitt meiner Reise, an den ich besonders gerne, aber auch mit viel Wehmut zurück denke, weswegen ich bislang auch so damit gehadert, darüber zu schreiben:

The more I write about my travels the more I reflect my experiences. Looking through all the photos there are a lot of memories that are coming up again – I am undergoing my trip almost for a second time. The next part of my trip is one I like to think back a lot but it makes me a bit melancholic, too. That’s also the reason why I was hesitating a bit with writing about this particular week:

Sea Iguana

Sea Iguana

Galápagos. 98% Naturschutzgebiet mitten im Pazifik und der wohl friedlichste Ort auf Erden. Acht Tage durften wir auf diesen wunderbaren, unberührten Inseln verweilen, auf einem kleinen Schiff, umgeben von den herrlichsten Tieren in freier Wildbahn. Acht Tage ohne jegliche Verbindung zur restlichen Welt, kein Handy, kein Internet. Nur die Crew, unsere kleine Reisegruppe, die Tiere und wir. Ein unglaubliches Erlebnis, dass ich meinen Lebtag nicht vergessen werde!

Galápagos. 98% National Park in the middle of the Pacific Ocean and perhaps the most peaceful place on earth. We were aloud to spend eight days on a small boat surrounded by the most magnificent, wild animals on these wonderful, untouched Islands. Eight days without any contact to the rest of the world, no cell phone, no Internet. Only the crew, our little group, the animals and Marieke and me. An incredible experience that I will never forgot in my entire life!

Aber fangen wir von vorne an: Schon ganz am Anfang, als wir anfingen, ganz wage den Gedanken auszusprechen und langsam die Idee entstand, zusammen durch Ecuador zu reisen, stand für uns fest, dass die Galápagos-Inseln unbedingt in unsere Pläne miteinfließen mussten. Nach unserem Zusammentreffen in Quito fingen wir auch gleich damit an, nach Angeboten zu recherchieren. Wieso erst so spät? Wir entschlossen uns dazu, eine Rundreise auf einem kleinen(!) Cruise-Schiff zu buchen und Last-Minute-Angebote sind in dem Fall oft am preisgünstigsten. Bald war auch ein Schiff gefunden und nach einigen Verzögerungen alles gebucht. Von Cuenca aus ging es nach Guayaquil, von wo aus wir am nächsten Tag nach Baltra fliegen würden. Am Flughafen wurde unser Gepäck extra untersucht, denn um die dort beheimateten Arten zu schützen, darf man weder Lebensmittel, Pflanzen noch Tiere auf das Archipel mitnehmen. Alles war schnell erledigt, nur das Flugzeug ließ auf sich warten. Nach über einer Stunde Verspätung, saßen wir dann endlich gespannt im Flieger.

But let’s start from the beginning: We already wanted to go to the Galápagos Islands in the very beginning, when we both started to think about traveling together to Ecuador. After we met in Quito we started immediately to look for offers. Why did we do that so late? Well, we wanted to go on a Cruise on a small(!) ship and last-minute offers are often way cheaper. Soon we had found a boat and after some delays everything was finally booked. So we went from Cuenca to Guayaquil where we would take the flight to Baltra on the next day. Our luggage was double checked at the airport because it’s not aloud to take any food, seeds, plants or animals to the islands to save the native species. Finally, after a one-hour delay, we sat super excited in our seats on the plane.

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Ein klitzekleines bisschen sorgte ich mich schon, dass das Schiff ohne uns abfahren würde, aber als wir in Baltra ankamen, stellten wir mit Freude fest, dass wir die ersten waren, da alle anderen ebenfalls verspätet ankamen. Um noch etwas vom Tag zu haben, wurden wir von verschiedenen Guides und Taxi-Fahrern auf die größere Nachbar-Insel Santa Cruz und nach Puerto Ayora, der größten Stadt (die auch nicht wirklich groß ist) geglotzt, wo unser Schiff New Flamingo II vor Anker lag. Unser eigener Guide musste selbst noch am Flughafen auf die letzten Verspäteten warten. An diesem Tag sahen wir noch Riesenschildkröten und eine kleine Lava-Röhre. Abends am Hafen hatten wir gleich schon die nächsten Begegnungen mit den einheimischen Tieren. Bevor wir am Abend ablegten, fielen Marieke und ich erschöpft, aber glücklich in unsere Kojen. Am nächsten Tag erfuhren wir dann, dass wir erst einige Stunden später los gefahren waren, da der Kapitän verschlafen hatte – soviel zu der von unserem Guide angepriesenen Pünktlichkeit auf Galápagos. ;-)

I was a tiny bit worried that the boat would leave without us. But when we arrived on Baltra we realized that we were the first ones because all the others were delayed as well. Several different guides and taxi drivers guided us to the biggest City Puerto Ayora on Santa Cruz, which is located right next to Baltra, where our ship New Flamingo II was anchored. Our actual guide had to wait at the airport for the last ones of our group. On the same day we got to see giant tortoises and a small lava tube. And in the evening we met the next native animals at the harbour. Later, Marieke and me fell exhausted but happy into our bunks before we even left Puerto Ayora. In the next morning we found out that the ship had started some hours delayed – that much to the alleged promptitude on Galápagos. ;-)

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In den nächsten Tagen fuhren wir von Insel zu Insel, oft auch zu zwei verschiedenen an einem Tag, und jede war anders. Zweimal täglich ging es an Land und zum Schnorcheln. Dabei sahen wir die verschiedensten Tiere: Von zig verschiedenen Vogelarten, darunter auch Pelikane, Flamingos und die bekannten Blue-footed Boobies, zu den buntesten Fischarten. Und überall Iguanas und Robben.

In the next days we went from island to island and often visited two on the same day. And each single one was different to the others. We had two landings and went two times snorkelling a day. In this way we got to see loads of different animals: From plenty of different bird species, among Pelicans, Flamingos and the famous Blue-footed Boobies to the brightest fish. And on top there were Iguanas and Sea Lions everywhere.

Pelican

Pelican

Galápagos Lava Lizard

Galápagos Lava Lizard

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Darwin Fink

Darwin Fink

Möwen // Sea Gulls

Möwen // Sea Gulls

Land Iguana

Land Iguana

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Blue-footed Booby

Blue-footed Booby

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Sea Lion

Sea Lion

Flamingo

Flamingo

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Lava-Feld // Lava field

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Im Wasser kommt man sich vor wie in einem Aquarium, links und rechts schwimmen die exotischsten Fische an einem vorbei, ohne sich auch nur die Bohne zu scheren. Unter Wasser war es wie in einer anderen Welt, denn wir konnten nicht nur Fischschwärme noch und nöcher bestaunen, sondern auch Haie, Schildkröten und Rochen. Hier könnt ihr einen kleinen Einblick von Tenille und Micheal, ebenfalls Teil unserer Truppe, bekommen, wie es ist, mit einem Hai zu schwimmen. Die beiden berichten auf ihrem Blog Fork It, Let’s Travel! über ihrer Weltreise und sind zur Zeit in Vietnam.

Being under water is like swimming in an aquarium. There are loads of exotic fish swimming right next to you without even caring. It was like an entire new world; there weren’t only fish over and over but also sharks, turtles and rays. You can get a peek of swimming with sharks from Tenille and Michael, who were part of our group, here. They are reporting about their trip around the world in their blog Fork It, Let’s Travel!. Right now they are in Vietnam.

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Am beeindruckensten und einprägsamsten waren jedoch zwei „Schnorchelgänge“. Einmal, als wir mit einem jungen Seehund unter Wasser spielen konnten. Junge Seehunde lieben es wenn man mit dem Schnorchel Blubberblasen macht und dieser ganz besonders. Freudig schwamm er von einem zum anderen ganz ohne Scheu, obwohl er in freier Wildbahn lebt. Generell sind die meisten Tiere auf Galápagos sehr „Menschenlieb“ wenn man sich in ihrer Gegenwart angemessen verhält. Der Mensch ist kein natürlicher Feind, also wieso sollten sie Angst haben? Diejenigen, die tatsächlich scheu sind, haben fast alle schlechte Erfahrungen durch zum Beispiel Fischerdörfer machen müssen. So konnten wir ganz nah an die meisten heran.

Was das Zweite war, erfahrt ihr beim nächsten Mal, also bleibt dran!

My two favourite and most impressive experiences were both two times when we went snorkeling. One time we were able to play with a young sea lion under water. They love swimming through bubbles from the snorkel gear and this one was just super excited about us making bubbles. It swam from one person to the next one without being afraid at all even though it was wild. In general most of the animals on Galápagos are quite relaxed when it comes to seeing humans, if you act in the right way of course. Humans are no natural enemies, so why should they be afraid? Those who are afraid most likely have had bad experiences with for example fishing villages. In this way we could get very close to most of them.

I will tell the second story the next time, so stay tuned!

Jenny

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A weekend in Cuenca

Wieder im Bus ging es auf nach Cuenca. Auf Molokai, HI, wurde mir die Stadt schon wärmstens ans Herz gelegt und von der wunderschönen Architektur vorgeschwärmt. Nun wollten wir uns selbst ein Bild davon schaffen. Nach der mehrstündigen Busfahrt kamen wir abends in der Stadt an. Ein schönes Hostel mit Innenhof und Blick über die Dächer war schnell gefunden und Marieke und ich machten uns sobald möglich auf die Suche nach etwas zu Essen. Schon da fielen uns die vielen schönen Altbauten auf, unser Blick war nach acht Stunden im Bus jedoch vorrangig auf etwas zu Essen ausgerichtet.

We took off to Cuenca by bus again. The town was recommended warmly to me already during my trip to Molokai, HI. Now we wanted to make our own memories. We arrived in the evening after a bus ride that took more than just some hours. We found a nice hostel with a courtyard and a view over the town pretty fast and Marieke and me took off as soon as possible after checking in to find something to eat. The beautiful old buildings already attracted our attention but our priority objective was food after eight or more hours sitting in the bus.

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Leider gestaltete es sich als etwas schwierig, den Schlüssel wieder aus dem Schloss zu bekommen. // Unfortunately it wasn’t too easy to get the key again out of the keywhole.

Am nächsten Morgen empfing uns strahlender Sonnenschein und wir fingen an, Cuenca zu erkunden. Bei der ganzen atemberaubenden Architektur weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll – Cuenca ist nicht umsonst Weltkulturerbe. Dazu überall kleine Cafés und niedliche Geschäfte.

In the next morning we woke up with bright sunlight and we started to explore Cuenca. You don’t know where to start with all that breath taking architecture – Cuenca isn’t for nothing Work Cultural Heritage. On top of that there are little cafés and restaurants everywhere, just wonderful.

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Was wir allerdings nicht wussten: Diese haben am Wochenende größtenteils geschlossen. Am Samstag ging es noch einigermaßen, aber was macht man wenn alle Museen der Stadt, wegen denen man eigentlich dort ist, geschlossen haben? Marieke und Jenny gehen viel spazieren und enden in einem Skelett-Museum. Da dies das einzige unter den unzähligen Museen war, dass tatsächlich nicht geschlossen war, haben wir jetzt das Skelett von so ziemlich jedem heimischen Tier in Ecuador gesehen. Warum nicht?

But what we didn’t know: Most of them are closed during the weekends. It went well on Saturday in some degree but what shell you do if all the museums are closed which are part of the reason why you are there? Marieke and Jenny a taking long walks and end up in a skeleton museum. Because this was the only open one, we now pretty much all the skeletons of the domestic Ecuadorian animals. Why not?

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So ruhig die Stadt am Wochenende tagsüber auch ist, so laut geht es dafür am Abend zu: Überall sind die Menschen auf den Straßen; so viele fuhren in die Stadt, dass sich auf dem Weg zum beliebtesten Club ein riesen Stau gebildet hatte, wo man froh sein konnte, im Schritttempo voran zukommen – zum Glück waren wir zu Fuß unterwegs. Ansonsten gibt es in Cuenca fast mehr Karaoke-Bars als Anwohner und würde man es darauf anlegen, könnte man leicht eine ganz für sich allein finden. Wir haben es nicht darauf angelegt, sondern sind nur ein bisschen durch die Straßen spaziert und haben – mal wieder – Kuchen gegessen.

As quiet as the town is at daytime during the weekends as noisy it is in the evenings: There were people everywhere on the streets and so many came by car that there was a huge traffic jam towards the most famous club where you could be happy if you would be able to drive with walking pace – we were happy to just walk. Besides that there are almost more karaoke bars than residents and if you would really want to you could easily find one only for yourself. Well, we didn’t want to but just walk through the streets and eat cake, as usual.

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Eine Bar, unten in einem Hostel, sah dann doch etwas einladender aus als die dunklen Karaoke-Bars mit Leuten, die sich mehr oder weniger schlecht (aufgrund mehr oder weniger hohem Alkoholkonsums) einsam an allen möglichen Mainstream-Liebeskitsch-Liedern versuchen. Wie es der Zufall wollte, fing kurz nachdem wir uns gesetzt hatten, eine Live-Band an zu spielen. Als wir um die Ecke lugten, stolperten wir schon fast über die Band selbst, dahinter ein rappelvoller Raum. Eine recht talentierte ecuadorianische Rock-Band, die alle möglichen Lieder covern, die ein Rocker-Herz höher schlagen lassen, von The Doors bis Guns N‘ Roses, das lassen wir uns doch nicht entgehen. Richtige „Rocker-Herzen“ schlagen vielleicht nicht ganz in unseren Körpern, doch es war so ein glücklicher Zufall, endlich wieder auf einem Konzert zu sein. Und erst dort merkten wir, wie sehr uns Live-Musik und Konzertbesuche auf unseren beiden Reisen bisher gefehlt hatten. Wie wir herausfanden, handelte es sich dabei um ein Charity-Konzert, bei dem für ein Wohltätigkeitsprojekt gesammelt wurde, um Häuser für einkommensschwache Familien zu bauen. Und auch wenn fast alle nur dasaßen, tanzten wir bis zum Ende fröhlich und ausgelassen. Was für ein guter Abend!

After walking around a bit we finally found a pretty nice looking bar in a hostel that looked a bit more inviting than all the dark karaoke bars with people who are trying more or less bad (depending on the amount of alcohol they drank before) to sing all different kinds of mainstream romance songs alone. As luck would have it, a band started to play live just after we sat down. When we looked around the corner we almost tripped over the band and behind them the room was packed. We directly told each other that we wouldn’t miss out on a quite talented Ecuadorian rock band which was covering all different kinds of songs which would make every rocker’s heart beat higher, starting with The Doors to Guns N‘ Roses. There might be no real “rocker’s hearts beating in our chests but it was such a fluke to be finally at a concert again. And just then we realized how much we had missed live music and concerts during our travels. We soon found out that this was a charity concert to collect money for a house building project for low income families. And while most of the people in the audience were sitting and listening, we were dancing happy and wild. What a great evening!

IMG_2724Wer denkt, Cuenca sei am Samstag schon ruhig, der hat die Stadt noch nicht am Sonntag gesehen. Sonntags ist alles wie ausgestorben, kaum jemand ist auf den Straßen und buchstäblich alles hat geschlossen. Uns blieb also nichts anderes übrig, als uns einen entspannten Tag am Fluss zu machen. Nun gut, es gibt schlimmeres, als den Sonntag mit Kuchen und einem guten Buch an einem idyllischem Plätzchen, dem plätschernden Wasser lauschend in der warmen Sonne zu verbringen. Das kam uns nach den aufregenden Tagen in Baños ganz gelegen. Am Fluss trafen wir dann noch eines der Bandmitglieder vom Vorabend, der uns prompt auf das nächste Konzert einlud, doch leider hatten wir für Cuenca nur zwei Nächte eingeplant, um zeitnah in Guayaquil einzutreffen.

If you think Saturdays in Cuenca are quite quiet you haven’t seen it on a Sunday. Everything is like it died out and just everything is closed. So we had nothing else to do than spend the day down by the river. Well, there are worse ways to spend a Sunday with cake and a good book at an idyllic place in the sun and hear the water dabble. And we absolutely had no problem with that after the exciting days in Baños. We even met one oft band members from Saturday who invited us to the next concert right away. But unfortunately, we didn’t plan to stay any longer in Cuenca to get to Guayaquil in time.   

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Den Abend verbrachten wir in der wohl weit und breit einzigen geöffneten Bar bei Pasta und Tee. Nach einer Weile wurde die Musik runter und der Fernseher raufgedreht, wo irgendein Spiel lief. Es dauerte ein bisschen, bis wir begriffen, um was es sich da handelte, aber als wir es herausgefunden hatten, beschlossen wir, uns doch noch ein Stück Kuchen zu gönnen und etwas länger zu bleiben. So schauten wir beide zum ersten Mal den Super Bowl. American Football hatte uns eigentlich nie sonderlich interessiert und wir brauchten unsere Zeit und einige Wikipedia-Artikel, bis wir das Spiel einigermaßen begriffen, aber es hatte was, die Denver Broncos (spontan als unsere Favoriten gekürt, nur weil sie nach Pferden benannt sind) gegen die Seattle Seahawks antreten und dessen Receiver Sherman einen Touchdown nach dem anderen landen (landen?) zu sehen. Das Spiel selbst war zwar nicht sonderlich spannend und die Broncos verloren mit einem jämmerlichen 8:43, aber wir hatten trotzdem unseren Spaß und es war ein schöner Abschluss unseres Wochenendes in Cuenca.

We spend the evening in the far and wide only open bar and had pasta and tea. After a while they turned the music down and the TV up to watch some sports game. It took us some time until we realized what it was but when we found out we decided to stay a bit longer and treat ourselves with a piece of cake. In this way we both watched the Super Bowl for the first time. We were never that interested in American Football and it took us some time again and several Wikipedia articles to understand the rules at least a bit. But something kept us watching the Denver Broncos (which became spontaneously our favourites just because their symbol is a horse) playing against the Seattle Seahawks and seeing their receiver Sherman hitting (hitting?) one touchdown after another. The game itself wasn’t that exciting and the Broncos lost with a miserable 8:43 but it was still fun and it was a nice ending of our weekend in Cuenca.

IMG_2755 IMG_2754Dafür, dass jeder Reiseführer davor warnt, wie still es am Wochenende in Cuenca wird, haben wir doch so einiges erlebt. Es lebe die Spontanität! ;-)

Although the travel guide is warning that it gets pretty quite in Cuenca on weekends we experienced quite a few things. Long live the spontaneity! ;-)

Eure Jenny

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Adventures in Baños II

Das waren noch lange nicht alle von unseren Abenteuern in Baños! Marieke hatte von einem Baumhaus mit wunderbarer Aussicht in der Nähe gehört, also machten wir uns tags drauf auf einem Hike dorthin auf. Zunächst führte uns der Weg etliche steile Stufen hinauf, was durch die Hitze und dünne Luft nicht unbedingt leichter wurde. Keuchend kamen wir schon bei der Statue der Virgen de Agua Santa an. Aber das war erst der Anfang.

These were by far not all of our adventures in Baños! Marieke had heard of a tree house nearby with an amazing view. So we went for a hike there on the next day. The route started with quite a few steep steps. We were already gasping when we reached the statue of the Virgen de Agua Santa. But this was just the beginning.

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Von dort aus zweigten nun zwei Wege ab. Etwas zögernd entschieden wir uns für den, der der Karte nach der leichtere und schnellere wäre. Doch schon schnell wurde es ziemlich steil und kaum begehbar. Immer öfter mussten wir Pausen einlegen und verschnaufen. Erst auf dem Rückweg, als wir eine andere Route nahmen, bemerkten wir, dass uns die Karte tatsächlich auf den schweren Weg geführt hatte. Schlauerweise hatten wir als Mittagessen nur jeweils zwei Pflaumen mitgenommen, da wir gedacht hatten, dass wir nicht so lange brauchen würden. Aber umkehren? Niemals! Immer weiter stiegen wir höher und höher. Umso größer war die Erleichterung, als wir die erste und steilste Etappe bestiegen hatten. Es war ein weiterer Weg, unsere Willensstärke und Durchhaltevermögen zu testen und zu zweit war es gleich halb so schwer. Dafür erwartete uns oben ein gigantischer Ausblick.

From there there were two possible ways to go. We decided a bit hesitating to take the one that looked easier and faster on the map. But soon it got even steeper and hardly walkable. We had to rest more and more often to catch our breath but we had no proof that the map had actually lead us on the hard way before we went back on a different and much easier way later. Clever as always we had only taken two plums for each of us for lunch because we thought it wouldn’t take us that long. But go back? Noway!  On and on we went up higher and higher. Even bigger was the relief when we had climbed up first and steepest stage. In was another great way to test our willpower and power of endurance and because we were together it was only half as hard. Therefore the view up high was gigantic.

IMG_2523 Das war aber noch nicht das Ende unserer Wanderung. Über Felder und Wiesen ging es weiter auf unserer Suche nach dem Baumhaus. Trotz unseres spärlichen Essens und erholten wir uns schnell von dem steilen Aufstieg bei strahlendblauem Himmel.

But this was by far not the end of our hike. We went on looking for the tree house walking over fields and meadows. Although our lunch was so spare we recovered fast from the steep way up with the bright blue sky over our heads.

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Nach einiger Zeit kamen wir dann auch endlich an unser Ziel, das Casa del Arbol. Weswegen waren wir so scharf darauf, ein Baumhaus zu sehen, dass wir diese ganzen Strapazen auf uns genommen haben? Nun, dort hängt eine große Schaukel, mit der man über einen Berghang schwingen kann. Das wollten wir unbedingt ausprobieren. Außerdem war der Weg an sich, sei er noch so anstrengend gewesen, wunderschön.

We finally got to our destination after some time, the Casa del Arbol. But why did we take the whole way just to get to a simple tree house? Well, there is a swing hanging above a hillside, which we wanted to try. Also the hike itself was really beautiful although it was so exhausting.

IMG_2577DSCN2578IMG_2538IMG_2550 IMG_2573Nachdem wir dort etwas verweilt, uns in dem altem Holz verewigt und den Ausblick genossen hatten, wurden wir sogar von dem netten Baumhauswächter auf den richtigen Weg zurück nach Baños geführt. Auf dem Weg nach unten lief uns ein Hund zu, der uns bis ganz in die Stadt rein begleitete. Anfangs dachten wir noch, dass er zu den Wanderern ein Stückchen weiter hinter uns gehörte. Als wir sie aber deutlich hinter uns ließen und er uns immer noch folgte, fingen wir etwas daran zu zweifeln an. Zuerst hatten wir noch Angst, jemanden unbeabsichtigt den Hund weggelockt zu haben und wunderten uns, warum er nicht von unserer Seite wich. Als er dann auch noch in unser Hostal schlüpfte war klar, dass es sich doch um einen Straßenhund handelte und wir hatten etwas Mühe, ihn wieder daraus zu bekommen.

After we had rested a bit, had eternalized us in the old wood and had enjoyed the view, the friendly tree house guard showed us the right way back to Baños. On the way back a dog started following the whole way down to the city. In the beginning we thought it belonged to the hikers just a bit behind us but we started doubting when we left them behind and he didn’t stop following us. First we were scared that they would miss their dog and we were wondering why he didn’t wait for them but would follow us the whole way. But when he even got into our hostal we were pretty sure that is was a straying dog and it took us some time to get him out again. 

IMG_2581Als hätten wir schon nicht genug Abenteuer in Baños erlebt, entschlossen Marieke und ich uns an unserem letzten Tag dazu, eine Brücke runter zu springen. Schon am ersten Tag war uns Bungee Jumping aufgefallen und obwohl es mir so nie in den Sinn gekommen wäre, lockte es uns beide schon sehr. Wir warteten jedoch bis zu unserem letzten Tag ab und beobachteten einige dabei, bevor wir uns selbst auf die Brücke trauten.

As if we hadn’t experienced enough adventures, Marieke and me decided to jump from a bridge on our last day. Bungee jumping had caught our eyes already on our first day in Baños. And although we had never thought about doing something like this we both were kind of excited by the idea of doing that. So we waited for our last day in Baños and watched some people jump before we dared to go on the bridge ourselves.

IMG_2343IMG_2597 DSCN2472Wir verhandelten ein bisschen mit dem Preis (der Veranstalter sprach zu unseren Gunsten Deutsch), bezahlten und dann gab es kein zurück mehr. Uns wurden die Gurte angelegt und nach einigen Fallübungen stand ich auf dem Geländer der Brücke. Tief durchatmen. 1 – 2 – 3 – Sprung! Der freie Fall dauerte nur Sekundenbruchteile, es fühlte sich jedoch wie eine halbe Ewigkeit an. Die ersten Gedanken: „Oh. Mein. Gott. Ich falle. Ich falle wirklich!“ Man merkt im freien Fall ja nicht, dass man noch an einem Seil hängt, das einen auffangen wird. Ein wahnsinniger Adrenalin-Kick und dann ein überaus befreiende Gefühl, einfach zu fallen und dann wie von einer riesigen Schaukel aufgefangen zu werden. Atemberaubend. Im wahrsten Sinne des Worte, denn als ich wieder mit beiden Füßen auf dem Erdboden stand, merkte ich erst, wie ich die ganze Zeit die Luft angehalten hatte.

We had to pay a bit less because the man who owned the company fortunately spoke German, too. So we paid and then there was no way back. We got put on the belts and after a few times practicing falling I stood on the balustrade of the bridge. Take a deep breath. 1 – 2 – 3 – Jump! The free fall only took some split seconds but itfelt like half aneon. My first thoughts were: Oh. My. God. I am falling. I am falling for real!“ You don’t feel that you are attached to a rope that will catch you falling. It was a huge adrenalin kick and after that such a liberating feeling to fall and then to get caught like from a gigantic swing. Breathtaking. Literally, because after my feet felt the earth again I noticed how I hadn’t breathed for the whole time.

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Marieke sprang kurz nach mir und zur Kröning konnten wir, direkt nachdem sie wieder oben angekommen war, den Vulkan Tungurahua das erste mal seit drei Monaten in der Ferne Ausbrechen sehen. Was für ein Erlebnis! Erfüllt rannten wir am nächsten Tag morgens zu unserem Bus und machten uns auf den Weg in das Weltkulturerbe Cuenca, wo wir ein wirklich sehr ruhiges Wochenende verbringen würden. Mehr oder weniger. Aber mehr davon später,

Marieke jumped shortly after me and on top we saw the volcano Tungurahua erupt for the first time after three months right after she was back up again. What an adventure! The next morning, we ran happy to catch our bus to the world cultural heritage Cuenca, where we would spend a very quiet weekend. More or less. But more of it later,

Jenny

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P.S.: Macht nie eine Hot Stone Massage in Baños! Ich habe den Fehler gemacht und wurde regelrecht verbrannt. Ich trage immer noch einen Abdruck auf meinem Oberschenkel mit mir rum.

P.S.: Never get a hot stone massage in Baños! I made the mistake and got literally burned. There is still a mark on my upper leg.