All good things come to an end

Nach einem erfolgreichen Shopping-Tag in Otavalo ging es mit dem Bus zurück nach Quito – diesmal ohne Verspätungen. Und da waren wir wieder in Quito, wo unsere Rundreise endete. In Quito trafen wir auch Iain wieder, den wir auf unserer Galápagos-Tour kennengelernt hatten.

We took the bus back to Quito after a successful day of shopping in Otavalo, this time without any delays. And so we ended up in Quito again, where our trip had begun. In Quito we also met Iain again, whom we got to know during our Galápagos tour.

DSCN3527Einige Tage blieben uns noch in Ecuadors Hauptstadt und da wir in der ersten Woche schon ziemlich viel gesehen hatten, kannten wir uns schon ein bisschen besser aus. So schlenderten wir drei viel durch die Altstadt, setzten uns hier und da in ein Café oder einen Park und genossen die letzten sonnigen Tage, die wir für eine Zeit lang haben würden. Zu dritt fuhren wir hoch zu der Virgen de Quito – angeblich der einzigen Marien-Statue mit Flügeln. Von dort aus hat man einen großen Ausblick über die Stadt. Auf dem Rückweg nahmen wir den Bus und landeten in einer etwas anderes Ecke als gedacht. Auf unserem Weg zurück in die Altstadt (obwohl wir wahrscheinlich immer noch in der Altstadt waren) kamen wir durch einen großen, überdachten Markt, wo weniger Touristen und mehr Einheimische rumliefen und schnell fanden wir den richtigen Weg zurück.

We had a few days left in Ecuador‘s capital and because we had seen quite a lot during the first week we knew the city a bit better. So we three wandered quite a lot around the old town, rested here and there in a café or one of the parks and enjoyed the last sunny days we would have for a while. One day we took a cap up to the Virgen of Quito – supposedly the only statue of the Virgen Mary with wings. You have a great view of the city up there. On our way back we took the bus and ended up in a bit different place than we thought. Well on our way back to the old town (I guess we were still in the old town though) we came to a big, covered market where there were less tourists and some more natives and soon we found the right ways back.

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Jeden Montag ist bei dem Palacio de Carondelet, dem Präsidentenpalast der Wachwechsel mit anzusehen, der ähnlich wie vor dem Buckingham Palace in London zelebriert wird. Neben einigen Beamten und Schülern winkte uns oben auf dem Palast sogar der Präsident zu.

You can watch the change of guards at the Presidential Palace every Monday, which is a big event and reminds of the Buckingham Palace in London. Even the President of Ecuador was waving next to some guards and students from the top of the palace.

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So gingen auch unsere letzten Tage schnell vorbei und es wurde langsam Zeit heimzufahren. Eigentlich wollten Marieke und ich am selben Tag fliegen. Aber dummerweise hatte ich mich verguckt, sodass wir zwar an dem selben Tag flogen, nur ich früh morgens in der Nacht und Marieke erst abends. Also verabschiedete ich mich von beiden und meine liebe Weggefährten blieb noch eine Nacht länger während ich mich am Abend vorher auf zum Flughafen machte und eine mehr oder weniger unheimliche Taxi-Fahrt erlebte. Im Prinzip passierte gar nichts, nur dass ich so gut wie kein Spanisch spreche und den Taxi-Fahrer nur mäßig bis kaum verstand. Auf die Frage, ob ich den schnellen Weg nehmen wollte, antwortete ich natürlich mit ‘ja‘; warum auch mehr Zeit vertun? Da wusste ich noch nicht, dass der „schnelle Weg“ mitten durch dunkle, verlassene – wie es nachts so ist – Stadtviertel führte, anstatt die Autobahn zu nehmen. Mein mulmiges Gefühl im Bauch wurde noch verstärkt, als der Taxi-Fahrer extra die Türen verriegelte als wir kurz zum stehen kamen. Noch weniger half mir in der Situation, dass ich wahnsinnig Müde war und mir andauernd die Augen zufielen. Ich konnte nur noch hoffen, dass ich rechtzeitig und sicher am Flughafen ankommen würde, was auch so geschah. Ich mache mich immer viel zu schnell verrückt, aber ich war froh, endlich anzukommen.

In this way our last days passed quickly and time came to go back home. Actually Marieke and me wanted to fly back at the same date. But unfortunately I made a mistake and instead I had a really early flight and Mariekes was not before evening. So because my flight was so early I had to go to the airport one day before Marieke and I said good-bye to the two and my dear companion stayed for a night longer in Quito while I had a more or less scary cab ride to the airport. Actually nothing happened except that I cannot speak Spanish and didn‘t really understand the driver. When he asked me if I wanted to take the fast way I said ‘yes‘ of course; why spend more time in the cab? I didn‘t know yet that the „fast way“ went through dark and lonely parts of the city instead of taking the highway. My feeling didn‘t get better when the driver extra locked the doors when we had to stop for a moment. Although the worst thing was that I was extremely tired and my eyelids dropped down the whole time. I could only hope that we would arrive at the airport in time and we did. I‘m always worrying too much but I was happy to be finally at the airport.

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Endlich angekommen… am Flughafen. Plötzlich ging alles wahnsinnig schnell. Alles verlief einwandfrei: der Check-In war ein Klacks, der Flug war pünktlich, ja selbst die Immigration während meines Stopps in Houston war schnell hinter sich gebracht. Ich fühlte mich ein bisschen wie im Delirium. Plötzlich war ich nicht mehr in Ecuador, sondern in den USA. Den Tag hatten wir noch in der Sonne verbracht und plötzlich wartete ich in New York City auf meinen letzten Flug. Der Flug, der mich nach Hause bringen würde.

Nach 102 Tagen nahm meine Reise nun ein Ende. Ich war surfen und bungee jumpen, habe den Blick von den Bergen über Hawaii und die Anden genossen, bin mit Robben, Pinguinen und Haien geschwommen, habe mit TKD angefangen und bin an den wunderschönsten Stränden spazieren gegangen und war an dem friedlichsten Ort der Erde. Aber das ist alles nichts gegen das, was ich von all den wunderbaren Menschen bekommen habe, die mich auf meiner Reise begleitet haben oder die ich dort kennengelernt habe, und ich bin so unendlich dankbar dafür. In Hawaii habe ich ein zweites zu Hause gefunden und Ecuador zusammen mit meiner lieben Marieke war ein großes, buntes und wunderbares Abenteuer. Ich hätte mir keine schöneren 102 Tage vorstellen können und möchte keinen einzigen davon missen.

Finally at the airport… finally? Suddenly everything went so fast. The check in was no problem, the plane was on time, and even the immigration during my stop over in Houston was over quite quickly. I felt a bit delirious. Suddenly I wasn‘t anymore in Ecuador but in the USA again. I had spent the day in the sun and suddenly I was waiting for my last flight in New York City. The plane which would bring me home.

My big trip finally came to an end after 102 days. I went surfing and bungee jumping, enjoyed the view over the mountain ridges in Hawaii and in the Andes in Baños, I swam with see lions, penguins, and sharks, started with TKD and went for a walk at the most wonderful beaches and visited the most peaceful place on earth. But this is nothing against that what I got from all the wonderful people who I traveled with or whom I met during my travels. And I am so endlessly thankful for that. I found a second home in Hawaii. Ecuador was a big, bright and beautiful adventure with my dear Marieke. I couldn‘t have spent any more gorgeous 102 days and I do not want to miss a single one.

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New York war schneebedeckt – der erste richtige Schnee, der mir diesen Winter über den Weg kam. Und mit den Stimmen der Soul- und Tanzgruppe, die auf dem Flughafen in Newark im Rahmen des “Black History Months“ auftrat, machte ich mich auf den Weg zu meinem Flieger; auf den Weg nach Hause.

New York was covered in snow – the first real snow I came across the winter. And with the lovely voices of the soul and dancing company, which performed for the “Black History Month“ at Newark Airport, I made my way to the next flight; my way back home.

Jenny xxx

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The most Peaceful Place on Earth II

Das zweite Erlebnis, von dem ich euch berichten wollte, waren definitiv die Galápagos Pinguine! Besonders einer hatte es uns angetan. Während einer weiteren Schnorchelrunde entdeckten wir einen der Pinguine ganz nah auf einem Stein hocken. Nachdem er sich ein wenig geputzt hatte, watschelte er vorsichtig zum Rand und ließ sich ins Wasser plumpsen. Aber anstatt blitzschnell wegzuschwimmen wie all die anderen, paddelte er gemächlich vor sich hin und ließ uns eine ganze Weile lang mit ihm mitkommen, wir ganz aufgeregt hinterher. Ich war in meinem leben nie verzauberter – wir sind mit einem Pinguin zusammen geschwommen! Ich kann es immer noch kaum glauben, den ganzen Tag und die ganze Woche noch quietschten wir vergnügt vor uns hin. Hier könnt ihr unseren Pinguin sehen. Am Abend ging es dann auf einen kleinen Berg (oder mehr einem Hügel), um den Sonnenuntergang über dem Pinnacle Rock zu beobachten. Was für ein perfekter Tag! (Abgesehen davon, dass auf Galápagos jeder tag perfekt war.)

The second experience I was talking about were definitely the Galápagos Penguins! Especially one had taken a shine on us. During another round of snorkelling, we discovered one of the penguins sitting on top of a small rock right beside us. After he had cleaned himself a bit, he toddled carefully to the edge and jumped into the water. But instead of swimming away fast, like most of the others do, he swam leisurely and completely unhurried and aloud us to go with him for quite a long time. So we started to follow him super-duper excited. I hadn‘t experienced such joy in my entire life – we were swimming with a penguin! It‘s still hard to believe and we were squeaking happily for the rest of the day, the whole week long. You can watch our penguin here .In the evening, we went up a small hill to watch the sun set behind the Pinnacle Rock. It was such a perfect day! (Although every day in Galápagos was perfect.)

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Pinnacle Rock

DSCN3086 DSCN3093 DSCN3084 Zu meinem liebsten Ort zählt definitiv eine kleine von Seehunden besiedelte (wie kann es auch anders sein?) Sandbank. Türkisfarbenes Wasser, weißer Sand, überall Robbenbabys und über all dem ein strahlendblauer Himmel und die untergehende Sonne – was möchte man mehr?

One of my favourite places was definitely a small sand bar with a sea lion colony (what else to expect?). What else can one want on top of turquoise water, white sand, and sea lion puppies everywhere and the setting sun shining above this beautiful scenery on a bright blue sky?

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Walskelett // Skeleton of a wale

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Während der Mittagspause lagen alle meist träge an Deck rum, lasen oder dösten. Einmal konnten wir sogar von Deck ins Wasser springen, als wir an einer ausreichend tiefen Stelle ankerten. Zugebenermaßen hatte ich davor mehr Angst als vorm Bungee Jumping. Fragt mich nicht, warum. Und jeden Abend fielen wir todmüde in unsere Kojen, so viel haben wir erlebt und gesehen. Und ich könnte noch endlos weiterschreiben!

During the lunch breaks we all were usually lying lazy on deck, reading or dozing. One time we could even jump from the top into the water while we were anchoring at a spot that was deep enough. To be honest I was more scared to jump from the deck than to go bungee jumping. Don‘t ask why. And every evening we fell straight into our bunks, we were too exhausted from all the things we had done and seen. And I could go on and on with writing and never come to an end! 

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Mit unserer kleinen Reisegruppe hatten wir ebenfalls richtiges Glück. Natürlich kann man sich auf so engem Raum leicht mal auf den Fuß treten, aber alle waren einfach gut gelaunt und entspannt. Abends saßen wir oft noch lange unter dem klaren Sternenhimmel, der zugegebenermaßen selbst den über Hawaii übertrifft, hörten Musik, aßen Kekse und diskutierten lange und ausgiebig darüber, welches die fünf besten Disney Filme wären, während das Boot eher weniger leise durch die schwarze Nacht glitt. Hier meine Top 5:

Also, we were really lucky with our little group of ten. Of course you can get annoyed easily when you‘re living together on such small space but everyone was just happy and relaxed. At night we often sat underneath the starlit sky (which even beats the one on Hawaii although this is hard to believe), listening to music, eating cookies and discussing which are the five best Disney’s movies. These are my top 5:

1) Das Dschungelbuch // The Jungle Book

2) Arielle die Meerjungfrau // The little Mermaid

3) Alice im Wunderland // Alice in Wonderland

4) Der König der Löwen // The Lion King

5) Susie und Strolch // Lady and the Tramp

We are crabs! ;-)

We are crabs! ;-)

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Neben uns tauchten dann plötzlich riesige Mantarochen auf oder wir wurden ein Stück weit von Schwärmen von Fregattvögeln begleitet. Es war wie in einem Wunderland. Und dazu noch so gut wie gar kein Kontakt zur Außenwelt, was wunderbar erholsam war! Als die acht Tage rum waren, fiel der Abschied dann doch schwer. An unserem letzten Abend vergaßen wir so sehr die Zeit, dass Marieke und ich beschlossen, die letzten zwei Stunden unter freiem Himmel zu schlafen (was uns allerdings dann doch zu frisch wurde).

While the boat was floating less quietly through the evening sun you could sometimes see giant Manta rays that were suddenly jumping out of the water or there were swarms of frigate birds, which were following us for, a bit. It was like in wonderland. And on top we had no contact to the rest of the world, which was really recreative indeed! So you can imagine that saying goodbye didn‘t feel too easy after these eight days. We even forgot the time the night before we left, so that Marieke and me decided to spend the last two hours sleeping outside (but after all we got a bit cold and went back inside again).

IMG_2876 DSCN3021 DSCN2928Wieder an Land holte uns dann doch die Landkrankheit ein, so ungewohnt war es, wieder länger auf festem Boden zu stehen. Waren wir, von ein paar kleinen Ausnahmen abgesehen, ganz gut ohne schwere Seekrankheit ausgekommen, wurde uns doch etwas schummerig, als wir zum Abschluss die ältesten Riesenschildkröten im Charles Darwin Forschungszentrum besichtigten. Aber auch das war bald vergessen, spätestens als wir diese von uns so geliebten Inseln endgültig verlassen mussten. Es war tatsächlich, ohne Übertreibung wie ein Auslug ins Paradies und diese Woche übertrifft fast alles andere, was ich bisher gemacht habe! Die Galápagos Inseln sind wirklich der friedlichste Ort auf der Erde und ich bin unendlich dankbar, dass es mir möglich war, diesen Ort zu besuchen und ein wenig diese faszinierende Welt zu erleben und zu entdecken!

During that time it got so unfamiliar to stand on solid ground that we got sick when we got back to land. Despite some little exceptions we didn‘t get really sea sick but when we were visiting the oldest tortoises in the Charles Darwin Research Station we did get dizzy. But this, too, was forgotten fast at least when we finally had to leave these beautiful islands. Without going over the top, it was like a trip to paradise and this one week beats everything I have ever experienced so far! The Galápagos Islands are indeed the most peaceful place on earth and I am endlessly thankful that I was able to visit it and to see and experience a bit of this fascination world!

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Ich denke, es ist nicht schwer nachzuvollziehen, warum mir dieser Post nicht allzu leicht gefallen ist. Aber durch das Schreiben erinnere ich mich immer wieder an mehr und mehr Einzelheiten und erfreue mich erneut an meiner und unserer Reise. Vor allem eins kann ich allen nur wärmstens ans Herz legen: Falls ihr jemals nur irgendwie die Chance habt, Galápagos zu besuchen, ergreift sie – so etwas erlebt man nicht alle Tage!

I would say it‘s not hard to imagine why it wasn‘t too easy to write this post. But while writing I remember more and more details every time and I feel happy about my travels again and again. I can only recommend the following warmly: If you ever get to have the chance of going to the Galápagos Islands in any ways, take it – it‘s a once in a lifetime experience!

Jenny

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Adventures in Baños II

Das waren noch lange nicht alle von unseren Abenteuern in Baños! Marieke hatte von einem Baumhaus mit wunderbarer Aussicht in der Nähe gehört, also machten wir uns tags drauf auf einem Hike dorthin auf. Zunächst führte uns der Weg etliche steile Stufen hinauf, was durch die Hitze und dünne Luft nicht unbedingt leichter wurde. Keuchend kamen wir schon bei der Statue der Virgen de Agua Santa an. Aber das war erst der Anfang.

These were by far not all of our adventures in Baños! Marieke had heard of a tree house nearby with an amazing view. So we went for a hike there on the next day. The route started with quite a few steep steps. We were already gasping when we reached the statue of the Virgen de Agua Santa. But this was just the beginning.

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Von dort aus zweigten nun zwei Wege ab. Etwas zögernd entschieden wir uns für den, der der Karte nach der leichtere und schnellere wäre. Doch schon schnell wurde es ziemlich steil und kaum begehbar. Immer öfter mussten wir Pausen einlegen und verschnaufen. Erst auf dem Rückweg, als wir eine andere Route nahmen, bemerkten wir, dass uns die Karte tatsächlich auf den schweren Weg geführt hatte. Schlauerweise hatten wir als Mittagessen nur jeweils zwei Pflaumen mitgenommen, da wir gedacht hatten, dass wir nicht so lange brauchen würden. Aber umkehren? Niemals! Immer weiter stiegen wir höher und höher. Umso größer war die Erleichterung, als wir die erste und steilste Etappe bestiegen hatten. Es war ein weiterer Weg, unsere Willensstärke und Durchhaltevermögen zu testen und zu zweit war es gleich halb so schwer. Dafür erwartete uns oben ein gigantischer Ausblick.

From there there were two possible ways to go. We decided a bit hesitating to take the one that looked easier and faster on the map. But soon it got even steeper and hardly walkable. We had to rest more and more often to catch our breath but we had no proof that the map had actually lead us on the hard way before we went back on a different and much easier way later. Clever as always we had only taken two plums for each of us for lunch because we thought it wouldn’t take us that long. But go back? Noway!  On and on we went up higher and higher. Even bigger was the relief when we had climbed up first and steepest stage. In was another great way to test our willpower and power of endurance and because we were together it was only half as hard. Therefore the view up high was gigantic.

IMG_2523 Das war aber noch nicht das Ende unserer Wanderung. Über Felder und Wiesen ging es weiter auf unserer Suche nach dem Baumhaus. Trotz unseres spärlichen Essens und erholten wir uns schnell von dem steilen Aufstieg bei strahlendblauem Himmel.

But this was by far not the end of our hike. We went on looking for the tree house walking over fields and meadows. Although our lunch was so spare we recovered fast from the steep way up with the bright blue sky over our heads.

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Nach einiger Zeit kamen wir dann auch endlich an unser Ziel, das Casa del Arbol. Weswegen waren wir so scharf darauf, ein Baumhaus zu sehen, dass wir diese ganzen Strapazen auf uns genommen haben? Nun, dort hängt eine große Schaukel, mit der man über einen Berghang schwingen kann. Das wollten wir unbedingt ausprobieren. Außerdem war der Weg an sich, sei er noch so anstrengend gewesen, wunderschön.

We finally got to our destination after some time, the Casa del Arbol. But why did we take the whole way just to get to a simple tree house? Well, there is a swing hanging above a hillside, which we wanted to try. Also the hike itself was really beautiful although it was so exhausting.

IMG_2577DSCN2578IMG_2538IMG_2550 IMG_2573Nachdem wir dort etwas verweilt, uns in dem altem Holz verewigt und den Ausblick genossen hatten, wurden wir sogar von dem netten Baumhauswächter auf den richtigen Weg zurück nach Baños geführt. Auf dem Weg nach unten lief uns ein Hund zu, der uns bis ganz in die Stadt rein begleitete. Anfangs dachten wir noch, dass er zu den Wanderern ein Stückchen weiter hinter uns gehörte. Als wir sie aber deutlich hinter uns ließen und er uns immer noch folgte, fingen wir etwas daran zu zweifeln an. Zuerst hatten wir noch Angst, jemanden unbeabsichtigt den Hund weggelockt zu haben und wunderten uns, warum er nicht von unserer Seite wich. Als er dann auch noch in unser Hostal schlüpfte war klar, dass es sich doch um einen Straßenhund handelte und wir hatten etwas Mühe, ihn wieder daraus zu bekommen.

After we had rested a bit, had eternalized us in the old wood and had enjoyed the view, the friendly tree house guard showed us the right way back to Baños. On the way back a dog started following the whole way down to the city. In the beginning we thought it belonged to the hikers just a bit behind us but we started doubting when we left them behind and he didn’t stop following us. First we were scared that they would miss their dog and we were wondering why he didn’t wait for them but would follow us the whole way. But when he even got into our hostal we were pretty sure that is was a straying dog and it took us some time to get him out again. 

IMG_2581Als hätten wir schon nicht genug Abenteuer in Baños erlebt, entschlossen Marieke und ich uns an unserem letzten Tag dazu, eine Brücke runter zu springen. Schon am ersten Tag war uns Bungee Jumping aufgefallen und obwohl es mir so nie in den Sinn gekommen wäre, lockte es uns beide schon sehr. Wir warteten jedoch bis zu unserem letzten Tag ab und beobachteten einige dabei, bevor wir uns selbst auf die Brücke trauten.

As if we hadn’t experienced enough adventures, Marieke and me decided to jump from a bridge on our last day. Bungee jumping had caught our eyes already on our first day in Baños. And although we had never thought about doing something like this we both were kind of excited by the idea of doing that. So we waited for our last day in Baños and watched some people jump before we dared to go on the bridge ourselves.

IMG_2343IMG_2597 DSCN2472Wir verhandelten ein bisschen mit dem Preis (der Veranstalter sprach zu unseren Gunsten Deutsch), bezahlten und dann gab es kein zurück mehr. Uns wurden die Gurte angelegt und nach einigen Fallübungen stand ich auf dem Geländer der Brücke. Tief durchatmen. 1 – 2 – 3 – Sprung! Der freie Fall dauerte nur Sekundenbruchteile, es fühlte sich jedoch wie eine halbe Ewigkeit an. Die ersten Gedanken: „Oh. Mein. Gott. Ich falle. Ich falle wirklich!“ Man merkt im freien Fall ja nicht, dass man noch an einem Seil hängt, das einen auffangen wird. Ein wahnsinniger Adrenalin-Kick und dann ein überaus befreiende Gefühl, einfach zu fallen und dann wie von einer riesigen Schaukel aufgefangen zu werden. Atemberaubend. Im wahrsten Sinne des Worte, denn als ich wieder mit beiden Füßen auf dem Erdboden stand, merkte ich erst, wie ich die ganze Zeit die Luft angehalten hatte.

We had to pay a bit less because the man who owned the company fortunately spoke German, too. So we paid and then there was no way back. We got put on the belts and after a few times practicing falling I stood on the balustrade of the bridge. Take a deep breath. 1 – 2 – 3 – Jump! The free fall only took some split seconds but itfelt like half aneon. My first thoughts were: Oh. My. God. I am falling. I am falling for real!“ You don’t feel that you are attached to a rope that will catch you falling. It was a huge adrenalin kick and after that such a liberating feeling to fall and then to get caught like from a gigantic swing. Breathtaking. Literally, because after my feet felt the earth again I noticed how I hadn’t breathed for the whole time.

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Marieke sprang kurz nach mir und zur Kröning konnten wir, direkt nachdem sie wieder oben angekommen war, den Vulkan Tungurahua das erste mal seit drei Monaten in der Ferne Ausbrechen sehen. Was für ein Erlebnis! Erfüllt rannten wir am nächsten Tag morgens zu unserem Bus und machten uns auf den Weg in das Weltkulturerbe Cuenca, wo wir ein wirklich sehr ruhiges Wochenende verbringen würden. Mehr oder weniger. Aber mehr davon später,

Marieke jumped shortly after me and on top we saw the volcano Tungurahua erupt for the first time after three months right after she was back up again. What an adventure! The next morning, we ran happy to catch our bus to the world cultural heritage Cuenca, where we would spend a very quiet weekend. More or less. But more of it later,

Jenny

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P.S.: Macht nie eine Hot Stone Massage in Baños! Ich habe den Fehler gemacht und wurde regelrecht verbrannt. Ich trage immer noch einen Abdruck auf meinem Oberschenkel mit mir rum.

P.S.: Never get a hot stone massage in Baños! I made the mistake and got literally burned. There is still a mark on my upper leg.

 

Adventures in Baños I

Vier Wochen hatten wir Zeit, Ecuador zu erkunden. Nach ein paar Eingewöhnungstagen in Quito zog es uns nun in andere Teile des Landes. Nur wohin als nächstes wenn man durch ein Land wie Ecuador reisen möchte? An die Küste? In die Berge? In den Regenwald? So viele Möglichkeiten, da wirkten vier Wochen auf einmal gar nicht mehr so viel. Zunächst wollten wir ein paar Nächte im Parque Nacional Cotopaxi verbringen, zurückgezogen in der Natur und uns auf die Suche nach Lamas begeben. Auf der Suche nach einem Hostal im Internet viel uns allerdings auf, dass der Park so hoch gelegen ist, dass dort zur Zeit Schnee lag. An sich hätte ich auch nichts dagegen einzuwenden gehabt, war Weihnachten im Warmen doch eine seltsame Erfahrung, aber ohne Winterkleidung hätte es schon etwas kalt werden können. Da wir nicht vorhatten, in Flip-Flops und Shorts den Vulkan zu besteigen, entschieden wir uns deshalb kurzerhand, gleich nach Baños zu fahren. Baños liegt mitten in den Anden und ist, wie der Name schon sagt, bekannt für seine heißen Quellen. Es gibt mehr als zahlreiche Angebote für Adventure Tourism – Kayaking, Rafting, Quad fahren, Reiten, Bungee Jumping, Canyuning – man kann wirklich alles machen. Und dazu gibt es an jeder Ecke Massage-Läden. Außerdem liegt dort in der Nähe ebenfalls einen Vulkan, also ließen wir Cotopaxi bleiben und auf ging es nach Baños.

We had four weeks to explore Ecuador. After some days settling in in Quito we now wanted to see different parts of the country. But where should we go next? To the coast? In the mountains? In the rainforest? We had so many choices that four weeks seemed suddenly not as long enough anymore. Actually we wanted to spend some nights in the Cotopaxi National Park, isolated in nature and to search for lamas. But while we were looking for a hostal on the Internet we realized that the park is so high in the mountains that there was snow at that time. By itself it wouldn‘t have been a problem for me because spending Christmas in the sun was already kind of weird. But it might have gotten a little bit too cold without winter clothing. Because we didn‘t want to hike up the volcano in our slippers and shorts we decided to go straight to Baños. Baños is a small town in the Andes and famous for its hot springs. There more than enough offerings for adventure tourism – kayaking, rafting, driving quads, horseback riding, bungee jumping, canyuning everything. And on top there are massage stores at every corner. Because there is also a volcano we skipped Cotopaxi and headed off to Baños.

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Zunächst mussten wir jedoch eine dreistündige Busfahrt bewältigen mit lauter Musik, drittklassigen bis viertklassigen Filmen und jeder Menge eifrigen Händlern, die neben allerlei Essen auch Dinge wie Sonnenbrillen, Uhren, Ketten, Fächern und Kugelschreibern mit angeklebten Rosen verkaufen – alles Dinge, die lebensnotwendig für lange Busfahrten sind. Ebenfalls zu erstatten: Wundermittel, die nicht nur gut für die Haut sind, sondern auch gegen Bluthochdruck sowie Leber-, Nieren-, Prostata-, Herz- und noch vielen anderen Beschwerden, bis hin zu Krebs helfen sollen. Wir ließen davon ab.

To get there we had to go on a three-hour bus ride with loud music, bad music and loads of busy traders. You could buy everything that is really necessary for a long bus ride: sunglasses, watches, necklaces, fans and pens with attached roses. You could also get miracle cures that would help pretended against everything starting with skin, liver, kidney, prostate, heart and many other diseases, even against high blood pressure or cancer. We ended up not buying anything.

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Drei Stunden waren nun aber auch nicht die Welt und als wir am frühen Abend in Baños ankamen, fanden wir auch gleich ein nettes, kleines Hostal mit hauseigener Schildkröte und auch Papageien, wie wir am nächsten Morgen durch ein andauerndes „Hooolaaa“ feststellten. Trotz der vielen touristischen Angebote und daher auch Touristen ist Baños aber ein sehr nettes, kleines Städtchen mit vielen netten, kleinen Restaurants und Cafés und die nächsten Tage hatten wir immer was anderes vor.

Nevertheless, three hours were acceptable and we found immediately a nice Hostal when we arrived in Baños in the evening. They even had a tortoise and two parrots, as we could hear in the morning with a noisy „Hooolaaa“. Although there are loads of touristic activities and with that a lot of tourists, Baños is a very nice, small town with a lot of nice, small restaurants and cafés. In the next days we really did a lot.

banos IMG_2493banos2 IMG_2496 Auf die heißen Bäder haben wir verzichtet, da sie nicht überaus einladend aussahen. Dafür haben wir einen Wasserfall und freilaufende Pferde an dem dafür geplanten Tag gesehen.

Because the hot baths didn‘t look too inviting we disclaimed going there. But we saw a waterfall and free horses on the day we actually wanted to go.

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Wir beide wollten sehr gerne wieder einmal reiten, worauf ich schon seit Hawaii richtig Lust drauf hatte. Also buchten wir kurzerhand einen vierstündigen Ausritt. Auf Micheal Jackson und Whiskey ging es mitten durch die schöne Berglandschaft der Anden, auf und ab Richtung Vulkan. Dieser ist zwar nicht vollkommen mit dem Pferd zu erreichen, aber alleine die atemberaubenden Berge waren es eindeutig wert.

We both really wanted to go horseback riding – I wanted to do this since Hawaii – so we booked a tour for four hours. We went exploring the beautiful mountain landscape on top of Michael Jackson and Whiskey, going towards the volcano. Although we couldn‘t reach the volcano with our horses the breathtaking landscape was so worth it.

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Michael Jackson <3

Auf dem Rückweg machten wir einen Abstecher zu einem kleinen Café-Bar-Hostal, dass nur über eine kleine Seilbahn, mehr ein Seilsitz, erreichbar war. Also ließen wir die Pferde dort stehen und rüber ging es über Abgrund und Fluss. Es ist ein buntes Haus mitten im Grünen, zurückgezogen von jeglichen Störfaktoren isoliert, dass von dem Besitzer komplett selbst gebaut wurde. Dort trafen wir auch gleich zwei Schweizerinnen, die gerade aus Kolumbien kamen und durch ganz Südamerika reisen. Nach einer kurzen Erfrischung und einer schnellen Besichtigung des Baumhauses machten wir uns dann wieder auf den Rückweg. Es war schön wieder zu reiten und dazu noch mein erster Galopp mitten in den Anden! Weitere Abenteuer aus Baños folgen!

On the way back we made a detour to visit a small café-bar-hostal, which we could only reach with a small ropeway. Therefore we left the horses tethered on the one side of the river and went across the chasm. The café is a colourful house in the middle of the green nature, far from any disturbance and completely built by its owner. There we met two Swiss girls, which were traveling in South America and were in Columbia before. After light refreshment and a short visit of the tree house we went back to our horses to go back. It was great to go horseback riding again and on top I galloped for the first time – and this in the middle of the Andes!

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More adventures from Baños will follow,

Jenny