Weekend trip to Leiden, NL

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Discovering my Home Country | Nürnberg

Erstes Wochenende zu Hause = mit meiner lieben Freundin Mascha Nürnberg besuchen.

Nachdem ich ein Stückchen mehr in der Welt herumgekommen war, reizte es mich nun auch mehr, Länder und Städte etwas näher zu Hamburg zu erkunden. Es gibt noch viele Orte in Europa, ja selbst in Deutschland, die ich noch nicht gesehen habe. Man übersieht viel zu schnell die schönen Dinge in seiner Nähe. Nürnberg war der erste Schritt.

First weekend home = visiting Nürnberg with my dear friend Mascha.

After I had traveled the world a bit I got quite excited to discover countries and cities a bit closer to Hamburg. There are still a lot places in Europe and even in Germany which I haven’t been to yet. You tend to overlook the beautiful things close to you way to far. Nürnberg was the first step.

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All good things come to an end

Nach einem erfolgreichen Shopping-Tag in Otavalo ging es mit dem Bus zurück nach Quito – diesmal ohne Verspätungen. Und da waren wir wieder in Quito, wo unsere Rundreise endete. In Quito trafen wir auch Iain wieder, den wir auf unserer Galápagos-Tour kennengelernt hatten.

We took the bus back to Quito after a successful day of shopping in Otavalo, this time without any delays. And so we ended up in Quito again, where our trip had begun. In Quito we also met Iain again, whom we got to know during our Galápagos tour.

DSCN3527Einige Tage blieben uns noch in Ecuadors Hauptstadt und da wir in der ersten Woche schon ziemlich viel gesehen hatten, kannten wir uns schon ein bisschen besser aus. So schlenderten wir drei viel durch die Altstadt, setzten uns hier und da in ein Café oder einen Park und genossen die letzten sonnigen Tage, die wir für eine Zeit lang haben würden. Zu dritt fuhren wir hoch zu der Virgen de Quito – angeblich der einzigen Marien-Statue mit Flügeln. Von dort aus hat man einen großen Ausblick über die Stadt. Auf dem Rückweg nahmen wir den Bus und landeten in einer etwas anderes Ecke als gedacht. Auf unserem Weg zurück in die Altstadt (obwohl wir wahrscheinlich immer noch in der Altstadt waren) kamen wir durch einen großen, überdachten Markt, wo weniger Touristen und mehr Einheimische rumliefen und schnell fanden wir den richtigen Weg zurück.

We had a few days left in Ecuador‘s capital and because we had seen quite a lot during the first week we knew the city a bit better. So we three wandered quite a lot around the old town, rested here and there in a café or one of the parks and enjoyed the last sunny days we would have for a while. One day we took a cap up to the Virgen of Quito – supposedly the only statue of the Virgen Mary with wings. You have a great view of the city up there. On our way back we took the bus and ended up in a bit different place than we thought. Well on our way back to the old town (I guess we were still in the old town though) we came to a big, covered market where there were less tourists and some more natives and soon we found the right ways back.

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Jeden Montag ist bei dem Palacio de Carondelet, dem Präsidentenpalast der Wachwechsel mit anzusehen, der ähnlich wie vor dem Buckingham Palace in London zelebriert wird. Neben einigen Beamten und Schülern winkte uns oben auf dem Palast sogar der Präsident zu.

You can watch the change of guards at the Presidential Palace every Monday, which is a big event and reminds of the Buckingham Palace in London. Even the President of Ecuador was waving next to some guards and students from the top of the palace.

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So gingen auch unsere letzten Tage schnell vorbei und es wurde langsam Zeit heimzufahren. Eigentlich wollten Marieke und ich am selben Tag fliegen. Aber dummerweise hatte ich mich verguckt, sodass wir zwar an dem selben Tag flogen, nur ich früh morgens in der Nacht und Marieke erst abends. Also verabschiedete ich mich von beiden und meine liebe Weggefährten blieb noch eine Nacht länger während ich mich am Abend vorher auf zum Flughafen machte und eine mehr oder weniger unheimliche Taxi-Fahrt erlebte. Im Prinzip passierte gar nichts, nur dass ich so gut wie kein Spanisch spreche und den Taxi-Fahrer nur mäßig bis kaum verstand. Auf die Frage, ob ich den schnellen Weg nehmen wollte, antwortete ich natürlich mit ‘ja‘; warum auch mehr Zeit vertun? Da wusste ich noch nicht, dass der „schnelle Weg“ mitten durch dunkle, verlassene – wie es nachts so ist – Stadtviertel führte, anstatt die Autobahn zu nehmen. Mein mulmiges Gefühl im Bauch wurde noch verstärkt, als der Taxi-Fahrer extra die Türen verriegelte als wir kurz zum stehen kamen. Noch weniger half mir in der Situation, dass ich wahnsinnig Müde war und mir andauernd die Augen zufielen. Ich konnte nur noch hoffen, dass ich rechtzeitig und sicher am Flughafen ankommen würde, was auch so geschah. Ich mache mich immer viel zu schnell verrückt, aber ich war froh, endlich anzukommen.

In this way our last days passed quickly and time came to go back home. Actually Marieke and me wanted to fly back at the same date. But unfortunately I made a mistake and instead I had a really early flight and Mariekes was not before evening. So because my flight was so early I had to go to the airport one day before Marieke and I said good-bye to the two and my dear companion stayed for a night longer in Quito while I had a more or less scary cab ride to the airport. Actually nothing happened except that I cannot speak Spanish and didn‘t really understand the driver. When he asked me if I wanted to take the fast way I said ‘yes‘ of course; why spend more time in the cab? I didn‘t know yet that the „fast way“ went through dark and lonely parts of the city instead of taking the highway. My feeling didn‘t get better when the driver extra locked the doors when we had to stop for a moment. Although the worst thing was that I was extremely tired and my eyelids dropped down the whole time. I could only hope that we would arrive at the airport in time and we did. I‘m always worrying too much but I was happy to be finally at the airport.

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Endlich angekommen… am Flughafen. Plötzlich ging alles wahnsinnig schnell. Alles verlief einwandfrei: der Check-In war ein Klacks, der Flug war pünktlich, ja selbst die Immigration während meines Stopps in Houston war schnell hinter sich gebracht. Ich fühlte mich ein bisschen wie im Delirium. Plötzlich war ich nicht mehr in Ecuador, sondern in den USA. Den Tag hatten wir noch in der Sonne verbracht und plötzlich wartete ich in New York City auf meinen letzten Flug. Der Flug, der mich nach Hause bringen würde.

Nach 102 Tagen nahm meine Reise nun ein Ende. Ich war surfen und bungee jumpen, habe den Blick von den Bergen über Hawaii und die Anden genossen, bin mit Robben, Pinguinen und Haien geschwommen, habe mit TKD angefangen und bin an den wunderschönsten Stränden spazieren gegangen und war an dem friedlichsten Ort der Erde. Aber das ist alles nichts gegen das, was ich von all den wunderbaren Menschen bekommen habe, die mich auf meiner Reise begleitet haben oder die ich dort kennengelernt habe, und ich bin so unendlich dankbar dafür. In Hawaii habe ich ein zweites zu Hause gefunden und Ecuador zusammen mit meiner lieben Marieke war ein großes, buntes und wunderbares Abenteuer. Ich hätte mir keine schöneren 102 Tage vorstellen können und möchte keinen einzigen davon missen.

Finally at the airport… finally? Suddenly everything went so fast. The check in was no problem, the plane was on time, and even the immigration during my stop over in Houston was over quite quickly. I felt a bit delirious. Suddenly I wasn‘t anymore in Ecuador but in the USA again. I had spent the day in the sun and suddenly I was waiting for my last flight in New York City. The plane which would bring me home.

My big trip finally came to an end after 102 days. I went surfing and bungee jumping, enjoyed the view over the mountain ridges in Hawaii and in the Andes in Baños, I swam with see lions, penguins, and sharks, started with TKD and went for a walk at the most wonderful beaches and visited the most peaceful place on earth. But this is nothing against that what I got from all the wonderful people who I traveled with or whom I met during my travels. And I am so endlessly thankful for that. I found a second home in Hawaii. Ecuador was a big, bright and beautiful adventure with my dear Marieke. I couldn‘t have spent any more gorgeous 102 days and I do not want to miss a single one.

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New York war schneebedeckt – der erste richtige Schnee, der mir diesen Winter über den Weg kam. Und mit den Stimmen der Soul- und Tanzgruppe, die auf dem Flughafen in Newark im Rahmen des “Black History Months“ auftrat, machte ich mich auf den Weg zu meinem Flieger; auf den Weg nach Hause.

New York was covered in snow – the first real snow I came across the winter. And with the lovely voices of the soul and dancing company, which performed for the “Black History Month“ at Newark Airport, I made my way to the next flight; my way back home.

Jenny xxx

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Oh-oh-Otavalo

Oh je, die Zeit vergeht wie im Flug und ich komme gar nicht mehr hinterher, über alles zu berichten. Aber auch in Puerto Lopez endete unsere Reise Anfang des Jahres durch Ecuador noch nicht. Als nächstes stand das kleine Städtchen Otavalo, nördlich von Quito auf dem Plan. Bekannt ist Otavalo vor allem für seinen großen, farbenfrohen Markt. Besonders an Wochenenden erreicht er riesige Ausmaße, was wir uns nicht entgehen lassen wollten.

Oh boy, time goes by so fast and there is still so much to report about. But our trip to Ecuador at the beginning of this year didn‘t end in Puerto Lopez. We wanted to stop next in the small town Otavalo, northern to Quito. Otavalo is famous for its huge, colourful market, which becomes extra big during the weekends, and which we didn‘t want to miss.

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Unsere Anreise verzögerte sich allerdings um so einiges, sodass wir nicht wie geplant am frühen Abend, sondern am frühen Morgen ankamen. Am sehr frühen Morgen – um genau zu sein um drei Uhr nachts. Als wir nach einer rund zwölfstündigen Fahrt endlich in Quito ankamen, fuhren an dem Busbahnhof dort zunächst keine Busse mehr nach Otavalo. Nach längerem Warten und mehrfachem Anstellen in verschiedenen Schlangen, wurde dann doch noch eine Möglichkeit für uns und die vielen anderen Menschen, die ebenfalls dorthin wollten, gefunden. Also ging es einmal quer durch die Stadt zu einem anderen Busbahnhof. Dort angekommen waren Schalter fast alle Schalter geschlossen, doch zu unserem Glück fanden wir bald den Richtigen geöffnet. Ein Busticket nach Otavalo wurde gekauft und in der mittlerweile nächtlichen Kühle gewartet. (Es war so „kühl“, dass wir uns all unsere wärmsten Sachen übereinander anziehen mussten.) Nur noch zwei Stunden im Bus, dann würden wir endlich in Otavalo sein. Dachten wir uns.

Dank dem zuvorkommenden Busfahrer, der mit keinem einzigen Wort die Haltestelle ankündigte, fuhren wir prompt dran vorbei und so wären wir womöglich noch lange gefahren, wäre nicht bald die Endstation gekommen. Was gibt es schöneres, als mitten in der Nacht in einer wildfremden Stadt in Ecuador zu sein, ohne zu wissen, wo sich diese genau befindet? Bestimmt nicht nachts in einer fremdem Stadt rumzulaufen und kein Hostel zu finden. In genau dieser Situation befanden wir uns jedoch, als wir uns ein Taxi “zurück“ nach Otavalo genommen hatten. Denn inzwischen waren es so spät, dass sämtliche Hostals schon geschlossen hatten. Wir hatten uns schon damit abgefunden, die Nacht auf dem Marktplatz durchzumachen, als wir doch noch zufällig auf eins mit 24-Stunden-Rezeption stießen – unsere Rettung! So konnten wir wenigstens noch ein paar Stunden Schlaf bekommen.

But our journey to Otavalo got unexpectedly long so that we didn‘t arrive before morning the next day instead of the early evening. We arrived veeery early – rather at 3 am. When we finally arrived in Quito after a twelve-hour bus ride there were no busses to Otavalo anymore. We had to wait for a while but luckily they found another bus for us and the many other people, who wanted to go there as well. Therefore we had to take another bus to get to the other side of the city. But when we arrived there all the counters were shut. Luckily – again – the right one opened soon. We bought a ticket and had to wait – again – during the night got colder and colder. (It got so cold that we had to take all of our warmest clothes and put them on in layers.) Only two hours left in the bus and we would finally arrive in Otavalo. At least that‘s what we thought.

Thanks to the friendly bus driver, who didn‘t announce a single stop, we passed the right one. We would have stayed in the bus probably a long time if the last stop wasn‘t too far. What is nicer than wandering around a town in Ecuador you do not know at all in the middle of the night without knowing exactly where you are? Definitely not wandering around a town you don‘t know without finding a hostel. But this was the exact situation we were in after we took a cap “back“ to Otavalo. Because meanwhile it was too late for all the hostels to be open. We were seeing us already spending the night on the marketplace when we incidentally found one that was open 24 hours – our saving! So at least we could gather some hours of sleep.

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Am nächsten Morgen machten wir uns zu dem großen Tiermarkt auf, um uns das Spektakel einmal anzuschauen. Schnell wurde uns der Anblick der dürren, zusammengepferchten Tiere jedoch zu viel. Das hatte ich mir dann doch etwas anders vorgestellt.

On the next morning we went to see the big animal market. But soon we had enough of seeing the skinny, penned up animals. We thought we would be a lot different.

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Dafür war ist Handwerksmarkt in Otavalo umso schöner – ein Meer aus Farben erstreckt sich über der Stadt, in allen Straßen, wo man nur hinschaut, sind Stände mit allem was das Herz begehrt. Von Schmuck aller Art, Stiefeln, Decken, Hängematten… Alles war einfach so schön und farbenfroh! Den halben Tag verbrachten wir damit, durch die Straßen zu bummeln und Dinge für unsere Liebsten und uns zu erwerben. Dann ging es wieder zurück nach Quito, der letzten Station auf unserer Reise.

 In return the craft market was even nicer – bright colours across the whole town, in every street people sell everything that you can imagine. You can buy jewellery, boots, blankets, hammocks, everything… And everything was so bright and beautiful! We spend half of the day walking in Otavalo and buying things for our loved ones and us. After that we went back to Quito, the last stop on our trip. 

Jenny xxx

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Llamas, finally!

Rückblick: Das erste und einzige Mal, dass wir Lamas zu Gesicht bekamen war, als wir mit dem Bus auf dem Weg von Cuenca nach Guayaquil durch den Nationalpark El Cajas gefahren sind. Wieder einmal eine atemberaubende Landschaft und mittendrin ganz friedlich Lamas. Könnt ihr sie entdecken? ;-)

Throwback: The first and only time we saw lamas was when the bus took us on our way from Cuenca to Guayaquil to the National Park El Cajas. Once again a breathtaking landscape and peacefully grazing llamas in the thick of it. Can you see them? ;-)

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The most Peaceful Place on Earth II

Das zweite Erlebnis, von dem ich euch berichten wollte, waren definitiv die Galápagos Pinguine! Besonders einer hatte es uns angetan. Während einer weiteren Schnorchelrunde entdeckten wir einen der Pinguine ganz nah auf einem Stein hocken. Nachdem er sich ein wenig geputzt hatte, watschelte er vorsichtig zum Rand und ließ sich ins Wasser plumpsen. Aber anstatt blitzschnell wegzuschwimmen wie all die anderen, paddelte er gemächlich vor sich hin und ließ uns eine ganze Weile lang mit ihm mitkommen, wir ganz aufgeregt hinterher. Ich war in meinem leben nie verzauberter – wir sind mit einem Pinguin zusammen geschwommen! Ich kann es immer noch kaum glauben, den ganzen Tag und die ganze Woche noch quietschten wir vergnügt vor uns hin. Hier könnt ihr unseren Pinguin sehen. Am Abend ging es dann auf einen kleinen Berg (oder mehr einem Hügel), um den Sonnenuntergang über dem Pinnacle Rock zu beobachten. Was für ein perfekter Tag! (Abgesehen davon, dass auf Galápagos jeder tag perfekt war.)

The second experience I was talking about were definitely the Galápagos Penguins! Especially one had taken a shine on us. During another round of snorkelling, we discovered one of the penguins sitting on top of a small rock right beside us. After he had cleaned himself a bit, he toddled carefully to the edge and jumped into the water. But instead of swimming away fast, like most of the others do, he swam leisurely and completely unhurried and aloud us to go with him for quite a long time. So we started to follow him super-duper excited. I hadn‘t experienced such joy in my entire life – we were swimming with a penguin! It‘s still hard to believe and we were squeaking happily for the rest of the day, the whole week long. You can watch our penguin here .In the evening, we went up a small hill to watch the sun set behind the Pinnacle Rock. It was such a perfect day! (Although every day in Galápagos was perfect.)

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Pinnacle Rock

DSCN3086 DSCN3093 DSCN3084 Zu meinem liebsten Ort zählt definitiv eine kleine von Seehunden besiedelte (wie kann es auch anders sein?) Sandbank. Türkisfarbenes Wasser, weißer Sand, überall Robbenbabys und über all dem ein strahlendblauer Himmel und die untergehende Sonne – was möchte man mehr?

One of my favourite places was definitely a small sand bar with a sea lion colony (what else to expect?). What else can one want on top of turquoise water, white sand, and sea lion puppies everywhere and the setting sun shining above this beautiful scenery on a bright blue sky?

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Walskelett // Skeleton of a wale

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Während der Mittagspause lagen alle meist träge an Deck rum, lasen oder dösten. Einmal konnten wir sogar von Deck ins Wasser springen, als wir an einer ausreichend tiefen Stelle ankerten. Zugebenermaßen hatte ich davor mehr Angst als vorm Bungee Jumping. Fragt mich nicht, warum. Und jeden Abend fielen wir todmüde in unsere Kojen, so viel haben wir erlebt und gesehen. Und ich könnte noch endlos weiterschreiben!

During the lunch breaks we all were usually lying lazy on deck, reading or dozing. One time we could even jump from the top into the water while we were anchoring at a spot that was deep enough. To be honest I was more scared to jump from the deck than to go bungee jumping. Don‘t ask why. And every evening we fell straight into our bunks, we were too exhausted from all the things we had done and seen. And I could go on and on with writing and never come to an end! 

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Mit unserer kleinen Reisegruppe hatten wir ebenfalls richtiges Glück. Natürlich kann man sich auf so engem Raum leicht mal auf den Fuß treten, aber alle waren einfach gut gelaunt und entspannt. Abends saßen wir oft noch lange unter dem klaren Sternenhimmel, der zugegebenermaßen selbst den über Hawaii übertrifft, hörten Musik, aßen Kekse und diskutierten lange und ausgiebig darüber, welches die fünf besten Disney Filme wären, während das Boot eher weniger leise durch die schwarze Nacht glitt. Hier meine Top 5:

Also, we were really lucky with our little group of ten. Of course you can get annoyed easily when you‘re living together on such small space but everyone was just happy and relaxed. At night we often sat underneath the starlit sky (which even beats the one on Hawaii although this is hard to believe), listening to music, eating cookies and discussing which are the five best Disney’s movies. These are my top 5:

1) Das Dschungelbuch // The Jungle Book

2) Arielle die Meerjungfrau // The little Mermaid

3) Alice im Wunderland // Alice in Wonderland

4) Der König der Löwen // The Lion King

5) Susie und Strolch // Lady and the Tramp

We are crabs! ;-)

We are crabs! ;-)

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Neben uns tauchten dann plötzlich riesige Mantarochen auf oder wir wurden ein Stück weit von Schwärmen von Fregattvögeln begleitet. Es war wie in einem Wunderland. Und dazu noch so gut wie gar kein Kontakt zur Außenwelt, was wunderbar erholsam war! Als die acht Tage rum waren, fiel der Abschied dann doch schwer. An unserem letzten Abend vergaßen wir so sehr die Zeit, dass Marieke und ich beschlossen, die letzten zwei Stunden unter freiem Himmel zu schlafen (was uns allerdings dann doch zu frisch wurde).

While the boat was floating less quietly through the evening sun you could sometimes see giant Manta rays that were suddenly jumping out of the water or there were swarms of frigate birds, which were following us for, a bit. It was like in wonderland. And on top we had no contact to the rest of the world, which was really recreative indeed! So you can imagine that saying goodbye didn‘t feel too easy after these eight days. We even forgot the time the night before we left, so that Marieke and me decided to spend the last two hours sleeping outside (but after all we got a bit cold and went back inside again).

IMG_2876 DSCN3021 DSCN2928Wieder an Land holte uns dann doch die Landkrankheit ein, so ungewohnt war es, wieder länger auf festem Boden zu stehen. Waren wir, von ein paar kleinen Ausnahmen abgesehen, ganz gut ohne schwere Seekrankheit ausgekommen, wurde uns doch etwas schummerig, als wir zum Abschluss die ältesten Riesenschildkröten im Charles Darwin Forschungszentrum besichtigten. Aber auch das war bald vergessen, spätestens als wir diese von uns so geliebten Inseln endgültig verlassen mussten. Es war tatsächlich, ohne Übertreibung wie ein Auslug ins Paradies und diese Woche übertrifft fast alles andere, was ich bisher gemacht habe! Die Galápagos Inseln sind wirklich der friedlichste Ort auf der Erde und ich bin unendlich dankbar, dass es mir möglich war, diesen Ort zu besuchen und ein wenig diese faszinierende Welt zu erleben und zu entdecken!

During that time it got so unfamiliar to stand on solid ground that we got sick when we got back to land. Despite some little exceptions we didn‘t get really sea sick but when we were visiting the oldest tortoises in the Charles Darwin Research Station we did get dizzy. But this, too, was forgotten fast at least when we finally had to leave these beautiful islands. Without going over the top, it was like a trip to paradise and this one week beats everything I have ever experienced so far! The Galápagos Islands are indeed the most peaceful place on earth and I am endlessly thankful that I was able to visit it and to see and experience a bit of this fascination world!

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Ich denke, es ist nicht schwer nachzuvollziehen, warum mir dieser Post nicht allzu leicht gefallen ist. Aber durch das Schreiben erinnere ich mich immer wieder an mehr und mehr Einzelheiten und erfreue mich erneut an meiner und unserer Reise. Vor allem eins kann ich allen nur wärmstens ans Herz legen: Falls ihr jemals nur irgendwie die Chance habt, Galápagos zu besuchen, ergreift sie – so etwas erlebt man nicht alle Tage!

I would say it‘s not hard to imagine why it wasn‘t too easy to write this post. But while writing I remember more and more details every time and I feel happy about my travels again and again. I can only recommend the following warmly: If you ever get to have the chance of going to the Galápagos Islands in any ways, take it – it‘s a once in a lifetime experience!

Jenny

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The most Peaceful Place on Earth I

Je mehr ich über meine Reise berichte, desto mehr reflektiere ich meine gesammelten Erfahrungen. Im Nachhinein noch einmal die ganzen Fotos durchzugehen bringt viele Erinnerungen hoch – Ich durchlebe meine Reise fast ein zweites Mal. Nun folgt ein Abschnitt meiner Reise, an den ich besonders gerne, aber auch mit viel Wehmut zurück denke, weswegen ich bislang auch so damit gehadert, darüber zu schreiben:

The more I write about my travels the more I reflect my experiences. Looking through all the photos there are a lot of memories that are coming up again – I am undergoing my trip almost for a second time. The next part of my trip is one I like to think back a lot but it makes me a bit melancholic, too. That’s also the reason why I was hesitating a bit with writing about this particular week:

Sea Iguana

Sea Iguana

Galápagos. 98% Naturschutzgebiet mitten im Pazifik und der wohl friedlichste Ort auf Erden. Acht Tage durften wir auf diesen wunderbaren, unberührten Inseln verweilen, auf einem kleinen Schiff, umgeben von den herrlichsten Tieren in freier Wildbahn. Acht Tage ohne jegliche Verbindung zur restlichen Welt, kein Handy, kein Internet. Nur die Crew, unsere kleine Reisegruppe, die Tiere und wir. Ein unglaubliches Erlebnis, dass ich meinen Lebtag nicht vergessen werde!

Galápagos. 98% National Park in the middle of the Pacific Ocean and perhaps the most peaceful place on earth. We were aloud to spend eight days on a small boat surrounded by the most magnificent, wild animals on these wonderful, untouched Islands. Eight days without any contact to the rest of the world, no cell phone, no Internet. Only the crew, our little group, the animals and Marieke and me. An incredible experience that I will never forgot in my entire life!

Aber fangen wir von vorne an: Schon ganz am Anfang, als wir anfingen, ganz wage den Gedanken auszusprechen und langsam die Idee entstand, zusammen durch Ecuador zu reisen, stand für uns fest, dass die Galápagos-Inseln unbedingt in unsere Pläne miteinfließen mussten. Nach unserem Zusammentreffen in Quito fingen wir auch gleich damit an, nach Angeboten zu recherchieren. Wieso erst so spät? Wir entschlossen uns dazu, eine Rundreise auf einem kleinen(!) Cruise-Schiff zu buchen und Last-Minute-Angebote sind in dem Fall oft am preisgünstigsten. Bald war auch ein Schiff gefunden und nach einigen Verzögerungen alles gebucht. Von Cuenca aus ging es nach Guayaquil, von wo aus wir am nächsten Tag nach Baltra fliegen würden. Am Flughafen wurde unser Gepäck extra untersucht, denn um die dort beheimateten Arten zu schützen, darf man weder Lebensmittel, Pflanzen noch Tiere auf das Archipel mitnehmen. Alles war schnell erledigt, nur das Flugzeug ließ auf sich warten. Nach über einer Stunde Verspätung, saßen wir dann endlich gespannt im Flieger.

But let’s start from the beginning: We already wanted to go to the Galápagos Islands in the very beginning, when we both started to think about traveling together to Ecuador. After we met in Quito we started immediately to look for offers. Why did we do that so late? Well, we wanted to go on a Cruise on a small(!) ship and last-minute offers are often way cheaper. Soon we had found a boat and after some delays everything was finally booked. So we went from Cuenca to Guayaquil where we would take the flight to Baltra on the next day. Our luggage was double checked at the airport because it’s not aloud to take any food, seeds, plants or animals to the islands to save the native species. Finally, after a one-hour delay, we sat super excited in our seats on the plane.

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Ein klitzekleines bisschen sorgte ich mich schon, dass das Schiff ohne uns abfahren würde, aber als wir in Baltra ankamen, stellten wir mit Freude fest, dass wir die ersten waren, da alle anderen ebenfalls verspätet ankamen. Um noch etwas vom Tag zu haben, wurden wir von verschiedenen Guides und Taxi-Fahrern auf die größere Nachbar-Insel Santa Cruz und nach Puerto Ayora, der größten Stadt (die auch nicht wirklich groß ist) geglotzt, wo unser Schiff New Flamingo II vor Anker lag. Unser eigener Guide musste selbst noch am Flughafen auf die letzten Verspäteten warten. An diesem Tag sahen wir noch Riesenschildkröten und eine kleine Lava-Röhre. Abends am Hafen hatten wir gleich schon die nächsten Begegnungen mit den einheimischen Tieren. Bevor wir am Abend ablegten, fielen Marieke und ich erschöpft, aber glücklich in unsere Kojen. Am nächsten Tag erfuhren wir dann, dass wir erst einige Stunden später los gefahren waren, da der Kapitän verschlafen hatte – soviel zu der von unserem Guide angepriesenen Pünktlichkeit auf Galápagos. ;-)

I was a tiny bit worried that the boat would leave without us. But when we arrived on Baltra we realized that we were the first ones because all the others were delayed as well. Several different guides and taxi drivers guided us to the biggest City Puerto Ayora on Santa Cruz, which is located right next to Baltra, where our ship New Flamingo II was anchored. Our actual guide had to wait at the airport for the last ones of our group. On the same day we got to see giant tortoises and a small lava tube. And in the evening we met the next native animals at the harbour. Later, Marieke and me fell exhausted but happy into our bunks before we even left Puerto Ayora. In the next morning we found out that the ship had started some hours delayed – that much to the alleged promptitude on Galápagos. ;-)

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In den nächsten Tagen fuhren wir von Insel zu Insel, oft auch zu zwei verschiedenen an einem Tag, und jede war anders. Zweimal täglich ging es an Land und zum Schnorcheln. Dabei sahen wir die verschiedensten Tiere: Von zig verschiedenen Vogelarten, darunter auch Pelikane, Flamingos und die bekannten Blue-footed Boobies, zu den buntesten Fischarten. Und überall Iguanas und Robben.

In the next days we went from island to island and often visited two on the same day. And each single one was different to the others. We had two landings and went two times snorkelling a day. In this way we got to see loads of different animals: From plenty of different bird species, among Pelicans, Flamingos and the famous Blue-footed Boobies to the brightest fish. And on top there were Iguanas and Sea Lions everywhere.

Pelican

Pelican

Galápagos Lava Lizard

Galápagos Lava Lizard

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Darwin Fink

Darwin Fink

Möwen // Sea Gulls

Möwen // Sea Gulls

Land Iguana

Land Iguana

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Blue-footed Booby

Blue-footed Booby

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Sea Lion

Sea Lion

Flamingo

Flamingo

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Lava-Feld // Lava field

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Im Wasser kommt man sich vor wie in einem Aquarium, links und rechts schwimmen die exotischsten Fische an einem vorbei, ohne sich auch nur die Bohne zu scheren. Unter Wasser war es wie in einer anderen Welt, denn wir konnten nicht nur Fischschwärme noch und nöcher bestaunen, sondern auch Haie, Schildkröten und Rochen. Hier könnt ihr einen kleinen Einblick von Tenille und Micheal, ebenfalls Teil unserer Truppe, bekommen, wie es ist, mit einem Hai zu schwimmen. Die beiden berichten auf ihrem Blog Fork It, Let’s Travel! über ihrer Weltreise und sind zur Zeit in Vietnam.

Being under water is like swimming in an aquarium. There are loads of exotic fish swimming right next to you without even caring. It was like an entire new world; there weren’t only fish over and over but also sharks, turtles and rays. You can get a peek of swimming with sharks from Tenille and Michael, who were part of our group, here. They are reporting about their trip around the world in their blog Fork It, Let’s Travel!. Right now they are in Vietnam.

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Am beeindruckensten und einprägsamsten waren jedoch zwei „Schnorchelgänge“. Einmal, als wir mit einem jungen Seehund unter Wasser spielen konnten. Junge Seehunde lieben es wenn man mit dem Schnorchel Blubberblasen macht und dieser ganz besonders. Freudig schwamm er von einem zum anderen ganz ohne Scheu, obwohl er in freier Wildbahn lebt. Generell sind die meisten Tiere auf Galápagos sehr „Menschenlieb“ wenn man sich in ihrer Gegenwart angemessen verhält. Der Mensch ist kein natürlicher Feind, also wieso sollten sie Angst haben? Diejenigen, die tatsächlich scheu sind, haben fast alle schlechte Erfahrungen durch zum Beispiel Fischerdörfer machen müssen. So konnten wir ganz nah an die meisten heran.

Was das Zweite war, erfahrt ihr beim nächsten Mal, also bleibt dran!

My two favourite and most impressive experiences were both two times when we went snorkeling. One time we were able to play with a young sea lion under water. They love swimming through bubbles from the snorkel gear and this one was just super excited about us making bubbles. It swam from one person to the next one without being afraid at all even though it was wild. In general most of the animals on Galápagos are quite relaxed when it comes to seeing humans, if you act in the right way of course. Humans are no natural enemies, so why should they be afraid? Those who are afraid most likely have had bad experiences with for example fishing villages. In this way we could get very close to most of them.

I will tell the second story the next time, so stay tuned!

Jenny

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A weekend in Cuenca

Wieder im Bus ging es auf nach Cuenca. Auf Molokai, HI, wurde mir die Stadt schon wärmstens ans Herz gelegt und von der wunderschönen Architektur vorgeschwärmt. Nun wollten wir uns selbst ein Bild davon schaffen. Nach der mehrstündigen Busfahrt kamen wir abends in der Stadt an. Ein schönes Hostel mit Innenhof und Blick über die Dächer war schnell gefunden und Marieke und ich machten uns sobald möglich auf die Suche nach etwas zu Essen. Schon da fielen uns die vielen schönen Altbauten auf, unser Blick war nach acht Stunden im Bus jedoch vorrangig auf etwas zu Essen ausgerichtet.

We took off to Cuenca by bus again. The town was recommended warmly to me already during my trip to Molokai, HI. Now we wanted to make our own memories. We arrived in the evening after a bus ride that took more than just some hours. We found a nice hostel with a courtyard and a view over the town pretty fast and Marieke and me took off as soon as possible after checking in to find something to eat. The beautiful old buildings already attracted our attention but our priority objective was food after eight or more hours sitting in the bus.

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Leider gestaltete es sich als etwas schwierig, den Schlüssel wieder aus dem Schloss zu bekommen. // Unfortunately it wasn’t too easy to get the key again out of the keywhole.

Am nächsten Morgen empfing uns strahlender Sonnenschein und wir fingen an, Cuenca zu erkunden. Bei der ganzen atemberaubenden Architektur weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll – Cuenca ist nicht umsonst Weltkulturerbe. Dazu überall kleine Cafés und niedliche Geschäfte.

In the next morning we woke up with bright sunlight and we started to explore Cuenca. You don’t know where to start with all that breath taking architecture – Cuenca isn’t for nothing Work Cultural Heritage. On top of that there are little cafés and restaurants everywhere, just wonderful.

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Was wir allerdings nicht wussten: Diese haben am Wochenende größtenteils geschlossen. Am Samstag ging es noch einigermaßen, aber was macht man wenn alle Museen der Stadt, wegen denen man eigentlich dort ist, geschlossen haben? Marieke und Jenny gehen viel spazieren und enden in einem Skelett-Museum. Da dies das einzige unter den unzähligen Museen war, dass tatsächlich nicht geschlossen war, haben wir jetzt das Skelett von so ziemlich jedem heimischen Tier in Ecuador gesehen. Warum nicht?

But what we didn’t know: Most of them are closed during the weekends. It went well on Saturday in some degree but what shell you do if all the museums are closed which are part of the reason why you are there? Marieke and Jenny a taking long walks and end up in a skeleton museum. Because this was the only open one, we now pretty much all the skeletons of the domestic Ecuadorian animals. Why not?

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So ruhig die Stadt am Wochenende tagsüber auch ist, so laut geht es dafür am Abend zu: Überall sind die Menschen auf den Straßen; so viele fuhren in die Stadt, dass sich auf dem Weg zum beliebtesten Club ein riesen Stau gebildet hatte, wo man froh sein konnte, im Schritttempo voran zukommen – zum Glück waren wir zu Fuß unterwegs. Ansonsten gibt es in Cuenca fast mehr Karaoke-Bars als Anwohner und würde man es darauf anlegen, könnte man leicht eine ganz für sich allein finden. Wir haben es nicht darauf angelegt, sondern sind nur ein bisschen durch die Straßen spaziert und haben – mal wieder – Kuchen gegessen.

As quiet as the town is at daytime during the weekends as noisy it is in the evenings: There were people everywhere on the streets and so many came by car that there was a huge traffic jam towards the most famous club where you could be happy if you would be able to drive with walking pace – we were happy to just walk. Besides that there are almost more karaoke bars than residents and if you would really want to you could easily find one only for yourself. Well, we didn’t want to but just walk through the streets and eat cake, as usual.

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Eine Bar, unten in einem Hostel, sah dann doch etwas einladender aus als die dunklen Karaoke-Bars mit Leuten, die sich mehr oder weniger schlecht (aufgrund mehr oder weniger hohem Alkoholkonsums) einsam an allen möglichen Mainstream-Liebeskitsch-Liedern versuchen. Wie es der Zufall wollte, fing kurz nachdem wir uns gesetzt hatten, eine Live-Band an zu spielen. Als wir um die Ecke lugten, stolperten wir schon fast über die Band selbst, dahinter ein rappelvoller Raum. Eine recht talentierte ecuadorianische Rock-Band, die alle möglichen Lieder covern, die ein Rocker-Herz höher schlagen lassen, von The Doors bis Guns N‘ Roses, das lassen wir uns doch nicht entgehen. Richtige „Rocker-Herzen“ schlagen vielleicht nicht ganz in unseren Körpern, doch es war so ein glücklicher Zufall, endlich wieder auf einem Konzert zu sein. Und erst dort merkten wir, wie sehr uns Live-Musik und Konzertbesuche auf unseren beiden Reisen bisher gefehlt hatten. Wie wir herausfanden, handelte es sich dabei um ein Charity-Konzert, bei dem für ein Wohltätigkeitsprojekt gesammelt wurde, um Häuser für einkommensschwache Familien zu bauen. Und auch wenn fast alle nur dasaßen, tanzten wir bis zum Ende fröhlich und ausgelassen. Was für ein guter Abend!

After walking around a bit we finally found a pretty nice looking bar in a hostel that looked a bit more inviting than all the dark karaoke bars with people who are trying more or less bad (depending on the amount of alcohol they drank before) to sing all different kinds of mainstream romance songs alone. As luck would have it, a band started to play live just after we sat down. When we looked around the corner we almost tripped over the band and behind them the room was packed. We directly told each other that we wouldn’t miss out on a quite talented Ecuadorian rock band which was covering all different kinds of songs which would make every rocker’s heart beat higher, starting with The Doors to Guns N‘ Roses. There might be no real “rocker’s hearts beating in our chests but it was such a fluke to be finally at a concert again. And just then we realized how much we had missed live music and concerts during our travels. We soon found out that this was a charity concert to collect money for a house building project for low income families. And while most of the people in the audience were sitting and listening, we were dancing happy and wild. What a great evening!

IMG_2724Wer denkt, Cuenca sei am Samstag schon ruhig, der hat die Stadt noch nicht am Sonntag gesehen. Sonntags ist alles wie ausgestorben, kaum jemand ist auf den Straßen und buchstäblich alles hat geschlossen. Uns blieb also nichts anderes übrig, als uns einen entspannten Tag am Fluss zu machen. Nun gut, es gibt schlimmeres, als den Sonntag mit Kuchen und einem guten Buch an einem idyllischem Plätzchen, dem plätschernden Wasser lauschend in der warmen Sonne zu verbringen. Das kam uns nach den aufregenden Tagen in Baños ganz gelegen. Am Fluss trafen wir dann noch eines der Bandmitglieder vom Vorabend, der uns prompt auf das nächste Konzert einlud, doch leider hatten wir für Cuenca nur zwei Nächte eingeplant, um zeitnah in Guayaquil einzutreffen.

If you think Saturdays in Cuenca are quite quiet you haven’t seen it on a Sunday. Everything is like it died out and just everything is closed. So we had nothing else to do than spend the day down by the river. Well, there are worse ways to spend a Sunday with cake and a good book at an idyllic place in the sun and hear the water dabble. And we absolutely had no problem with that after the exciting days in Baños. We even met one oft band members from Saturday who invited us to the next concert right away. But unfortunately, we didn’t plan to stay any longer in Cuenca to get to Guayaquil in time.   

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Den Abend verbrachten wir in der wohl weit und breit einzigen geöffneten Bar bei Pasta und Tee. Nach einer Weile wurde die Musik runter und der Fernseher raufgedreht, wo irgendein Spiel lief. Es dauerte ein bisschen, bis wir begriffen, um was es sich da handelte, aber als wir es herausgefunden hatten, beschlossen wir, uns doch noch ein Stück Kuchen zu gönnen und etwas länger zu bleiben. So schauten wir beide zum ersten Mal den Super Bowl. American Football hatte uns eigentlich nie sonderlich interessiert und wir brauchten unsere Zeit und einige Wikipedia-Artikel, bis wir das Spiel einigermaßen begriffen, aber es hatte was, die Denver Broncos (spontan als unsere Favoriten gekürt, nur weil sie nach Pferden benannt sind) gegen die Seattle Seahawks antreten und dessen Receiver Sherman einen Touchdown nach dem anderen landen (landen?) zu sehen. Das Spiel selbst war zwar nicht sonderlich spannend und die Broncos verloren mit einem jämmerlichen 8:43, aber wir hatten trotzdem unseren Spaß und es war ein schöner Abschluss unseres Wochenendes in Cuenca.

We spend the evening in the far and wide only open bar and had pasta and tea. After a while they turned the music down and the TV up to watch some sports game. It took us some time until we realized what it was but when we found out we decided to stay a bit longer and treat ourselves with a piece of cake. In this way we both watched the Super Bowl for the first time. We were never that interested in American Football and it took us some time again and several Wikipedia articles to understand the rules at least a bit. But something kept us watching the Denver Broncos (which became spontaneously our favourites just because their symbol is a horse) playing against the Seattle Seahawks and seeing their receiver Sherman hitting (hitting?) one touchdown after another. The game itself wasn’t that exciting and the Broncos lost with a miserable 8:43 but it was still fun and it was a nice ending of our weekend in Cuenca.

IMG_2755 IMG_2754Dafür, dass jeder Reiseführer davor warnt, wie still es am Wochenende in Cuenca wird, haben wir doch so einiges erlebt. Es lebe die Spontanität! ;-)

Although the travel guide is warning that it gets pretty quite in Cuenca on weekends we experienced quite a few things. Long live the spontaneity! ;-)

Eure Jenny

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Adventures in Baños II

Das waren noch lange nicht alle von unseren Abenteuern in Baños! Marieke hatte von einem Baumhaus mit wunderbarer Aussicht in der Nähe gehört, also machten wir uns tags drauf auf einem Hike dorthin auf. Zunächst führte uns der Weg etliche steile Stufen hinauf, was durch die Hitze und dünne Luft nicht unbedingt leichter wurde. Keuchend kamen wir schon bei der Statue der Virgen de Agua Santa an. Aber das war erst der Anfang.

These were by far not all of our adventures in Baños! Marieke had heard of a tree house nearby with an amazing view. So we went for a hike there on the next day. The route started with quite a few steep steps. We were already gasping when we reached the statue of the Virgen de Agua Santa. But this was just the beginning.

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Von dort aus zweigten nun zwei Wege ab. Etwas zögernd entschieden wir uns für den, der der Karte nach der leichtere und schnellere wäre. Doch schon schnell wurde es ziemlich steil und kaum begehbar. Immer öfter mussten wir Pausen einlegen und verschnaufen. Erst auf dem Rückweg, als wir eine andere Route nahmen, bemerkten wir, dass uns die Karte tatsächlich auf den schweren Weg geführt hatte. Schlauerweise hatten wir als Mittagessen nur jeweils zwei Pflaumen mitgenommen, da wir gedacht hatten, dass wir nicht so lange brauchen würden. Aber umkehren? Niemals! Immer weiter stiegen wir höher und höher. Umso größer war die Erleichterung, als wir die erste und steilste Etappe bestiegen hatten. Es war ein weiterer Weg, unsere Willensstärke und Durchhaltevermögen zu testen und zu zweit war es gleich halb so schwer. Dafür erwartete uns oben ein gigantischer Ausblick.

From there there were two possible ways to go. We decided a bit hesitating to take the one that looked easier and faster on the map. But soon it got even steeper and hardly walkable. We had to rest more and more often to catch our breath but we had no proof that the map had actually lead us on the hard way before we went back on a different and much easier way later. Clever as always we had only taken two plums for each of us for lunch because we thought it wouldn’t take us that long. But go back? Noway!  On and on we went up higher and higher. Even bigger was the relief when we had climbed up first and steepest stage. In was another great way to test our willpower and power of endurance and because we were together it was only half as hard. Therefore the view up high was gigantic.

IMG_2523 Das war aber noch nicht das Ende unserer Wanderung. Über Felder und Wiesen ging es weiter auf unserer Suche nach dem Baumhaus. Trotz unseres spärlichen Essens und erholten wir uns schnell von dem steilen Aufstieg bei strahlendblauem Himmel.

But this was by far not the end of our hike. We went on looking for the tree house walking over fields and meadows. Although our lunch was so spare we recovered fast from the steep way up with the bright blue sky over our heads.

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Nach einiger Zeit kamen wir dann auch endlich an unser Ziel, das Casa del Arbol. Weswegen waren wir so scharf darauf, ein Baumhaus zu sehen, dass wir diese ganzen Strapazen auf uns genommen haben? Nun, dort hängt eine große Schaukel, mit der man über einen Berghang schwingen kann. Das wollten wir unbedingt ausprobieren. Außerdem war der Weg an sich, sei er noch so anstrengend gewesen, wunderschön.

We finally got to our destination after some time, the Casa del Arbol. But why did we take the whole way just to get to a simple tree house? Well, there is a swing hanging above a hillside, which we wanted to try. Also the hike itself was really beautiful although it was so exhausting.

IMG_2577DSCN2578IMG_2538IMG_2550 IMG_2573Nachdem wir dort etwas verweilt, uns in dem altem Holz verewigt und den Ausblick genossen hatten, wurden wir sogar von dem netten Baumhauswächter auf den richtigen Weg zurück nach Baños geführt. Auf dem Weg nach unten lief uns ein Hund zu, der uns bis ganz in die Stadt rein begleitete. Anfangs dachten wir noch, dass er zu den Wanderern ein Stückchen weiter hinter uns gehörte. Als wir sie aber deutlich hinter uns ließen und er uns immer noch folgte, fingen wir etwas daran zu zweifeln an. Zuerst hatten wir noch Angst, jemanden unbeabsichtigt den Hund weggelockt zu haben und wunderten uns, warum er nicht von unserer Seite wich. Als er dann auch noch in unser Hostal schlüpfte war klar, dass es sich doch um einen Straßenhund handelte und wir hatten etwas Mühe, ihn wieder daraus zu bekommen.

After we had rested a bit, had eternalized us in the old wood and had enjoyed the view, the friendly tree house guard showed us the right way back to Baños. On the way back a dog started following the whole way down to the city. In the beginning we thought it belonged to the hikers just a bit behind us but we started doubting when we left them behind and he didn’t stop following us. First we were scared that they would miss their dog and we were wondering why he didn’t wait for them but would follow us the whole way. But when he even got into our hostal we were pretty sure that is was a straying dog and it took us some time to get him out again. 

IMG_2581Als hätten wir schon nicht genug Abenteuer in Baños erlebt, entschlossen Marieke und ich uns an unserem letzten Tag dazu, eine Brücke runter zu springen. Schon am ersten Tag war uns Bungee Jumping aufgefallen und obwohl es mir so nie in den Sinn gekommen wäre, lockte es uns beide schon sehr. Wir warteten jedoch bis zu unserem letzten Tag ab und beobachteten einige dabei, bevor wir uns selbst auf die Brücke trauten.

As if we hadn’t experienced enough adventures, Marieke and me decided to jump from a bridge on our last day. Bungee jumping had caught our eyes already on our first day in Baños. And although we had never thought about doing something like this we both were kind of excited by the idea of doing that. So we waited for our last day in Baños and watched some people jump before we dared to go on the bridge ourselves.

IMG_2343IMG_2597 DSCN2472Wir verhandelten ein bisschen mit dem Preis (der Veranstalter sprach zu unseren Gunsten Deutsch), bezahlten und dann gab es kein zurück mehr. Uns wurden die Gurte angelegt und nach einigen Fallübungen stand ich auf dem Geländer der Brücke. Tief durchatmen. 1 – 2 – 3 – Sprung! Der freie Fall dauerte nur Sekundenbruchteile, es fühlte sich jedoch wie eine halbe Ewigkeit an. Die ersten Gedanken: „Oh. Mein. Gott. Ich falle. Ich falle wirklich!“ Man merkt im freien Fall ja nicht, dass man noch an einem Seil hängt, das einen auffangen wird. Ein wahnsinniger Adrenalin-Kick und dann ein überaus befreiende Gefühl, einfach zu fallen und dann wie von einer riesigen Schaukel aufgefangen zu werden. Atemberaubend. Im wahrsten Sinne des Worte, denn als ich wieder mit beiden Füßen auf dem Erdboden stand, merkte ich erst, wie ich die ganze Zeit die Luft angehalten hatte.

We had to pay a bit less because the man who owned the company fortunately spoke German, too. So we paid and then there was no way back. We got put on the belts and after a few times practicing falling I stood on the balustrade of the bridge. Take a deep breath. 1 – 2 – 3 – Jump! The free fall only took some split seconds but itfelt like half aneon. My first thoughts were: Oh. My. God. I am falling. I am falling for real!“ You don’t feel that you are attached to a rope that will catch you falling. It was a huge adrenalin kick and after that such a liberating feeling to fall and then to get caught like from a gigantic swing. Breathtaking. Literally, because after my feet felt the earth again I noticed how I hadn’t breathed for the whole time.

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Marieke sprang kurz nach mir und zur Kröning konnten wir, direkt nachdem sie wieder oben angekommen war, den Vulkan Tungurahua das erste mal seit drei Monaten in der Ferne Ausbrechen sehen. Was für ein Erlebnis! Erfüllt rannten wir am nächsten Tag morgens zu unserem Bus und machten uns auf den Weg in das Weltkulturerbe Cuenca, wo wir ein wirklich sehr ruhiges Wochenende verbringen würden. Mehr oder weniger. Aber mehr davon später,

Marieke jumped shortly after me and on top we saw the volcano Tungurahua erupt for the first time after three months right after she was back up again. What an adventure! The next morning, we ran happy to catch our bus to the world cultural heritage Cuenca, where we would spend a very quiet weekend. More or less. But more of it later,

Jenny

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P.S.: Macht nie eine Hot Stone Massage in Baños! Ich habe den Fehler gemacht und wurde regelrecht verbrannt. Ich trage immer noch einen Abdruck auf meinem Oberschenkel mit mir rum.

P.S.: Never get a hot stone massage in Baños! I made the mistake and got literally burned. There is still a mark on my upper leg.