Pizza and Chocolate Cocktails in Puerto Lopez

Nach einer wieder einmal langen Busfahrt, wie wir es inzwischen gewohnt waren, kamen wir abends in Puerto Lopez, einem kleinen Hafenstädtchen am Meer an. Ein schönes Hostal mit etlichen Hängematten im Innenhof war wie so oft schnell gefunden. Bisher hatten wir eigentlich jedes Mal Glück damit gehabt, obwohl wir uns immer erst spontan vor Ort umgeschaut hatten. Da wir seid mittags nicht mehr viel gegessen hatten, zogen wir los, um uns auf die Suche nach etwas zu essen zu machen und Puerto Lopez ein bisschen zu erkunden. Unser Hostel hätte keine bessere Lage haben können, gleich zwei Straßen weiter stießen wir auf den Strand. Dort folgt zwar ein Restaurant auf das andere, dennoch gestaltete sich unsere inzwischen fast verzweifelte Suche nach einem warmen, vegetarischen Gericht etwas schwierig: Zu der späten Stunde waren die meisten gerade am Schließen und bei den anderen war für uns nicht wirklich was dabei. Unsere einzige Rettung war ein kleiner Stand, der frische Pizza anbot. Etwas weiter entfernt der vielen Bars, die sich entlang des Strandes aneinanderreihen, setzten wir uns zufrieden in den Sand und genossen es, endlich wieder – nach nur zwei Tagen – am Meer zu sein. Was für ein Gefühl, ins Wasser zu laufen und die Wellen gegen die Beine schwappen zu spüren! Dass der Strand vor Ort nicht der Allerschönste war, war mir in dem Moment egal, Hauptsache, wir waren wieder am Meer, weit weg von der Großstadt. Wenn ich so zurückdenke und mir vor Augen führe, dass ich seid fast vier Monaten nicht mehr am Meer war, kommt mir das unvorstellbar lang vor. Wie in Hawaii jeden Tag zumindest nur für einen kurzen Moment am Strand zu sein, vermisse ich wirklich!

After a long bus ride, what we got used to in the meantime, we arrived in Puerto Lopez, little seaport, in the evening. We found a nice Hostal with a lot of hammocks in the courtyard pretty fast. Until now we were actually always pretty lucky when it came to looking for a place to sleep although we were always looking spontaneously for one once we arrived in a new place. Because we hadn‘t really eaten that much since midday we went off to find something to eat and explore Puerto Lopez a bit. Our hostel couldn’t have been in a better location, the beach was just two corners away. Although there is one restaurant after another it was harder to find something warm and veggie to eat than it seemed because most of them were already closing. Our only rescue was a small booth with fresh pizza. We sat down happy, a bit aloof from the many bars, which line along the beach, an enjoyed being finally – after just two days – back at the sea. Imagine the feeling of running into the water and feel the waves swashing against your legs! For the nonce I didn‘t care that the beach wasn‘t the prettiest, the main things was that we were back at the sea, far away from the big city. If I look back and visualize that I haven‘t seen the ocean for almost four months, it seems incredibly long ago. I really miss being at the beach every day, even just for a moment, like in Hawaii!

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Den nächsten Tag begannen wir in aller Ruhe mit einem ausgiebigen Frühstück. Wir waren uns einig, dass wir nicht viel unternehmen wollten, also verbrachten wir den Tag am Strand und gingen nur einmal kurz zurück ins Hostel, um uns abends etwas Wärmeres überzuziehen. Uns wurden allerlei Touren zum nahegelegenen Nationalpark angeboten, wo wir sogar Bluefooted Boobies zu Gesicht bekommen könnten, wie uns die Anbieter vorschwärmten. Sie konnten ja nicht ahnen, dass wir gerade von den Galápagos Inseln kamen und eine ganze Woche lang diese und noch ganz andere Tiere aus nächster Nähe gesehen hatten. Also sparten wir uns das Geld und blieben in unseren Hängematten liegen. Schwimmen waren wir zwar nicht, aber einfach mal nur zu faullenzen, lesen und in den Tag hinein zu leben war genau das was wir nach dem großen, lauten Guayaquil brauchten. Einen Bluefooted Booby ist uns dann sogar auch noch über den Weg gelaufen. Und als wäre das noch nicht genug, stießen wir auf den wohl besten Cocktail überhaupt: Wenn ihr jemals auf einen Schokoladen-Cocktail stoßen solltet, probiert ihn, denn dieser war so vorzüglich, dass wir jeder gleich zwei davon haben mussten!

We started the next day completely unhurried with a large breakfast. We both agreed that didn‘t want to do much today so we spend the day at the beach and only went back to the hostel to get some warmer clothes in the evening. We were offered several tours to the National Park near by where we possibly could have seen Blue-footed Boobies, how we were told by the Guides as they tried to satisfy us. But they couldn‘t know that we just came from the Galápagos Islands where we got so close to these and a whole lot other wild animals that we were only a few steps away. Thus we saved the money and stayed in our hammocks. We didn‘t go swimming but just to relax, read and live for the moment was exactly what we needed after the huge and noisy Guayaquil. We even ran into a Blue-footed Booby as well. And on top we got to try the most amazing cocktail ever: If you ever come across a chocolate cocktail, try it! This one was so delicious that we both had to have two each!

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Nachdem wir in Puerto Lopez wieder neue Kraft geschöpft hatten, ging es am nächsten Morgen auf zum dem großen Markt in Otavalo. Aber auf welch abenteuerliche Art wir dort ankamen, erzähle ich euch beim nächsten Mal!

Bis dahin genießt die Sonne!

After we had filled up our energy again we left Puerto Lopez the next day to head to the big market in Otavalo. I will tell you the next time on which adventurous way we got there!

Until then, enjoy the sun!

Jenny

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Back to Reality

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Von den Galápagos Inseln ging es also zurück nach Guayaquil. Von dem friedlichsten Ort der Welt in die größte Stadt Ecuadors – größere Gegensätze hätte es nicht geben können! Als wir aus dem Taxi auf die lautbefahrene Straße stiegen, traf es uns wie ein Schlag – so viele Autos, so viele Menschen, so viel Lärm. Es war einfach alles zu viel. Dafür aber kaum Natur, nur eine große, neue Promenade entlang des versifften Flusses, von freilaufenden Tieren ganz zu schweigen. Anstelle der sauberen Sandstrände trat verdreckter Asphalt. Ich war den Tränen nah, so elendig war mir zu mute von diesem Kulturschock.

Eventually we went from the Galápagos Islands back to Guayaquil. From the most peaceful place in the world to Ecuador’s biggest city – there couldn’t have been any bigger opposites! Getting out oft he cab was like getting slapped in the face – so many cars, so many people, so much noise. Everything was just way too much. Therefore there was almost no nature, just a huge, new promenade along the raunchy river, not to mention that there were no wild animals at all. Instead of long, clean sandy beaches there was just dirty asphalt. I felt so miserable by this cultural shock I had to fight back my tears.

DSCN3353 DSCN3375 DSCN3373 Schnell checkten wir in unserem gebuchten Hostel ein. Wenigstens damit hatten wir Glück: Direkt am Fluss Malecón, sauber und gemütlich, mit lauter kleinen Sitzecken und Hängematten. Abgesehen von der mehr oder weniger erfolgreichen Suche nach etwas Vegetarischem zu essen verließen wir diesen kleinen Rückzugsort an diesem Tag nicht mehr. Es glich schon fast einer Oase über all diesem Lärm. Wäre da nicht das Wifi gewesen. Sobald ich mein Handy verbunden hatte überkam mich gleich der zweite Schock: 16 Mails, 13 Whats App-Nachrichten, 16 Snapchats und weit über 100 facebook-Nachrichten. Ich war schlichtweg überfordert, nachdem wir eine Woche lang kein Handyempfang, noch Internetzugang hatten. Viel zu schnell wurden wir aus der Idylle der letzten Woche zurück in die Realität gerissen. Unsere Endscheidung war glasklar: Hier bleiben wir nicht noch eine Nacht länger. Wir wollten eh schnell weiter an die Küste, um alles zu schaffen, denn mittlerweile waren insgesamt schon über zwei Wochen vergangen. Halbzeit unserer Reise durch Ecuador war verstrichen.

We escaped to the hostel that we had booked before and quickly checked in. At least we were lucky with this: It was directly at the river Malecón, clean and cosy with lots of lounges and hammocks. We only left our little retreat place when we went to look for some vegetarian food on that day, which worked out more or less. It almost equalled an oasis above all this noise. If there wouldn’t have been any wifi. As soon as I had connected my phone I was shocked for the second time: 16 mails, 13 whats app massages. 16 snapchats and far over 100 facebook messages. I was completely overstrained after we had lived without any working phones or internet for the last whole week. We were pulled out of the last week’s idyll and got pushed back into reality way to fast. Our decision was crystal clear: We are not staying one more night. Actually we wanted to go quickly to the coast anyways to see everything we wanted in time because meanwhile we were traveling together for over two weeks. The first half of our trip was already over.

DSCN3343 DSCN3345Wir nahmen uns also vor, am nächsten Nachmittag den Bus Richtung Küste, zurück ans Meer, zu nehmen. Vorerst trafen wir jedoch noch Emma, die wir aus Hamburg kennen und die in Guayaquil gerade ein Auslandsjahr verbringt. Zusammen fuhren wir in die farbenfrohe Altstadt, schlenderten am Malecón entlang, tranken Orangensaft aus riesigen Bechern und aßen Kuchen bei Sweet and Coffee, einer Starbucks-ähnlicher Kette mit einer riesigen Auswahl an süßen, klebrigen Torten und Törtchen. Es war so schön, Emma nach so langer Zeit wieder zu sehen und wir hatten so viel Spaß, dass wir Guayaquil fast um uns herum vergaßen. Umso mehr schwärmten wir von Galápagos, wo Emma auch bald hinfahren würde. Nach diesem freudigen Wiedersehen setzten wir uns nachmittags in den Bus und auf ging’s nach Puerto Lopez

So we decided to take the bus to the coast, back to the sea, the next afternoon. But before we met up with Emma whom we know from Hamburg and who is spending a year abroad in Guayaquil. We went to the colourful old town, walked along the Malecón, drank orange juice from huge cups and ate cake at Sweet and Coffee, a Starbucks like chain with loads of sweet and sticky tarts and tartlets. It was so nice to see Emma again after such a long time and we had so much fun that we almost forgot Guayaquil around us. All the more we talked about Galápagos where Emma would go soon as well. After this happy reunion we got on the bus and off we went to Puerto Lopez

IMG_2900 DSCN3352DSCN3351IMG_2899 IMG_2779 DSCN3336Ihr seht, selbst der schlimmste Aufenthalt kann zu einer Freude werden, ist man nur mit den richtigen Menschen umgeben!

You see, even the worst stay can get a real pleasure if you’re around the right people!

Have a great week! Jenny

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Llamas, finally!

Rückblick: Das erste und einzige Mal, dass wir Lamas zu Gesicht bekamen war, als wir mit dem Bus auf dem Weg von Cuenca nach Guayaquil durch den Nationalpark El Cajas gefahren sind. Wieder einmal eine atemberaubende Landschaft und mittendrin ganz friedlich Lamas. Könnt ihr sie entdecken? ;-)

Throwback: The first and only time we saw lamas was when the bus took us on our way from Cuenca to Guayaquil to the National Park El Cajas. Once again a breathtaking landscape and peacefully grazing llamas in the thick of it. Can you see them? ;-)

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