Christmas at the Beach

Die letzte Woche hat Karen bei uns für ein paar Tage übernachtet und bevor sie wieder zurück nach Neuseeland geflogen ist, haben wir nochmal eine Menge Sachen zusammen gemacht und erlebt:

Am Samstag waren wir auf der Solstice Party von Dieters Freund Andrew, wo Dieter mit seiner Band Alice Neel aufgetreten ist. Ein besonderes Highlight war Andrews Mutter, die ununterbrochen mitgetanzt hat und richtig abgegangen ist. So erfrischend das zu sehen. Auch wenn ich nun wirklich noch nicht ans Alter denke, so eine coole Oma möchte ich auch mal werden!

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Ich habe Karen den Pillbox Hike gezeigt – ich werde mehr und mehr zur Local ;-) Und wieder war das Wetter perfekt! Obama, der die Weihnachtsferien mit seiner Familie hier in Kailua verbringt, haben wir allerdings um einen Tag verpasst, als er auf dem benachbarten Platz golfen war. Neben der gesperrten Einfahrt und Scharfschützen auf dem nächstgelegenen Kanal bekommt man von der Präsidentenfamilie aber relativ wenig mit. Es sei denn, er ist gerade unterwegs mit einer Kolonne von Polizisten und SUVs. Dann werden alle Zufahrten zum Highway abgesperrt und man muss warten bis alle vorbei sind. Das habe ich bisher jedoch auch nur von Weitem gesehen.

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Einen Tag später sind Karen und ich dann auf zum Schnorchel-Paradies in der Hanauma Bay. Das hatte ich mir schon die ganze Zeit vorgenommen, bisher aber nicht in die Tat umgesetzt. Schnell also Schnorchel-Ausrüstung und Einweg-Unterwasser-Kamera gekauft und in den Bus gesetzt. Vorbei am Sea Life Park und Sandy Beach, entlang Oahus wunderschöner Küste. Geschnorchelt war ich schon länger nicht mehr, aber der lange Weg hat sich eindeutig gelohnt: Fische wie bei Findet Nemo, die unbeirrt vor sich hin schwimmen, ohne auf die vielen Touristen Acht zu geben. (Bilder folgen noch hier.)

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Und dann war es soweit: Heiligabend. Seit ich denken kann jedes Jahr sehnsüchtigst erwartet, doch dieses Jahr so plötzlich und ohne Vorwarnung. Das erste Weihnachten nicht zu Hause, das erste Weihnachten ohne Familie. Trotz kurzer Weihnachtsstimmung war es für mich doch sehr gewöhnungsbedürftig, die Feiertage im Warmen zu verbringen. Am Morgen habe ich mit meiner Familie im mehr oder weniger kalten Hamburg geskypt – durch die Zeitverschiebung mitten am Abend, gerade nachdem die traditionelle Gans von meinem Vater serviert worden war. Ach, was hätte ich darum gegeben, in dieser Runde in unserer Küche zu sitzen? Wenn ich was an unserer Wohnung vermisse, dann unsere gemütliche Küche! Nach dem Skypen bin ich erstmal zum Strand gefahren, habe Mariekes Weihnachts-Playlist und mein all time favorite Weihnachtslied A Christmas Duel von The Hives und Cyndi Lauper gehört.

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Zwar ohne meine Familie, hatte ich Abends dennoch ein wunderbares Christmas Dinner mit Karen und Dieter bei seinen Freunden Maja und Stephen und ihrer Familie. Da Maja aus der Schweiz kommt, zelebrieren sie auch den Christmas Eve mit einem großen Essen. Maja zauberte allerlei herrliche Dinge auf den Tisch: Turkey, Stuffing, Cranberries und noch vieles mehr. Als Nachtisch gab es sogar einen Christstollen. Ein richtiges Familienessen mit Weihnachtsbaum und allem drum und dran – oh, wie war das schön!

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Und gebacken habe ich auch endlich mal wieder: Ayurvedische Muffins mit Banane, Ingwer und Macadamia-Nüssen für abends

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Christmas Day sind Karen und ich wieder zu unserem geliebten Kailua Beach gefahren. Das erste Mal war Kailuas Innenstadt wie ausgestorben, alle Geschäfte waren geschlossen (außer Starbucks). Am Strand haben viele Familien den Weihnachtstag verbracht, Weihnachtsmützen weit und breit und jede Menge Essen. Auf dem Rückweg haben wir dann über eine Stunde auf unseren Bus gewartet. Normalerweise könnte man sich besseres Vorstellen, als an Weihnachten auf den Bus zu warten, aber es war warm und ich war ja nicht alleine. Hatte die Wärme also doch was Gutes! Ehrlich gesagt war es genau so wie es war ein sehr schöner Weihnachtstag, auch wenn es sich nicht hundertprozentig nach Weihnachten angefühlt hat.

Es war definitiv eine komplett neue Erfahrung für mich, Weihnachten nicht zu Hause mit meiner Familie zu verbringen und dazu noch im Warmen. Aber ich war wunderbar aufgehoben und hatte trotzdem eine unerwartet gute Zeit.

Ich hoffe, ihr hattet wunderschöne Weihnachtstage!

Eure Jenny

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Schlichte Deko – Nicht auf dem Bild: Die aufblasbaren, Weihnachtslieder singenden Mickey und Mini Mouse im Vorgarten.

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Fröhliche Weihnachten | Merry Christmas | Mele Kalikimaka

to all of you!

The biggest gift I could ever imagine is this trip and all the wonderful new friends I made – I am so happy I met you! ❤

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Advent, Advent…

Die Weihnachtszeit ist wie an mir vorbei gesaust, ohne, dass ich es wirklich gemerkt habe. Schwups – und plötzlich war der vierte Advent! da! Schon ein seltsames Gefühl, meine liebste Zeit im Jahr so gut wie verpasst zu haben. Es fühlt sich hier für mich einfach nicht nach Weihnachten, sondern vielmehr wie Hochsommer an. So kommt es immer wieder zu lustigen Situationen, denn auch hier ist der Winter anscheinend zu spüren. Aber immer wenn jemand friert und mich danach fragt, halten die meisten schon von alleine inne: „Wait, you’re from Germany, nothing here is cold for you!“

Ganz verpasst habe ich den Advent aber dann doch nicht. Die letzten zwei Nächte auf Big Island habe ich wieder in Kona verbracht. Hier habe ich Jaqueline wiedergetroffen und wir sind bei der jährlichen, ziemlich amerikanischen Christmas Parade das erste Mal in hawaiianische Weihnachtsstimmung gekommen.

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Dann gleich am Sonntag Abend, dem 3. Advent, bin ich mit Suzanne, Roland und ein paar Freunden von ihnen zu ihrem Christmas Dinner gegangen. Anschließend sind wir durch Honolulu Downtown spaziert und haben die vielen schöne Weihnachtslichter bestaunt. Die ganze Innenstadt ist geschmückt.

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Zuvor habe ich jedes Mal wenn ich in einem Geschäft Weihnachtslieder gehört habe – also so gut wie immer – die Krise bekommen. Jetzt freue ich mich auf ein komplett anderes, aufregendes Weihnachtsfest.

Wunderschöne Weihnachten euch und die allerliebsten Grüße nach Hause!

Eure Jenny

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Bye bye, Big Island!

Es war ein wunderschöner Trip mit vielen Erlebnissen, Abenteuern und Begegnungen. Ich habe jeden Tag genossen!

Hier noch ein paar Eindrücke aus Hilo und Kona:

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Hilo

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Palace Theatre

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Zuckerstadt

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Meine erste Schildkröte :)

Meine erste Schildkröte!!

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Karen :)

Karen :) (Rainbow Falls)

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2 turtles ;)

2 turtles ;)

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Kona

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Patey’s Place

Pele

Mein letzter Tag auf Big Island bricht an. Bis Freitag war ich noch in Hilo und habe mit Karen die Insel erkundet. Es scheint fast so, als stände meine vergangene Woche unter dem Zeichen von Pele, der Vulkangöttin Hawaiis.
In dem winzigen Shark’s Coffee Shop, der laut Karen den besten Kaffee auf ganz Hawaii ausschenkt (Sie muss es ja wissen, als Neuseeländerin!), haben wir Normann getroffen, der alle zwei Wochen im Volcanoes National Park hiket und uns mit auf den Kilauea, Big Islands aktivem Vulkan genommen hat. Dort sind wir durch einen alten Krater, Regenwald und eine alte Lavaröhre gewandert. Es war wie auf einem anderen Stern – gewaltig und roh.

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Lunch hatten wir am Volcano House mit Ausblick auf den großen Halema’uma’u Krater, wo die Lava vor sich hin brodelt. Am nächsten kommt man der Lava auf der Aussichtsplattform des Jagger Museums, indem man viel über die vulkanischen Aktivitäten und Pele erfahren kann. Auch von hieraus kann man jedoch nur Nebelschwaden sehen und kommt man nachts dorthin, ein Leuchten, dass von der erhitzen Lava ausgeht. Wirklich sehen kann man diese eigentlich nicht. Es sei denn, man macht es wie Marcelo und achtet nicht auf irgendwelche Sicherheitsvorschriften oder Regeln und nähert sich dem Krater von der anderen Seite. So tollkühn waren wir allerdings nicht an diesem Tag, abgesehen davon, dass es eh helllichter Tag war. Dennoch hat der Vulkan etwas kraftvolles, magisches, ebenso wie Pele, um die allerlei Sagen kreisen. Sie ist die am meisten geliebte, aber auch am meisten gefürchtete Göttin Hawaiis.

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Einige Tage später haben wir zu viert – Karen, Petra aus der Schweiz, Nora aus Wiesbaden (beide ebenfalls im Hostel kennen gelernt) und ich – die Gegend Puna, südlich von Hilo, erkundet. Puna, könnte man sagen, ist die Hippie-Hochburg auf Big Island mit einem Yoga Retreat nach dem anderen, Öko-Farms und viel, viel Regenwald. Mittag gab es von Island Naturals in Pahoa, einem Naturkost-Supermarkt mit einem wunderbaren Buffet. Pahoa ist die größte Stadt in Puna, reicht aber auch nicht wirklich über eine kleine Einkaufsstraße hinaus.

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Den Strand, an den wir ursprünglich wollten, haben wir nicht gefunden. Dafür aber den Lava Tree Monument State Park, indem mit Lava übergossene Baumstümpfe stehen und alle möglichen Pflanzen wachsen. Wir kamen uns vor wie in einem Wald von Herr der Ringe, so anders und außergewöhnlich war der kleine Park.

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Nach einigem Rumkurven stießen wir dann auf den Ahalanui Park, wo erkaltete Lava ein Becken mit warmen Wasser geformt hat, indem man sicher, abgeschirmt von den großen Wellen, die gegen die Ränder peitschen, schwimmen und sich sorgenlos treiben lassen kann.

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Anschließend sind wir weiter zu Uncle Robert’s gefahren, wo früher ein Dorf war, das jedoch der Lava weichen musste. Nur ein einziger Laden wurde verschont, um den die Lava regelrecht herum geflossen ist. Der Besitzer hatte keinerlei Sorgen, dass ihm etwas passieren würde. Er betete und dankte Pele täglich und hegte tiefstes Vertrauen in sie. Heute findet dort jeden Mittwoch Abend ein großes Fest statt, dass fast alle aus Puna zum ecstatic Dancing anlockt. Als wir ankamen war glücklicherweise nicht so viel los und wir konnten in Ruhe über die erkalteten Lavafelder zum Ozean spazieren. Durch die zerklüfteten Lavamassen zu wandern, das Meer in der Ferne gegen die Brandung schlagen hören, das war ein ganz besonderes Gefühl. Die Sonne erwärmte die absonderlichen Formen leicht und es schien fast so, als würde man Pele selbst in dem Stein spüren. Kaum Menschen, nur wir bahnten uns den Weg zwischen den Felsen entlang.

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Und dann war da der Pazifik. Ein wunderbarer, friedlicher und doch sehr kraftvoller Ort, die Naturgewalt so deutlich und nah zu spüren.

Der Kilauea ist längst wieder überfällig und zum Ausbrechen bereit. Als wir Normann im Nationalpark fragten, ob wir dann vielleicht lieber nicht hier sein sollten, meinte er, dass ganz im Gegenteil viele Schaulustige kommen würden, da es ein sehr sicherer Vulkan sei. Und er wäre der erste, der dort stehen würde. Genau das drückt die große Liebe der Hawaiianer zu Pele und ihre gleichzeitige Furcht vor ihr aus. Der Vulkan vernichtet und erschöpft zugleich – und ich verlasse stark beeindruckt Big Island.

Eure Jenny

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Roadtrippin‘

Nach knapp drei Wochen O’ahu wollte ich nun mal eine andere Insel erkunden. Also habe ich mich auf nach Kona auf Big Island gemacht, das jedoch sehr touristisch ist: Unten am Pier tummelt sich ein ABC-Store nach dem anderen, an jeder Ecke gibt es Hawaii-Hemden und Fake-Blumen fürs Haar zu erstehen. Es hat allerdings auch seine guten Seiten: Als ich in Patey’s Place für die ersten zwei Nächte einchecken wollte, war der Dorm Room geschlossen und ich habe für den selben Preis ein Einzelzimmer bekommen. Das nimmt man doch gerne! Hier habe ich auch Jaqueline aus Deutschland kennengelernt, die dort über workaway arbeitet. Mit dieser Internetseite wollte ich ursprünglich auch verreisen – man tauscht ein paar Stunden Arbeit gegen Essen und Unterkunft. Jaqueline befindet sich zur Zeit auf Weltreise: Nepal, Australien, Hawaii, L.A. und, zur selben Zeit wie Marieke und ich, Ecuador! Ihre wunderschönen Fotos sind hier zu sehen. Generell treffe ich hier auf sehr viele Europäer und vor allem Deutsche. Wohnzimmer und Küche habe ich mit Lena aus Tschechien geteilt, die seid zwei Jahren Au Pair in San Francisco macht.

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Nach zwei Nächten war für mich aber klar, dass ich erstmal was anderes sehen möchte und habe mich früh morgens mit dem Bus auf nach Hilo gemacht. Hilo ist eine kleine Hippie-Yoga-Health Food-Stadt mit vielen süßen Cafés und Läden. Hier hat es mir gleich besser gefallen. Im Hilo Bay Hostel bin ich dann auf Elke aus meinem Viertel in Hamburg gestoßen, die ebenfalls in dem Hostel in Kona war. Wie klein die Welt doch ist!

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Schon gleich als ich in Hilo angekommen bin, ist mir sofort dir Tanzschule gegenüber vom Hostel aufgefallen. Kurzerhand habe ich eine Ballett-Stunde bei Center Stage gemacht. Da muss ich erstmal nach Hawaii kommen, um, wie schon seit Langem geplant, Ballettunterricht zu nehmen! Ich habe mich sehr über den Zufall gefreut und viel an dich, meine liebste Mascha, gedacht. Ballett kommt definitiv auf meine Hamburg-Liste – neben Tae-Kwon-Do!

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Leider merkt man schnell, dass man auf Big Island mit dem Bus zwar gut von einer Stadt zur anderen kommt, zu den Stränden und anderen Naturspektakeln aber kaum ohne Auto. Glücklicherweise trifft man hier furchtbar schnell auf viele hilfsbereite Menschen. So hat Marcelo aus Brasilien Karen aus Neuseeland und mich mit an den Black Sand Beach am Waipi’o Valley genommen. Mit offenem Verdeck unter strahlendblauem Himmel und zu brasilianischer Musik ging es auf Richtung Norden. Das Waipio Valley ist wunderschön. Weil man für den steilen Weg zum Strand einen Vierradantrieb braucht, verschlägt es nicht allzu viele ins Tal.

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Karen, mit der ich hier ein Zimmer teile, hat dieses Jahr eine Green Card gewonnen und ist erstmal auf unbestimmte Zeit nach Hawaii gefahren. Ohne Auto teilen wir beide das einigermaßen gleiche Schicksal. Marcelo befindet sich ebenfalls gerade auf Weltreise, nach dem Motto: Wenn an einem Ort die Energie schwindet, wechselt er einfach das Land.

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Am nächsten Morgen habe ich mit meiner ambition family geskypt. Meine Kampfkunstschule hat ihre erste Weihnachtsfeier veranstaltet. Es war wirklich wunderbar wie die Kids sich alle aufeinander geworfen haben, um mit mir zu reden und ich habe mich so sehr gefreut, alle mal wieder zu sehen!

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Später sind wir, Marcelo, Karen und ich, dann zum Mauna Kea gefahren, von Fuß bis Spitze dem höchsten Berg der Welt, achtet man nicht auf den Meeresspiegel. Diesmal noch mit Sam aus San Francisco im Schlepptau. Am Visitor Center auf halber Höhe endete die Tour jedoch vorerst, da der Jeep nicht genug Benzin hatte. Um zurück zu fahren und zu tanken war es jedoch unglücklicherweise für Marcelo zu spät, der am Abend seinen Flug nach Neuseeland hatte. Während er zurück nach Hilo gefahren ist, hat uns ein chinesisches Ehepaar mit auf die Spitze genommen. Die Tour in der Sternwarte haben wir zwar verpasst, aber ich war vor allem wegen dem phänomenalen Sonnenuntergang dort, der selbst die eisige Kälte wieder wett gemacht hat. Eingepackt in unseren wärmsten Sommerklamotten schauten wir dem Sonnenuntergang über den Wolken zu. Selbst als wir unsere Finger nicht mehr spüren konnten.

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Nach unten ging es dann in einem Jeep mit ein paar Kanadiern. Die Straße war kaum noch zu erkennen, überall eine Wand aus dichten Wolken – wirklich abenteuerlich. Nach Hilo haben drei schwedische Mädchen aus dem Hostel Karen und mich wieder mitgenommen. Auch ohne Auto, haben wir es also ins Waipo Valley und, wenn auch auf Umwegen, auf den Mauna Kea geschafft. Everything’s possible!

Eure Jenny

P.S.: Die allerallerliebsten Glückwünsche an meine Riesabel in Hamburg – Das ist dein persönliches Geburtstags-Monster! ;-)

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OFF TO BIG ISLAND

Und gleich noch ein Post hinterher! Im Moment sitze ich am Flughafen von Honolulu. Gleich geht mein Flug nach Kona, Big Island. Dort werde ich zwölf Nächte verbringen und Hawaiis größte Insel erkunden.
Hier noch ein paar Eindrücke von O’ahu aus den ersten Wochen:

Kaneohe Bay

Kaneohe Bay

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Suzanne :)

Suzanne :)

Ko'olau Mountain Range

Ko’olau Mountain Range

Hibiskus blüht an jeder Straßenecke

Hibiskus blüht hier echt an jeder Straßenecke.

Gelber Hibiskus – Hawaiis National Blume

Gelber Hibiskus – Hawaiis National Blume

Granatapfel

Alles frisch vom Baum (Granatapfel)

Und Geckos findet man hier auch in Scharen.

Und Geckos findet man hier auch in Scharen.

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Skype mit meiner family :)

Skype mit meiner family :)

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Gerade haben mich „ein paar Fremde angequatscht“ (wie sie es ausgedrückt haben), die meinten, dass ich Deutschlands nächste Präsidentin werde, weil ich Neurobiologie studieren möchte… :D

Also dann,
Eure zukünftige Kanzlerin

(Blogeintrag von Dienstag, 3.12.13)

Don’t take a banana on a boat!

Hui die letzten Tage habe ich mal wieder so viel erlebt. Hier ein kurzes und ein weniger kurzes Update: Ich war Hiken, auf Molokai, habe bei einem Art Sale geholfen und am Donnerstag habe ich mein erstes Thanksgiving gefeiert!

Am Thanksgivingmorgen sind wir aufgestanden, um mit Dieters Nachbarn ihre jährliche Bootstour zu machen. Mit etwa zehn anderen und ebenso vielen Surfbrettern ging es raus in die Kaneohe Bay. Surfen macht mir nach wie vor unheimlich viel Spaß, auch wenn ich das noch nicht so oft gemacht habe.

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Vom Wasser aus hat man doch immer den besten Blick!

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Noch spektakulärer als das Surfen in der Kaneohe Bay war allerdings die Rückfahrt: Dieter hatte mich vor dem Trip noch daran erinnert: „Don’t take a banana on a boat.“ – das soll Unglück bringen. Etwas verwundert war ich also, als eine Frau seelenruhig eine Banane aß. Nun gut dachte ich mir, ist ja nur ein Sprichwort. Aber das Unglück ließ nicht lange auf sich warten: Kurz bevor wir seichteres Wasser erreichten, ging der Motor aus. Und das war’s. Nach kurzem Stocken blieb er aus und ging nicht wieder an. Um an Land zu kommen, mussten zwei der Truppe ins Wasser springen und mit dem Ankertau das Boot ziehen. Zum Glück war das Wetter gut und alle hatten ihren Spaß. Der Motor blieb jedoch nach wie vor tot. Nach einer Weile fragte jemand Julie, ob sie die Bananenschale noch hätte. Ja, meinte sie, weil sie das Wasser nicht verschmutzen wollte. Und genau in dem Moment, als sie die Schale schließlich über Bord warf, ging der Motor an und wir konnten zurück zu unserem Thanksgivings-Vorbereitungen. Ob an anderen Sprichwörter wie „Don’t take a pig over the Pali.“ oder „Don’t take cheesecake over the Brooklyn Bridge.“ also auch was dran ist?

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Abends kamen dann ein paar Freunde von Dieter und wir hatten ein vorzügliches Thanksgiving Dinner. Jeder brachte etwas mit und so hatten wir vegetarische Lasagne, mashed Sweet Potatoes, Salat, Greens und natürlich Turkey, Stuffing, Gravy und Cranberry-Soße! Ein Pumpkin Pie als Dessert durfte auch nicht fehlen! Es war eine sehr gemütliche Runde und am Ende des Abends war jeder pappsatt und wir hatten noch einen ganzen Berg übrig. Schade, dass wir Thanksgiving nicht in Deutschland feiern, es ist wirklich ein sehr schöner Brauch. Vielleicht kann ich es ja zumindest in meiner Familie einführen – alleine wegen des Pumkin Pies!

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Unsere obligatorische Jam Session fand natürlich auch statt ;-)

Am nächsten Morgen hat Dieter mich dann zum Honolulu Airport gefahren, wo ich Yeayin getroffen habe. Yeayin ist ein enger Freund von Suzanne und ihrem Mann Roland und hat mich am Freitag mit nach Kalaupapa auf Molokai genommen. Kalaupapa ist die ehemalige Lepra-Kolonie Hawaiis, wohin die Lepra-Kranken verstoßen wurden, und heute für die Öffentlichkeit unzugänglich. Was für ein Glück also, dass ich ein paar Tage zuvor Yeayin kennengelernt hatte, der eine besondere Erlaubnis für das Gebiet hat und dort kleine Touren veranstalten darf! In einem winzigen Flugzeug mit noch drei weiteren ging es auf nach Molokai. Damit war das Flugzeug auch voll besetzt. In einem kleineren Flugzeug bin ich nur vor Jahren mit meinem Vater nach Juist geflogen. Am Diomond Head vorbei ging es Richting Molokai. Das Wetter war soweit klar und beim Anflug hatten wir einen Wahnsinnsblick auf die höchsten Klippen der Welt.

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An dem ebenfalls winzigen Flughafen wartete schon der Rest der Gruppe und gemeinsam stiegen wir in einem alten, ratternden Schulbus, indem wir Kalaupapa erkundeten. Dort leben heute kaum noch Menschen. Die neun verbliebenen Lepra-Kranken bekommen ein Haus vom Staat gestellt, das nach ihrem Tod wieder an diesen zurück geht. Ansonsten wohnen dort eigentlich nur noch ein paar Nature Guards. Wir besuchten alles, was es in Kalaupapa zu sehen gibt: Die Kirche, den Hafen, den Bookshop und die Ruinen des niedergebrannten Krankenhauses.

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Anschließend ging es weiter an die Küste wo wir zu Mittag gegessen haben; die meisten nur Sandwiches, ich Thanksgiving Leftovers – Mjam! Es hat schon eine gewisse Ironie, dass dieser wunderschöne Ort früher als Unberührbar galt und nun alle nur zu gern Kalaupapa einmal besichtigen würden. Tatsächlich herrscht dort eine komplett andere Athmosphäre, kaum zu vergleichen mit dem großen, geräuschvollem Honolulu. Alles ist ruhig und irgendwie friedlich. Die Natur ist roh und unberührt. Ich hätte Stunden lang an den Klippen stehen können und den riesigen Wellen beim Brechen zuschauen können. Es war wirklich ein einmaliges Erlebnis!

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Die Kirchenkatze diente einst als Ersatz für die Mütter, dessen Kinder nach ihrer Geburt von ihnen getrennt wurden. Heute wird sie von den Tourguides versorgt.

Damit fing das Wochenende jedoch erst an! Am Samstag morgen sind wir schon früh nach Honolulu gefahren, denn ich habe den Honolulu Printmakern bei ihrem jährlichen Verkauf von ihren Drucken im Honolulu Museum of Art School geholfen. Dieter hatte mich auf den Impressions Sale seiner Gruppe aufmerksam gemacht und ich habe gerne zwei Tage beim verkaufen und einpacken geholfen und so viele nette Künstler aus Hawaii kennengelernt. Am Abend haben mich Suzanne und Roland abgeholt und mir die berühmten Honolulu City Lights gezeigt.

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Am nächsten Tag ging es wieder zum Impressions Sale und anschließend zum Adventskonzert in Suzannes Kirche. Es fühlt sich für mich noch überhaupt nicht so an, als wäre bald Weihnachten. Normalerweise bin ich schon Wochen vorher in absoluter Weihnachtsstimmung, aber hier befinde ich mich gefühlt im Hochsommer, auch wenn überall schon Weihnachtsmusik läuft und alles geschmückt ist. Das Konzert hat mich dann aber doch ein bisschen festlich gestimmt.

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Am Montag bin ich nach meiner üblichen Kickbox-Stunde mit Kim, die ich von dort kenne, zu den Pillboxes gehiket. Den Tag davor und am Nachmittag hat es mal wieder wie in Strömen gegossen, aber als wir hiken waren, schien die Sonne und oben empfing uns eine wunderbare Aussicht mit strahlendblauer Himmel. Abends habe ich dann vor meiner zweiten Stunde bei Phase 2 vom Tae-Kwon-Do zugeschaut, wo auch Kims Sohn mitmacht. Die Einstellung und Techniken der Kinder und Jugendlichen zu sehen war sehr beeindruckend und inspirierend – Tae-Kwon-Do ist total faszinierend und interessiert mich immer mehr!

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Nā Mokulua – Die Zwillingsinseln vorm Lanikai Beach

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So, das war alles, was ich in den letzten paar Tagen gemacht habe. Ich hoffe, dass das nicht zu viel auf einmal war! Jeden Tag erlebe ich hier etwas Neues, Aufregendes. Das ist so wunderbar!

Bis bald,

Eure Jenny

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